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Düsseldorf: SEK-Einsatz in Hotel – was hat der türkische Geheimdienst damit zu tun?

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Großeinsatz der Polizei in Düsseldorfer Hotel.
Die Bundesanwaltschaft ermittelt nach dem SEK-Einsatz in dem Hotel in Düsseldorf. © Henning Kaiser/dpa

Nach dem Großeinsatz in einem Hotel in Düsseldorf ermittelt nun die Bundesanwaltschaft. Es gebe Hinweise auf den türkischen Geheimdienst.

Düsseldorf – Gegen einen vor zwei Wochen in einem Hotel in Düsseldorf festgenommenen Türken ermittelt nun die Bundesanwaltschaft. Es lägen „zureichende tatsächliche Anhaltspunkte“ dafür vor, dass der Mann für den türkischen Geheimdienst Informationen über Anhänger der sogenannten Gülen-Bewegung im Raum Köln gesammelt habe, teilte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Gülen-Bewegung

Die Gülen-Bewegung, auch Hizmet-Bewegung, ist eine transnationale religiöse und soziale Bewegung, die vom islamischen Geistlichen Fethullah Gülen geführt wird.

Düsseldorf: SEK-Einsatz in Hotel – „Anfangsverdacht der geheimdienstlichen Agententätigkeit“

Zeitweise hatten auch mögliche Anschlagspläne im Raum gestanden. Zu solchen Vorwürfen teilte die Bundesanwaltschaft nichts mit. „Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen besteht ein Anfangsverdacht der geheimdienstlichen Agententätigkeit“, hieß es. Ermittelt wird außerdem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Den Angaben zufolge soll der Mann 200 Schuss scharfe Munition besessen haben.

Düsseldorf Festnahme nach Großeinsatz – Mann in Untersuchungshaft

Der Mann war am 17. September in einem Großeinsatz festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft. Bisher hatte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft in dem Fall ermittelt, wegen des Verdachts der Verabredung zu einem Verbrechen. Nach ihren Angaben hatten Einsatzkräfte Schriftstücke entdeckt, die auf eine Gefährdung bestimmter Personen hätten schließen lassen. Die Betroffenen seien von der Polizei kontaktiert und gewarnt worden. Zu möglichen Anschlagsplänen, die zeitweise ebenfalls im Raum gestanden hatten, teilte die Bundesanwaltschaft nichts mit.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wirft der Gülen-Bewegung vor, für einen Putschversuch 2016 verantwortlich zu sein. Der islamische Geistliche Fethullah Gülen, nach dem die Bewegung benannt wird, bestreitet dies vehement.

Düsseldorf: SEK-Einsatz in Hotel – 550 Personen evakuiert

Der Mann soll ein Hotelgast gewesen sein. Laut Bundesanwaltschaft hatte ein Mitarbeiter bei ihm eine Waffe entdeckt und die Polizei verständigt. Diese hatte das Gebäude räumen lassen und es über Stunden mit mehreren Spezialeinsatzkommandos durchkämmt, weil eine „akute Gefahrenlage“ zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Waffe hatte sich später als Schreckschusswaffe entpuppt. Auch ein verdächtiger Koffer stellte sich als harmlos heraus.

Wegen des Großeinsatzes hatten am 17. September rund 550 Gäste das Hotel verlassen müssen. Die umliegenden Straßen wurden weiträumig abgesperrt. Das Hotel hatte erst am darauf folgenden Montagmorgen wieder öffnen können. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Update-Hinweis: Der Artikel wurde zuletzt am 1. Oktober aktualisiert. Neuerung: Der Artikel wurde um weitere Zitate der Bundesanwaltschaft ergänzt.

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