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Flughafen Düsseldorf: Mutmaßlicher Corona-Betrüger vor der Ausreise erwischt

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Von: Stefanie Knupp

Eine Polizistin geht am Düsseldorfer Flughafen durch die Sicherheitskontrolle.
Die Bundespolizei hat am Flughafen Düsseldorf einen 65-jährigen Duisburger festgenommen (Symbolbild). © Marcel Kusch/dpa

Ein Mann aus Duisburg soll 18.000 Euro Corona-Soforthilfe zu Unrecht beantragt und bekommen haben. Der 65-Jährige wurde am Flughafen Düsseldorf erwischt.

Düsseldorf – Die Bundespolizei hat am Montagmorgen einen mutmaßlichen Betrüger an der Ausreise gehindert. Der 65-Jährige steht im Verdacht, sich Corona-Soforthilfen von insgesamt 18.000 Euro erschlichen zu haben. Der Mann aus Duisburg war zur Fahndung ausgeschrieben.

Wie die Bundespolizei am Montag mitteilte, erwischten die Beamten den Mann, der nach Istanbul in der Türkei fliegen wollte, bei der Ausreisekontrolle. Im März erlies das Duisburger Amtsgericht Haftbefehl gegen den 65-Jährigen. Wegen Fluchtgefahr wurde er zur Fahndung ausgeschrieben und nun am Flughafen Düsseldorf erwischt.

Festnahme am Düsseldorfer Flughafen – Corona-Hilfen von 18.000 Euro kassiert

Der Vorwurf: Der Mann soll im April und im Mai 2020 Corona-Soforthilfen beantragt haben. Nach Angaben der Polizei bekam der Beschuldigte die Hilfen in Höhe von insgesamt 18.000 Euro auch. Die finanzielle Hilfe sollte für zwei Immobilienunternehmen gedacht sein, gab der Mann bei den Anträgen an. Ein Unternehmen sei in Duisburg, eines in Altena. „Tatsächlich jedoch soll der Beschuldigte an den von ihm angegebenen Unternehmensanschriften gar keine Gewerbe ausgeübt haben“, erklärt die Polizei in einer Mitteilung.

Deshalb gebe es den Verdacht, der 65-jährige Duisburger habe falsche Angaben gemacht und die Corona-Soforthilfen zu Unrecht erlangt. Damit hätte der Mann einen Subventionsbetrug begangen. Der Beschuldigte wurde im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt. Ob der 65-Jährige in Haft verbleiben musste, ist derzeit nicht bekannt.

Betrug mit Corona-Hilfen kein Einzelfall

Wegen des Verdachts des Betrugs mit Corona-Soforthilfezahlungen hat die Polizei Ende Juni mehrere Wohnungen und Gewerbebetriebe im Rheinland durchsucht. Rund 200 Beamte waren im Einsatz. Wie eine Strafe im Falle einer Verurteilung wegen Subventionsbetruges ausfallen kann, zeigt ein Beispiel aus dem Bergischen Land: Das Amtsgericht Wuppertal verurteilte einen Remscheider zu dreieinhalb Jahren Haft – er hatte mit 14 Anträgen in drei Bundesländern 30.000 Euro ergaunert. (sk/ots)

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