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Trauer bei Boot-Fans: Mega-Messe abgesagt – ein möglicher Nachholtermin ist aber schon im Gespräch

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Von: Mick Oberbusch

Shutdown bei der Messe Düsseldorf: „Dank“ des Coronavirus bleiben die Tore im Stadtteil Stockum bis Ende April zu. Dann jedoch können Boot-Fans wieder hoffen.

Düsseldorf – Messe-Fans schauen zu Jahresbeginn in Düsseldorf ordentlich in die Röhre. Besuchern von Ausstellungen wie der „Drupa“, der „Pro-Wein“ oder der „Interpack“ dürften mit einer Absage bereits gerechnet haben. Fans der renommierten Messe „Boot“ hingegen dürfen noch länger hoffen.

Ursprünglich sollte diese vom 23. bis zum 31. Januar stattfinden, die Hoffnung, dass sie Ende April unweit des Rheins doch noch ausgerichtet werden kann, ist bei den Verantwortlichen aber definitiv noch vorhanden.

„Aufgrund zahlreicher Expertenaussagen gehen wir davon aus, dass sich die Lage mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die derzeitigen Maßnahmen in nahezu allen europäischen Ländern bis zum Frühjahr 2021 beruhigen wird“, sagt Wolfram Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, gegenüber der „Rheinischen Post“.

Messe Boot im Jahr 2020, Besucherinnen und Besucher sehen sich die Exponate an
Die Wassersportmesse „Boot“ zieht Jahr für Jahr unzählige Besucher in die Messehallen in Düsseldorf © Bernd Thissen/picture alliance

Messe für Wassersport: „Boot“ soll im April doch noch in Düsseldorf stattfinden

Nun soll die weltweit größte Wassersportmesse vom 17. bis 25. April nachgeholt werden – pünktlich also zum Start der Sommer- und somit auch Wassersportsaison.

Für die anderen Ausstellungen in Düsseldorf sieht es in unmittelbarer Zukunft jedoch eher schwierig aus – zumindest, wenn die Messe wie in den Vorjahren gewohnt stattfinden soll. Von diesem Gedanken hat sich die „Drupa“ bereits verabschiedet: Die Messe soll im kommenden Jahr vom 20. bis 23. April virtuell stattfinden, erst 2024 wieder „persönlich“.

Weitere Messen in Düsseldorf: Erste Nachholtermine erst 2022 geplant

Die Interpack soll im Mai 2023 zurückkehren, die eigentlich jährlich stattfindende Pro-Wein, die weltweit größte und wichtigste Fachmesse für Weine und Spirituosen könnte bereits vergleichsweise früh zurückkehren, im März 2022.

Bei allem Verständnis für die Entscheidung der Messe klärt Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) allerdings auch über mögliche wirtschaftliche Folgen auf. Gegenüber der „Rheinischen Post“ sprach er von einem „empfindlichen Rückschlag für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf“. So gehe die IHK nach Angaben der Zeitung jährlich von einem messebeeinflussten Umsatz von 1,3 Milliarden Euro aus. (mo)

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