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Bis zu 50 Zentimeter lang: Gefährliche Eiszapfen in Düsseldorf – Feuerwehr schreitet ein

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Von: Stefanie Knupp

Eiszapfen hängen vom Dach eines Hauses vor einem schneebedeckten Garten.
In Deutschland war es am Wochenende kalt und eisig. Eiszapfen hingen von Dächern und Regenrinnen (Symbolbild). © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Im ganzen Stadtgebiet riefen Bürger am Montag die Feuerwehr. Eiszapfen und Eisplatten waren teilweise auf Gehwege in Düsseldorf gestürzt.

Düsseldorf – Der heftige Wintereinbruch hat in den vergangenen Tagen ganz Nordrhein-Westfalen in Atem gehalten. In vielen Regionen ging wegen großer Schneemassen gar nichts mehr. Der Bahnverkehr kam zum erliegen, Winterdienste und Müllabfuhren hatten große Probleme.

Düsseldorf war von einem größeren Schneechaos zwar verschont geblieben, doch kam es zu gefährlichem Eisregen und Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. Die Überreste des frostigen Tage sind am Rosenmontag (15. Februar) angesichts des einsetzenden Tauwetters zum Fall für die Düsseldorfer Feuerwehr geworden.

Düsseldorf: Eisplatten und Eiszapfen stürzten auf Gehwege

Wie die Feuerwehr mitteilt, wurden die Einsatzkräfte zwischen 8 und 18 Uhr zu 29 Hilfeleistungseinsätzen gerufen, um Eisschollen und Eiszapfen von Dächern oder Regenrinnen zu entfernen. Stellenweise hätten Anrufer sogar berichtet, dass Eisplatten und Eiszapfen auf Gehwege gestürzt waren.

In der Achenbachstraße seien lose Eisplatten auf einer Länge von acht Metern gemeldet worden, die drohten auf die Straße zu fallen. Um die Platten zu entfernen, mussten die Einsatzkräfte per Drehleiter zur Gefahrenstelle hinauf befördert werden. Einen 50 Zentimeter langen Eiszapfen entfernte die Feuerwehr an der Birkenstraße. Er hing über einem Hauseingang. Bei einigen Einsätzen musste der Gehweg vorsorglich abgesperrt werden. Glücklicherweise, so berichtet die Feuerwehr Düsseldorf, seien durch herabstürzendes Eis keine Menschen verletzt worden.

Düsseldorf: Frostige Temperaturen brachten Spaß und bargen Gefahren

Das eisige Wochenende hatte den Düsseldorfern auf den Rheinwiesen viel Freude bereitet. Das Hochwasser auf den Rheinwiesen gefror, sodass eine Mega-Eisfläche mitten in der Stadt entstand. Die Natureisfläche stellte aufgrund ihrer geringen Tiefe keine Gefahr für Schlittschuhläufer dar.

Anders sieht es bei vermeintlich gefrorenen Gewässern aus. So stürzte in der Nacht zum Sonntag in Bergisch Gladbach ein 16-Jähriger in den vereisen Bensberger See. Am vergangenen Mittwoch brachen in Langenfeld zwei Personen auf einem gefrorenen See ins Wasser. Die Feuerwehren in NRW warnen eindringlich davor, solche Flächen zu betreten. (sk/ots)

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