1. 24RHEIN
  2. Düsseldorf

Energiekrise: Düsseldorf erhöht Gebühren für Müllabfuhr und Straßenreinigung

Erstellt:

Von: Benjamin Stroka

Müllabfuhr in Düsseldorf.
Müllabfuhr und Straßenreinigung werden in Düsseldorf von der Awista GmbH erledigt (Symbolbild). © Michael Gstettenbauer/Imago

In Düsseldorf werden Müllabfuhr und Straßenreinigung ab 2023 teurer. Die Gebührenerhöhung trifft jeden Haushalt. Grund ist die Energiekrise.

Düsseldorf – Das Leben wird teurer. Das merken die Menschen in Düsseldorf nicht nur seit Monaten beim Einkaufen im Supermarkt oder Discounter, sondern ab nächstem Jahr auch bei den städtischen Gebühren, unter anderem für die Müllabfuhr und die Straßenreinigung. Das hat die Stadt am Freitag (21. Oktober) mitgeteilt.

Düsseldorf: Müllabfuhr und Straßenreinigung werden 2023 teurer

Die Müllgebühren sollen demnach um rund 6 Prozent steigen. Bei der Straßenreinigung stehen dann etwa 8,5 Prozent mehr zu Buche. Gleichzeitig steigen auch die Friedhofsgebühren im Durchschnitt um 7,24 Prozent.

„Umgerechnet auf die gesamte Einwohnerzahl betragen die Gebührenerhöhungen zusammen genommen im Durchschnitt etwa 12,70 Euro je Einwohner und Jahr“, so die Stadt. Für eine Restabfall-Tonne mit 120 Litern Fassungsvermögen, die wöchentlich geleert wird, bedeutet das im Vollservice laut einem Rechenbeispiel der Stadt eine Steigerung der Gebühren um 30 Euro pro Jahr, von 502,56 Euro auf 532,56 Euro.

Die neuen Gebührenbescheide soll Anfang Januar 2023 verschickt werden. Zuvor werden die Kalkulationen der Gebühren am 4. November in der Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen der Stadt vorgelegt.

Düsseldorf: Steigende Energiekosten sorgen für Gebührenerhöhung

Als Grund für die geplanten Erhöhungen der Gebühren nennt die Stadt vor allem steigende Energiekosten, „zum Beispiel für Treibstoff, aber auch für Maschinen und Spezialfahrzeuge“. Die Stadt erklärt, dass die Awista GmbH, der Dienstleister der Landeshauptstadt Düsseldorf, „einen vertraglich festgelegten und auch inhaltlich nachvollziehbaren Anspruch“, auf die Erhöhung der Entgelte im Zuge der steigenden Kosten habe.

Bei der Straßenreinigung werden die steigenden Kosten „eins zu eins“ bei der Erhöhung der Gebühren berücksichtigt. Daher erhöhen sich die Gebühren dort um 8,5 Prozent. Bei den Müllgebühren erhöhen sich die Gebühren weniger stark, weil hier auf der anderen Seite die Erlöse für Wertstoffe, zum Beispiel für Altpapier, aber auch elektrischen Strom aus der Müllverbrennungsanlage, gestiegen sind.

Düsseldorf: Höhere Gebühren für Müllabfuhr – Mülltrennung hilft beim Sparen

Jochen Kral, Beigeordneter für Mobilität und Umwelt der Stadt, betont zudem, dass es sich lohne, den Müll zu trennen und eine blaue Tonne für Altpapier sowie die Biotonne noch stärker zu nutzen. „Eine sorgfältige Separierung von Wertstoffen und Zuführung zu den ordnungsgemäßen Sammelsystemen eröffnet vielfach die Möglichkeit, kleinere Restabfallbehälter zu bestellen und damit Gebühren zu sparen“, erklärt Kral.

Müllgebühren: Wie kann ich sparen?

Die Stadt verschickt die neuen Gebührenbescheide Anfang Januar 2023. Dort soll es auch Tipps für die Menschen geben, wie sie bei den Müllgebühren sparen können. Dieses Beispiel hat die Stadt bereits veröffentlicht:

Eine vierköpfige Familie, die bislang eine Restmülltonne von 120 Litern mit wöchentlicher Leerung im Vollservice beauftragt hatte, muss dafür 532,56 Euro bezahlen. Durch Hinzunahme einer Biotonne – 120 Liter, Vollservice, 14-tägliche Leerung = 35,68 Euro – und einer Blauen Tonne – 120 Liter, Vollservice, 14-tägliche Leerung = 35,68 Euro – kann die Restmülltonne auf 60 Liter mit wöchentlicher Leerung im Vollservice reduziert werden. Dafür entstehen Kosten von 306,48 Euro, plus Biotonne, plus Blauer Tonne, insgesamt 377,84 Euro. Es ergibt sich eine Einsparung von 154,72 Euro.

Düsseldorf: Auch Friedhofsgebühren steigen 2023 deutlich

Neben Müllabfuhr und Straßenreinigung steigen in Düsseldorf ab 2023 aber auch die Friedhofsgebühren. Laut Kalkulation des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes werden in diesem Bereich durchschnittlich 7,24 Prozent mehr fällig. Erneut nennt die Stadt hier gestiegene Energiekosten als Grund. Konkret heißt das:

(bs) Fair und unabhängig informiert, was in Düsseldorf & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant