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Bis 5000 Euro mehr für Strom und Energie: Stadtwerke-Chef warnt vor Kosten

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Von: Mick Oberbusch

Eine Hand hält Euroscheine, dahinter ist eine Energiekosten-Abrechnung zu sehen.
Die Kosten für Gas und Energie steigen, auch die Bürger in Düsseldorf werden das zu spüren bekommen. (Symbolfoto) © Political-Moments/Imago

Die Energiekrise beschäftigt auch die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf. Menschen dort könnten im kommenden Jahr fast 5000 Euro mehr zahlen müssen.

Düsseldorf – Es ist ein Thema, welches sämtliche Menschen in NRW und somit auch Düsseldorf bewegt und vor dem sich keiner entziehen kann: Die Energiekrise und die damit einhergehenden steigenden Preise für Gas und Strom. Zu diesem Thema sind unter anderem Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller und Stadtwerke-Chef Julian Mounier am Samstag auf dem Campfire-Festival in der NRW-Landeshauptstadt zusammengekommen. Und hatten diesbezüglich für Bürgerinnen und Bürger nicht gerade gute Nachrichten im Gepäck.

Düsseldorf: 4000 bis 5000 Euro mehr für Strom und Gas – enorme Einschränkungen möglich

Stephan Keller steht vor einem Heiz-Apparat (Montage).
In Düsseldorf, hier Oberbürgermeister Stephan Keller, könnten sich die Gas- und Strompreise für Verbraucher deutlich erhöhen (IDZRW-Montage). ©  Malte Krudewig/dpa & Bernd Weißbrod/dpa

„Ein normaler Haushalt wird kommendes Jahr rund 4000 bis 5000 Euro mehr für Strom und Gas bezahlen müssen“, sagte Mounier. Zugleich erklärte er, zu welch enormen Einschränkungen dies führen könnte. Eine mögliche Folge: Viele könnten sich vielleicht keinen Urlaub mehr leisten, so Mounier. „Das wird massiv sein. Eine ehrliche Kommunikation ist wichtig“, zitiert die Zeitung Rheinische Post den Stadtwerke-Chef.

Aktuell seien die Preise der Stadtwerke ihm zufolge sogar noch vergleichsweise günstig, da man früh eingekauft habe. In Zukunft müsse das Unternehmen jedoch auch die hohen Gaspreise bezahlen. Für Kunden der Rheinenergie in Köln steigt der Gas-Preis bereits um 133 Prozent. Während Kunden der RheinEnergie im Jahr 2021 noch rund 407 Euro jährlich in einer Kölner Wohnung zahlen mussten, steigt dieser Betrag 2022 auf rund 705 Euro. Eine voraussichtliche Preisanpassung zum 1. Oktober ist in dieser Zahl bereits eingerechnet. „Das entspricht einem Anstieg von rund 73 Prozent“, teilt die RheinEnergie mit.

Gas und Strom: Düsseldorf schaut besorgt auf den Winter 2023/24

Sorgen, dass in diesem Winter, also 2022/23, nicht genug Gas da wäre, hat der Stadtwerke-Chef allerdings nicht. Vielmehr richte sich der besorgte Blick auf den Winter 2023/24, sollte bis dahin keine Besserung der Situation einkehren. Generell dürfe die aktuelle Lage aber auch nicht dazu führen, dass die Solidarität mit der Ukraine abnehme. „Wir haben in den vergangenen sechs Monaten ein hohes Maß an Solidarität und Hilfsbereitschaft festgestellt. Wir müssen daran arbeiten, dass das nicht nachlässt“, sagte Oberbürgermeister Stephan Keller. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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