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Kindergarten in Düsseldorf in Gefahr: Giftiges Ammoniak ausgetreten - 57 Kinder gerettet

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Von: Nina Büchs

Spielzeug liegt in einem Sandkasten einer Kindertagesstätte in Düsseldorf.
Wegen einer defekten Ammoniakleitung wurde ein Düsseldorfer Kindergarten evakuiert. © Monika Skolimowska/dpa

Große Gefahr in Düsseldorf: Bei Handwerksarbeiten wurde eine Ammoniakleitung beschädigt. Feuerwehrkräfte räumten daraufhin einen angrenzenden Kindergarten.

Düsseldorf – Horrorszenario für alle Eltern: 75 Kindergartenkinder waren am Montag, den 23. November, nichtsahnend einer unsichtbaren Gefahr ausgesetzt. Auslöser der Gefahr war eine Ammoniakleitung, die bei Handwerksarbeiten an einer Wärmepumpe in Düsseldorf-Wersten beschädigt wurde. Zwar konnte die Feuerwehr das Leck schnell abdichten, trotzdem entwickelten sich im Gebäude giftige Dämpfe, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können.

Ammoniakleitung in Düsseldorf beschädigt: So ging die Feuerwehr bei dem Einsatz vor

Wie die Feuerwehr Düsseldorf in einer Pressemitteilung berichtete, informierten die Monteure daraufhin umgehend die Einsatzkräfte unter der Notrufnummer 112. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten die Handwerker das Gebäude bereits verlassen und sich in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehrkräfte räumten vorsorglich auch einen angrenzenden Kindergarten, um gesundheitliche Schäden weiterer betroffener Personen zu verhindern. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich darin 59 Menschen, darunter auch 57 Kinder. Sie wurden zunächst in einer benachbarten Turnhalle untergebracht.

Giftige Dämpfe in Düsseldorf-Wersten ausgetreten: Handwerker ins Krankenhaus eingeliefert - Kinder unversehrt

Die Kinder und die beiden Handwerker wurden anschließend medizinisch untersucht. Dabei stellte der Rettungsdienst fest, dass die Kinder unversehrt waren. Sie wurden daraufhin an ihre Eltern übergeben. Ein Handwerker kam jedoch zur weiteren ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus.

Düsseldorf: Feuerwehr dichtet Ammoniak-Leck ab und befreit Gebäude von giftigen Dämpfen

Der Einsatzleiter schickte unterdessen einen Messtrupp in den Kellerbereich des evakuierten Gebäudes. Die Messtechnik der Feuerwehrkräfte zeigte dabei einen erhöhten Ammoniak-Wert an. Kurze Zeit später gelang es der Feuerwehr, das Gasleck abzudichten und das Gebäude von den giftigen Dämpfen zu befreien. Ein Mitarbeiter des städtischen Umweltamtes begleitete den Einsatz der Feuerwehr.

Ammoniak in Düsseldorf freigesetzt: Das kann passieren, wenn die giftigen Dämpfe eingeatmet werden

Ammoniak ist ein farbloses, giftiges Gas. Wird das Gas eingeatmet, besteht Erstickungsgefahr, da die Schleimhäute dabei stark anschwellen können. Zudem können schwere Verätzungen der Haut und Atemwege ausgelöst werden und zum Tod führen. Auch das zentrale Nervensystem kann dabei beschädigt werden und Husten, Übelkeit oder Kopfschmerzen verursachen. Ammoniak wird auch als Kältemittel in Eishallen und Kühlhallen verwendet. (nb)

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