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Flughafen Düsseldorf: Bundespolizei ertappt zu Haft ausgeschriebene Männer

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Blick in Halle am Flughafen Düsseldorf
Bei Ein- und Ausreisekontrollen am Flughafen Düsseldorf ertappte die Bundespolizei drei zur Festnahme ausgeschrieben Männer. (Symbolbild) © Federico Gambarini/dpa

Die Bundespolizei hat am Wochenende am Flughafen Düsseldorf gleich drei Männer erwischt, die zur Festnahme ausgeschrieben waren. Der Grund: nicht bezahlte Geldbußen und -strafen.

Düsseldorf Bei Ein- und Ausreisekontrollen sind der Bundespolizei am Flughafen Düsseldorf gleich drei Männer ins Netz kommen, die noch Rechnungen offen hatten und deswegen zur Festnahme ausgeschrieben waren.

Nicht zum ersten Mal gehen der Bundespolizei Gesuchte ins Netz. Am Osterwochenende wurden bei Einreisekontrollen zwei Personen festgenommen, die zur Fahndung ausgeschrieben waren. Auch hier ging es um unbezahlte oder nicht abgesessene Strafen. Ende März ging der Bundespolizei am Düsseldorfer Flughafen eine seit über drei Jahren wegen eines „dringenden“ Verdachts auf Steuerhinterziehung gesuchte 54-Jährige ins Netz. Sie wollte sich offenbar nach Mallorca absetzen.

Flughafen Düsseldorf: Männer zahlen Geldbußen an Bundespolizei und dürfen weiterreisen

Bei der Einreisekontrolle eines 51-Jährigen Türken, stellte die Bundespolizei fest, dass die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau den Mann zur Festnahme ausgeschrieben hatte. Weil der 51-Jährige eine Geldbuße nicht bezahlt hatte, und zur angeordneten Erzwingungshaft nicht antrat, wurde er zur Festnahme ausgeschrieben. Der türkische Staatsangehörige zahlte die Geldstrafe und angefallene Kosten in Höhe von 127,35 Euro, und durfte schließlich einreisen.

Auch ein 28-Jähriger Syrer, der eine Geldbuße nicht gezahlt hatte, sollte in Erzwingungshaft und wurde von der Staatsanwaltschaft Gera zur Festnahme ausgeschrieben. Der 28-Jährige zahlte die noch offenen Kosten (160,50 Euro) vor Ort bei der Bundespolizei und konnte danach seinen Flug nach Erbil antreten.

Kontrolle der Bundespolizei am Flughafen Düsseldorf: 40-Jähriger muss 652 Euro zahlen

Ebenfalls bei der Ausreisekontrolle für einen Flug ins türkische Istanbul kam der Bundespolizei ein 40-Jähriger unter, der von der Staatsanwaltschaft Essen zur Festnahme ausgeschrieben war. Das Amtsgericht Gladbeck hatte den türkischen Staatsangehörigen im Oktober 2020 rechtskräftig wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 10 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 50 Tagen verurteilt.

Doch der Verurteilte zahlte nicht, noch trat er zur Haft an. Der Mann aus Gladbeck zahlte die Geldstrafe und alle Kosten über 652 Euro und durfte schließlich weiterreisen. (dpa/lys)

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