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Warntag am 11. März in Düsseldorf: Alle Infos zum Sirenen-Test – Warn-App löst ebenfalls aus

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Von: Lydia Mayer

Sirene in der Stadt Düsseldorf
Am landesweiten Warntag, 11. März 2021, testet die Feuerwehr Düsseldorf 81 Warnanlagen. © Stadt Düsseldorf

In Düsseldorf wird es zum landesweiten Warntag am 11. März neben Sirenengeheul auch Meldungen auf digitalen Verkehrstafeln geben.

Düsseldorf – Beim Warntag in NRW am 11. März wird ab 11 Uhr auch die Feuerwehr Düsseldorf ihre 81 Sirenen im Stadtgebiet heulen lassen. Ziel ist es die Funktionsweise und die Reichweite der Alarmsysteme zu überprüfen, die im Notfall bei Erdbeben, Reaktor-Unfällen oder Hochwasser warnen müssen.

Das letzte Hochwasser in Düsseldorf liegt gerade mal rund einen Monat zurück. Außerdem soll die Bevölkerung dafür sensibilisiert werden, wie sie sich in einer entsprechenden Notsituation verhalten müssen.

„Nur wer die Bedeutung der Sirenen, Radiowarndurchsagen, die Informationsbotschaften über die sozialen Netzwerke sowie das Internet und die Warn-App regelmäßig kennenlernt, kann im Notfall auch richtig handeln“, sagt Feuerwehrchef David von der Lieth.

Warntag in Düsseldorf am 11. März: Das wird genau passieren

Um 10.45 Uhr wird die Feuerwehrleitstelle über das modulare Warnsystem über die Warn-App „Nina“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) den Hinweis „Warnung – Sirenenprobealarm“ ausspielen. Der Probealarm beginnt in Düsseldorf um 11 Uhr mit dem Signal „Entwarnung“, das anzeigt, dass die Gefahr vorbei ist. Das heißt, es wird ein Dauerton von einer Minute ertönen.

Um 11.06 Uhr erfolgt das Sirenensignal „Warnung“ – ein auf- und abschwellender Dauerton von etwa einer Minute. Um 11.12 Uhr ertönt erneut das Signal „Entwarnung“.

Gegen 11.20 Uhr werden die Bürger von der Feuerwehrleitstelle über die Warn-App Nina mit der Information „Entwarnung – Sirenenprobealarm“ über das Ende des Probealarms informiert.

Warntag in NRW: Düsseldorf schaltet Gefahrentelefon für Hinweise aus Bevölkerung

Neben Radio und Warnapp „Nina“ werden die Düsseldorfer auch über die Social-Media-Kanäle auf Facebook und Twitter von Stadt und Feuerwehr über den Probealarm informiert. Dort können die Bürger auch Rückmeldungen zu den Sirenen geben sowie Fragen rund um das Thema Warnung stellen.

Ebenfalls schaltet die Feuerwehr ein Gefahrentelefon für Hinweise und Rückfragen zum Warntag. Erreichbar wird es unter der Rufnummer 0211 38 89 889 in der Zeit von 10.45 bis 12 Uhr sein. Die Feuerwehr Düsseldorf weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Notrufnummer 112 nur für das Melden tatsächlicher Notfälle und nicht für Nachfragen zum Sirenenprobealarm genutzt werden darf.

Bereits seit fünf Jahren nutzt die Feuerwehr Düsseldorf das modulare Warnsystem mit der angeschlossenen Warn-App Nina vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Damit wird die Bevölkerung nicht nur über bevorstehende Gefahren mit einer Push-Benachrichtigung informiert, sondern es werden Handlungsempfehlungen und Notfalltipps herausgegeben. Die Warn-App ist kostenlos für Android und IOS erhältlich.

Landesweiter Warntag NRW und Probealarm

Beim landesweiten Warntag in NRW wird die Funktionstüchtigkeit der Feuerwehr-Sirenen überprüft. Laut Erlass des NRW-Innenministeriums finden die Proben der Warnsirenen zweimal im Jahr statt, jeweils am zweiten Donnerstag im März und September. Das Innenministerium NRW führt diesen seit September 2018 durch. Mittlerweile bezeichnen die Feuerwehren in NRW auch den zusätzlichen Probealarm und Test im März als Warntag.

Die Tonfolge, die beim Probealarm erfolgt, ist Entwarnung-Warnung-Entwarnung. Die Entwarnung ist ein langer anhaltender Ton. Das Signal für Warnung ist durch ein lautes An- und Abschwellen mit sich ändernder Tonhöhe gekennzeichnet.

Neben den Sirenen werden auch weitere Warnmittel wie Apps, Social-Media-Kanäle, digitale Anzeigetafeln im ÖPNV und Straßenverkehr und Webseiten genutzt und getestet.

Nach bundesweitem Warntag im September 2020: Düsseldorf hat Sirenen modernisiert

Durch die kommunalen, landesweiten und bundesweiten Probealarme konnten durch Hinweise von Bürgern laut Stadt Düsseldorf bereits viele Beschallungslücken im Sirenennetz der Landeshauptstadt ausfindig gemacht und behoben werden. Außerdem konnten technische Einschränkungen von Anlagen lokalisiert werden.

Fachleute der Feuerwehr haben gemeinsam mit einer Wartungsfirma die Sirenen überprüft und repariert. So sei es bei einigen Sirenen vorgekommen, dass beim zweiten oder dritten Signalton die Tonfolge nicht mehr so laut war oder unterbrochen wurde. Um diese Probleme zu beheben, wurden Verschleißteile ausgetauscht.

Warntag: Düsseldorf baut Sirenennetz steig aus

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat das städtische Sirenennetz in den letzten Jahren auch stetig erneuert und weiter ausgebaut. Laut Feuerwehr Düsseldorf gibt es in der Stadt aktuell 81 Warnanlagen. Die Stadt Köln hat ihr Sirenen-Netz ebenfalls ausgebaut und mittlerweile 136 Sirenen in der ganzen Stadt, die im Notfall warnen können.

Der bundesweite Warntag im 10. September 2020 hat deutschlandweit Probleme offenbart. Teilweise blieben Sirenen still, teilweise funktionierten die App-Warnungen nicht. So kämpfte damals etwa auch die Stadt Herne mit technischen Problemen.

Warntag am 11. März in Düsseldorf: mobile Teams messen erstmals Schallpegel

Zwar wird vor dem Errichten einer neuen Sirenenanlage durch ein Ingenieurbüro die Schallausbreitung berechnet, durch äußere Faktoren kann die Lautstärke später jedoch geringer ausfallen. Für vier Standorte sind deshalb diesmal beim Warntag zum ersten Mal mobile Teams vom Ordnungs- und Servicedienst der Landeshauptstadt an festgelegten Punkten für eine Schallpegelmessung unterwegs.

Gemessen wird im Einzugskreis der Sirnenanlagen im Bereich Rath an der Eitelstraße, an der Kasernenstraße in Carlstadt, Zum Märchenland in Flingern sowie an der Blankertzstraße in Ludenberg. Die dort erfassten Werte werden ebenfalls für die Erweiterung der Sirenen berücksichtigt. Weiterhin wird der Probelauf wie gewohnt durch Spezialisten der Feuerwehr und Mitarbeitenden der Wartungsfirma aus dem Leitstellengebäude an der Hüttenstraße begleitet.

Warntag in Düsseldorf: Anzeigetafeln von Rheinbahn und Verkehrsmanagement werden einbezogen

Bereits im September 2020 beim ersten bundesweiten Warntag kamen die 680 digitalen Anzeigetafeln der Rheinbahn an den Haltestellen sowie die städtischen Verkehrsinformationstafeln des Amtes für Verkehrsmanagement mit Hinweisen zum Sirenenprobealarm zum Einsatz. Auch diesmal werden die Tafeln mit Informationen bespielt.

Ab Donnerstagmorgen werden die Tafeln mit Hinweisen zum Warntag sowie in der Warnphase des Probealarms die Information, dass keine Gefahr für die Bevölkerung besteht, informieren. Damit werden zum einen die Düsseldorfer, die im öffentlichen Personennachverkehr unterwegs sind, auf dem Laufenden gehalten. Andererseits erhalten die Berufspendler, die morgens mit dem Auto nach Düsseldorf kommen, informiert.

Warntag in Düsseldorf: So müssen Sie sich in einem tatsächlichen Notfall verhalten

Der Warntag am 11. März dient nur zur Übung und soll sicherstellen, dass in einer ernsthaften Gefahrensituation für die Düsseldorfer, die Sirenen einwandfrei funktionieren. Das müssen Sie bei einer Sirenen-Warnung im Ernstfall tun:

Dieser Artikel wurde zuletzt am 10. März inhatlich aktualisiert.

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