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Düsseldorf: Mehr Videoüberwachung in der Altstadt – hier wird nun gefilmt

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Von: Oliver Schmitz

Ein Schild weist auf die Video-Überwachung hin.
Insgesamt 14 Kameras hängen nun in der Düsseldorfer Altstadt. © Federico Gambarini/dpa

Die Videoüberwachung in Düsseldorf nimmt zu. In der Altstadt wurden vier neue Kameras platziert um der anhaltenden Gewalt zu entgegen. Die Standorte im Überblick.

Düsseldorf – Im Zuge der anhaltenden Ausschreitungen hat die Polizei Düsseldorf die Zahl der Überwachungskameras in der Altstadt von 10 auf 14 erhöht. Diese sollen zukünftig für mehr Sicherheit sorgen, da somit noch mehr Bereiche besser von den Beamten im Blick gehalten werden können. Der Fokus lag dabei auf einem neuen Problemort.

Videoüberwachung Düsseldorf: An diesen Orten in der Altstadt wird nun auch gefilmt

Die vier neuen Kameras wurden am Marktplatz/Bolkerstraße, an der der Mertensgasse sowie am Grabbeplatz vor der Kunsthalle installiert. Letzterer erhielt dabei direkt zwei Kameras, da er sich in den letzten Wochen und Monaten zu einem neuen Kriminalitäts-Hotspot entwickelt hat. Laut Polizei fielen dort zuletzt vor allem jugendliche Gruppen durch Schlägereien und Diebstahl auf.

Die Überwachung durch einen Beamten erfolgt zentral aus der Altstadtwache der Polizei. Die Kameras sind dabei nicht nur flexibel drehbar, sondern können auch bis zu 40-fach zoomen. In den abgedeckten Bereichen sollen Beamte dadurch innerhalb von 90 Sekunden vor Ort sein, wie die Polizei erklärte. Die Videoüberwachung wird jedoch nicht rund um die Uhr genutzt, sondern aktuell nur abends und vor allem nachts an den Wochenenden. Nach 14 Tagen werden die Aufzeichnungen wieder gelöscht.

Bereits seit 2005 gibt es nun Videoüberwachung in der Altstadt der NRW-Landeshauptstadt. Diese decken dabei die größten Hotspots an der Heinrich-Heine-Allee und der Rheinuferpromenade ab. In den Jahren 2014 und 2016 waren bereits neue Kameras hinzugekommen. Mit den vier neuen ist die Ausweitung vorerst abgeschlossen, da aktuell keine weiteren geplant sind.

Videoüberwachung Düsseldorf: Zuletzt viele Ausschreitungen in der Altstadt

In den Jahren gab es in der Düsseldorfer Altstadt immer wieder Probleme mit lauten und teils aggressiven Besuchern. Vor allem Gruppen junger Menschen sammeln sich dort zum Feiern. Während der Corona-Pandemie hatte sich das Problem sogar nochmal verschärft. Im August hatten unter anderem hunderte Jugendliche sogar einen Rettungseinsatz behindert. So hat sich das beliebte Ausgehviertel zu einem immer größeren Unruheherd entwickelt.

Laut dem Polizeipräsidenten Norbert Wesseler soll sich die Lage mittlerweile zwar wieder etwas gebessert haben, jedoch möchte man mit den neuen Videokameras Prävention betreiben. „Unsere langjährigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die [neuen Kameras] sicherlich ein wichtiger Bestandteil des Konzepts zur Bekämpfung von Kriminalität an Brennpunkten ist“, erklärte Wesseler. (os mit ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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