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Wieder Ärger bei der Düsseldorfer Feuerwehr – jetzt kommen neue Skandale ans Licht, die fassungslos machen

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Von: Mick Oberbusch

Ein Feuerwehrmann in Düsseldorf von hinten an einem Einsatzort, vorne im Bild Polizisten
Die Feuerwehr Düsseldorf muss sich wegen Vorwürfen von Mobbing und Rassismus erklären (Symbolbild) © picture alliance/Marius Becker

Die Feuerwehr Düsseldorf kommt nicht zur Ruhe, Vorwürfe bezüglich Mobbing und Rassismus stehen schon lange im Raum. Doch das ist noch längst nicht alles.

Düsseldorf – Bereits im September dieses Jahres musste die Düsseldorfer Feuerwehr Stellung beziehen, zu Vorwürfen des Mobbings, Rassismus und körperlicher Gewalt. Damals gab David von der Lieth, Leiter der Feuerwehr Düsseldorf, eine Pressekonferenz – Eine Mitarbeiterin der Feuerwehr war morgens zum Dienst erschienen, als sie ihren Helm mit der Aufschrift „Votze“ beschmiert vorfand.

Das ist schockierend und beschämend

David von der Lieth, Leiter Feuerwehr Düsseldorf

Mobbing und Rassismus bei Feuerwehr Düsseldorf: Leiter entschuldigt sich

Da nur Kollegen Zugang zum Equipment haben, konnte das Täterfeld schnell eingeschränkt werden. „Das ist schockierend und beschämend, ich habe mich bei der betroffenen Mitarbeiterin entschuldigt“, so von der Lieth. Die Frau hatte sich auf den Gruppenführer-Posten beworben – was einigen ihrer männlichen Kollegen missfallen sein könnten.

Danach war es für einige Monate ruhig geworden um die Skandale bei der Feuerwehr – bis jetzt ein weiterer Vorwurf der körperlichen Belästigung laut wurde. Vor zwei Jahren soll eine Auszubildende bei einem Lehrgang in der Feuerwehrschule von einem Unbekannten von hinten angegriffen und zu Boden gedrückt worden sein. Trotz Strafanzeige war der Täter nicht ermittelt und das Verfahren eingestellt worden.

David von der Lieth, Leiter der Feuerwehr Düsseldorf, links im Bild, auf einer Pressekonferenz
David von der Lieth (l.) äußerte sich auf einer Pressekonferenz im September zu den Vorwürfen gegen die Feuerwehr. © picture alliance/Roland Weihrauch

Es sind nur zwei der etlichen Skandale, zu denen die Düsseldorfer Polizei öffentlich Stellung beziehen musste. Bereits vor vier Jahren soll ein Dienstgruppenleiter den Namen eines Mitarbeiters mit Migrationshintergrund verunglimpft haben, in einer internen Chat-Gruppe mit 50 Mitgliedern seien zudem rassistische Äußerungen gefallen. Vor zwei Jahren wurde dann zusätzlich bekannt, dass sich ein Feuerwehrmann aus Düsseldorf bei der rechten Organisation „Bruderschaft Deutschland“ engagiert haben soll.

Feuerwehr in Düsseldorf muss sich zu weiteren Anschuldigungen erklären

Auch ein Vorfall Mitte des Jahres sorgt für Fassungslosigkeit: Bei einem Brand in einem Erotik-Club soll ein Feuerwehrmann nach dem Löschen mit offener Hose und entblößtem Geschlechtsteil Modell für Fotos gestanden haben. Eine Reihe unglaublicher Skandale, die noch lange nicht zu Ende zu sein scheint. (mo)

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