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Weniger Verkehrssünder in Düsseldorf – am häufigsten gerast wird im Rheinufertunnel

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Von: Stefanie Knupp

Ein helles Auto rast an der Kamera bei Dunkelheit vorbei
Im Rheinufertunnel gilt Tempo 60. Das ist vielen nicht schnell genug. (Symbolbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Dass sich in Düsseldorf nicht alle an die Regeln halten, zeigt die Statistik der Stadt für das Jahr 2020. Durch Corona gab es aber insgesamt weniger Verstöße.

Düsseldorf – Lockdown und Homeoffice machen sich auch bei den Zahlen von Parksündern und Rasern in der Landeshauptstadt bemerkbar. „Insgesamt nahm die Zahl der festgestellten Parkverstöße – wie auch der gesamte Straßenverkehr - vor allem während des ersten Lockdowns in den Monaten März und April – stark ab“, teilte die Stadt am Freitag mit.

Knöllchen wegen Falschparkens gab es 2020 in Düsseldorf aber immer noch genug: 439.005 an der Zahl. Das sind immerhin 20.000 weniger als im Jahr davor. Der Großteil der Falschparker verstieß auf legalen Parkplätzen gegen die Regeln, sprich: Kein Parkschein oder Parkzeit überzogen. 5.154 Autofahrer parkten unerlaubterweise auf Behindertenparkplätzen. 57.828 Menschen hielten es für eine gute Idee, Geh- und Radwege zuzuparken. Sie alle bekamen Post von der Bußgeldstelle.

Düsseldorf: Bei mehr als 8000 Parkverstößen kam der Abschlepper

Insgesamt nahm die Zahl der festgestellten Parkverstöße – wie auch der gesamte Straßenverkehr – vor allem während des ersten Lockdowns in den Monaten März und April stark ab. Zusätzlich wurde im Zeitraum vom 19. März bis zum 5. Mai 2020 die Parkraumbewirtschaftung ausgesetzt. Die Schließung der Gastronomie in der Corona-Krise machte sich besonders in den Ausgehvierteln im Straßenverkehr bemerkbar, da dort die abendlichen Besucher ausblieben.

Funfact: Nur 49 Prozent der Parksünder hatten ein Düsseldorfer Kennzeichen. 6,6 Prozent kamen aus Neuss, 6,2 Prozent aus Mettmann. Weit mehr als 8000 Autos wurden 2020 abgeschleppt.

Düsseldorf: Autofahrer rast mit 161 km/h durch den Rheinufertunnel

Von städtischen Radarfallen geblitzt wurden 208.009 Autos – 25.000 weniger als 2019. Die meisten Autofahrer wurden nach Angaben der Stadt im Rheinufertunnel erwischt (117.345). Ein Autofahrer sei im Mai sogar mit 161 Stundenkilometern geblitzt worden, erlaubt sind 60. Der Raser belegt damit Platz eins der Temposünder im Rheinufertunnel.

Besonders gefährlich ist das Über-Rot-Fahren. Auch hier wurden tausende Verstöße festgestellt. Am „Nordstern“ missachteten 9.382 Autofahrer die rote Ampel.

Düsseldorf: Verkehrssünder-Statistik – Die wichtigsten Zahlen im Vorjahresvergleich

20192020
Falschparker459.178439.005
Temposünder233.478208.009
Über Rot912510.981
Abgeschleppt99308673

Insgesamt 16,7 Millionen Euro sollen durch Park- und Geschwindigkeitsverstöße in die Kasse kommen – noch sind nicht alle Verfahren aus 2020 abgeschlossen. Dem stehen allerdings auch Kosten für Personal und Material von rund 14,2 Millionen Euro gegenüber. (sk mit dpa)

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