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Trauriger Fund am Flughafen Düsseldorf: Zoll zeigt verstörende Fotos

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Ein Beamter des deutschen Zolls während einer Zollkontrolle.
Der Zoll machte den verstörenden Fund am Flughafen Düsseldorf (Symbolbild). © Ronny Hartmann/photothek.net/Imago

Eine Frau wollte am Flughafen Düsseldorf einen gehäuteten Pangolin einführen. Der Zoll machte den traurigen Fund und zeigt verstörende Fotos des Schuppentiers.

Düsseldorf – Achtung, dieser Fund geht an die Nieren: Der Zoll am Flughafen Düsseldorf entdeckte im Koffer einer Reisenden aus Ghana einen gehäuteten Pangolin. Das Schuppentier steht unter besonderem Artenschutz. Die Frau wollte den bereits zubereiteten Pangolin als Delikatesse nach Deutschland bringen.

Flughafen Düsseldorf: Zoll findet gehäutetes Schuppentier

Den Fund machten die Zöllner bereits am 12. Januar. Eine 42-jährige Frau war aus Ghana über die Niederlande nach Düsseldorf eingereist. Die in Mönchengladbach lebende Frau führte drei Koffer mit sich. Einer davon war ausschließlich für Lebensmittel reserviert. „Neben Fisch und Gemüse, die einfuhrrechtlich als unbedenklich galten, stießen die Zöllner jedoch auch auf eine gut verpackte Plastiktüte“, berichtet ein Zollsprecher. Darin machten die Zöllner den traurigen Fund: Einen gehäuteten und zubereiteten Pangolin.

Der gehäutete Pangolin.
Trauriger Fund: Dieser Pangolin wurde beim Zoll am Flughafen Düsseldorf entdeckt. © Hauptzollamt Düsseldorf

Das Schuppentier wurde von Kopf bis Fuß gehäutet, selbst die Augenhöhlen sind noch zu erkennen. „Von den Zollbeamten darauf angesprochen gab die Reisende an, dass es sich bei dem Pangolin um eine Delikatesse handelt, die sie von einer Farm in Ghana erwarb und die sie gedenkt, mit ihrer Familie zu verzehren“, sagt der Zollsprecher. „In den Genuss dieser zweifelhaften Delikatesse kam die Reisende allerdings nicht.“

Zoll am Flughafen Düsseldorf beschlagnahmt gehäuteten Pangolin.

Schuppentier/Pangolin

Schuppentiere, auch Pangoline oder Tannenzapftiere genannt, leben vor allem in Teilen von Afrika und Asien. Sie leben sowohl in Sumpfgebieten als auch in Regenwäldern, offenen Savannen oder Buschländern. Sie ernähren sich vor allem von Ameisen oder Termiten. Kleinere Vertreter der Schuppentiere werden zwischen 25 und 43 Zentimeter groß, größere bis zu 81 Zentimeter. Dazu kommt noch eine Schwanzlänge von 25 bis 70 Zentimeter. Die Bestände der Schuppentiere sind stark rückläufig, daher stehen sie unter besonders strengem Artenschutz.

Denn: Schuppentiere, und somit auch Pangoline, sind besonders geschützte Tiere. Sie haben nach europäischem Recht und nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen den höchsten Schutzstatus inne.

Gegen die Frau wurde noch vor Ort ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen die Artenschutzbestimmungen eingeleitet. „Das Schuppentier wurde beschlagnahmt und anschließend vernichtet“, erklärt der Zollsprecher.

Im vergangenen Dezember sorgte bereits ein sehr ungewöhnlicher Fund am Flughafen Köln/Bonn für Schrecken. Damals hatten Zöllner den Schmuggel von sogenanntem „Bushmeat“ aus Nigeria verhindert. (bs/ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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