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Nach NRW-Hochwasser: Umweltministerin will mehr Hochwasserschutz an kleineren Flüssen

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Ursula Heinen-Esser (CDU), Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, spricht im Plenum des Landtags.
NRW-Umweltministerin Heinen-Esser will mehr Hochwasserschutz an kleineren Flüssen (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser will mehr Hochwasserschutz an kleineren Flüssen. „Denn eine Lehre ist: Die Flüsse suchen sich ihre alten Wege.“

Düsseldorf – Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) will beim Hochwasserschutz nach einem Medienbericht verstärkt auch kleine Flüsse ins Visier nehmen. Mit Blick auf die folgenschwere Unwetterkatastrophe Mitte Juli sagte die CDU-Politikerin in Düsseldorf, man müsse sich anschauen, wo das alte und wo das neue Bett vieler Flüsse liege.

„Denn eine Lehre ist: Die Flüsse suchen sich ihre alten Wege. Und wir müssen überprüfen, wo weitere Überflutungsflächen oder andere Rückhaltemöglichkeiten entstehen können und wo wir noch mehr mit modernster Sensor- und Steuerungstechnik arbeitende Mess- und Prognosesysteme einsetzen können.“

Nach Hochwasser in NRW: Mehr Schutz – doch „Probleme bei der Umsetzung von konkreten Maßnahmen“

Es gebe im Land zahlreiche Kommunen, die Konzepte im Bereich Klimawandel und Hochwasserschutz erarbeitet hätten. „Das Problem besteht hier meines Erachtens in der Umsetzung von konkreten Maßnahmen“, sagte sie. Manche Maßnahmen hätten einen hohen Investitions- und manchmal auch Flächenbedarf. Sie würden auch nicht von allen Bürgern begeistert aufgenommen, heißt es weiter.

„Kurz: Die Umsetzung vor Ort ist oftmals schwierig. Ende August werden wir deshalb mit den Wasserverbänden und den Städten und Kreisen darüber sprechen, welche weiteren Lehren wir aus dieser Katastrophe ziehen“, sagte Heinen-Esser. Bei den Unwettern mit Starkregen und Überschwemmungen waren Mitte Juli besonders in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Städte und Dörfer überschwemmt worden. Es gab viele Tote und Milliardenschäden. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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