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Nach Corona-Verstößen: Verweil- und Alkoholverbot in Düsseldorfer Altstadt

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Von: Benjamin Stroka

Polizisten patrouillieren an der Rheinpromenade in Düsseldorf.
In den Abend- und Nachtstunden dürfte die Polizeipräsenz in der Düsseldorfer Altstadt und am Rheinufer jetzt wieder zunehmen. (Archivbild) © Henning Kaiser/dpa

Nach zahlreichen Corona-Verstößen am vergangenen Wochenende greift die Stadt Düsseldorf nun durch. Ab Freitag gilt in der Altstadt ein Verweil- und Alkoholverbot.

Düsseldorf – Für die Düsseldorfer Altstadt und die Rheinpromenade ist abends und nachts ein Alkohol- und Verweilverbot verhängt worden. Der Krisenstab der Stadt Düsseldorf beschloss die Maßnahme am Mittwoch (26. Mai). Sie soll ab dem kommenden Freitag (28. Mai)für zunächst zwei Wochen (bis zum 11. Juni) auf öffentlichen Straßen und Wegen des Gebiets gelten, aber nicht für die Terrassen der Außengastronomie, die seit dem Pfingstwochenende wieder geöffnet hat.

Düsseldorf: Verweilverbot in der Altstadt – Zustände des letzten Wochenendes „können wir nicht tolerieren“

Wenn sich die Menschen fortbewegen und eine Maske tragen, sei der Aufenthalt in der Altstadt kein Problem, so Gesundheitsdezernent Klaus Göbels am Mittwoch. In einer statischen, dicht gedrängten Menschenmenge hingegen bestehe dagegen weiterhin ein Infektionsrisiko. Mittlerweile habe Düsseldorf elf Fälle der Virus-Variante verzeichnet, die zuerst in Indien aufgetreten war. Sie sei nochmals 20 bis 30 Prozent infektiöser ist als die Mutation, die in Großbritannien vorherrscht.

„Die alkoholisierte, aufgeheizte Stimmung jenseits der Terrassen der Außengastronomie, in der konsequent Abstands- und Maskenregeln verletzt werden und mit zunehmendem Alkoholkonsum jeglicher Respekt vor anderen sowie den Ordnungskräften fehlt, können wir nicht tolerieren“, sagte Ordnungsdezernent und derzeitiger Krisenstabsleiter Christian Zaum. „Die Landeshauptstadt Düsseldorf darf nicht zum Anziehungspunkt für Besucher werden, die einfach nur stören wollen.“

Verweilverbot in Düsseldorfer Altstadt: Diese Regeln gelten jetzt

Bereits am Dienstag fanden Treffen und Gespräche zwischen mehreren Vertretern der Stadt, Polizei und Gastronomie statt. Laut Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller war man sich einig, „dass man gemeinsam sicherstellen möchte, dass alle ihren Altstadt-Aufenthalt in den geöffneten Bereichen der Außengastronomie und unter Beachtung der geltenden Hygienemaßnahmen coronakonform und entspannt genießen können“. Auch die Polizei habe sich daher in den Gesprächen für das Verweil- und Alkoholkonsumverbot ausgesprochen.

Für die Königsallee, die auch unabhängig von der Corona-Pandemie immer wieder von der sogenannten Autoposer-Szene stark frequentiert wird, war bereits beschlossen worden, die Straße an Wochenenden und vor Feiertagen für den nächtlichen Autoverkehr zu sperren.

Das nun geltende Verweilverbot ist nicht das erste während der Corona-Pandemie in Düsseldorf. Die NRW-Landeshauptstadt machte bereits im Februar Schlagzeilen mit einer ähnlichen Regelung. Allerdings galt diese damals auch tagsüber und war dadurch äußerst umstritten. (bs mit dpa/lnw)

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