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Modeste-Treffer und VAR-Glück: 1. FC Köln schlägt SC Freiburg mit 1:0

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Von: Robin Josten

Anthony Modeste lässt SC-Torhüter Mark Flekken beim 1:0 keine Chance.
Anthony Modeste trifft zum 1:0. © BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl / Imago

Am Samstagnachmittag empfing der 1. FC Köln den SC Freiburg im RheinEnergie-Stadion. In Minute 23 erzielte Anthony Modeste den goldenen Treffer des Abends.

Köln – Gänsehaut pur! Vor 10.000 Zuschauern im RheinEnergie-Stadion macht der 1. FC Köln vom Start weg ein gutes Spiel und führte zur Halbzeit verdient mit 1:0. Anthony Modeste ließ in Minute 23 nach Querpass von Thielmann Flekken im SC-Tor keine Abwehrchance. Die Szene des Spiels gab es dann im zweiten Durchgang. Freiburgs Sallai hatte in Minute 50 ausgeglichen, doch Schlotterbeck stand zum Glück aus Kölner Sicht im Sichtfeld von Schwäbe, sodass Brych den Treffer aufgrund von Abseits nach Videostudium zurücknahm. Am Ende können sich die Domstädter über drei Punkte freuen.

1. FC Köln siegt mit 1:0 gegen Freiburg: „Hübers und Kilian haben heute super gespielt“

FC-Trainer Andre Pawlak bilanzierte nach dem Spiel: „Unser Plan waren hohe Ballgewinne, um dann schnell in die Offensive zukommen. Genau so ist dann auch das Tor gefallen. Hübers und Kilian haben heute super gespielt. Am Ende hätten wir einen Konter besser ausspielen müssen.“ Freiburg-Coach Christian Streich sprach auf der Pressekonferenz auch über die VAR-Entscheidung: „Die Regel ist eben so. Wenn der Torhüter keine Chance hat, den Ball zu halten, dann ist die Regel aber Quatsch.“

1. FC Köln vs. SC Freiburg: Ljubičić und Thielmann in der Startelf – Skhiri nicht im Kader

Im Vergleich zum 2:2-Unentschieden beim VfL Bochum veränderte Andre Pawlak, der für den Corona erkrankten Steffen Baumgart den 1. FC Köln coachte, die erste Elf auf zwei Positionen. Für Ondrej Duda und Louis Schaub kamen Jan Thielmann und Mark Uth in die erste Elf. In der Defensive gab es keine Umstellungen. Mit Jeff Chabot war zumindest ein Winter-Neuzugang im Kader des FC. Afrika-Cup-Rückkehrer Ellyes Skhiri und Bayern-Neuzugang Bright Akwo Arrey-Mbi schafften es nicht in den Spieltagskader.

1. FC Köln vs. SC Freiburg: So lief die erste Halbzeit

Trotz der personellen Veränderungen beim 1. FC Köln agierte die Mannschaft von Andre Pawlak im gewohnten 4-1-3-2. Thielmann spielte neben Modeste im Sturm und Uth bearbeitete die rechte Offensivseite. Ljubicic ordnete sich erstmal auf der zentralen Position hinter den Spitzen ein. Vom Start weg machten die Kölner viel Druck und schnürten den SC Freiburg in der eigenen Hälfte ein. Den ersten Abschluss hatte Thielmann für den FC nach elf Minuten. Sein Schuss ging mehrere Meter neben das Tor. Auf der Gegenseite versuchte sich SC-Außenverteidger Günter aus der Distanz. Der Schuss wurde aber abgeblockt. Wirklich gefährlich wurde es erst in Minute 20, als Demirovic auf der rechten Seite durchbrach. Da er aber den Ball nicht richtig traf, musste Schwäbe im FC-Tor nicht eingreifen.

Bundesligaspiel im RheinEnergie-Stadion: Anthony Modeste bringt 1. FC Köln in Führung

Die erste Großchance hatte Anthony Modeste in Minute 22: Nach einer Flanke von der rechten Seite schraubte er sich zum Kopfball hoch, doch schaffte es nicht das Leder im langen Eck zu platzieren. Allerdings lässt sich der Franzose aktuell nicht zwei solcher Großchancen entgehen. Thielmann dribbelte Schlotterbeck aus und lief frei durch, legte den Ball noch einmal quer auf Modeste und der Top-Stürmer schloss eiskalt zum 1:0 für den 1. FC Köln ab (23.).

Die nächste sehenswerte Szene hatte erneut der FC in Person von Ljubičić. Der Mittelfeldmann setzte einen Schlenzer vom Sechzehner knapp neben den Pfosten. Danach flachte das Spiel ab und es gab kaum noch Strafraumszenen. Erst in der Nachspielzeit zog Eggestein gefährlich ab. Schwäbe parierte den Schuss jedoch glänzend. Da auch die anschließende Ecke knapp über das Tor flog, bat Brych die beiden Mannschaften mit einem Halbzeitstand von 1:0 in die Pause.

1. FC Köln vs SC Freiburg: Zweite Halbzeit - VAR ermöglicht FC-Sieg

Felix Brych steht mit seinem Assistenten am Bildschirm.
Szene des Spiels: Dr. Felix Brych nimmt den Freiburger Ausgleichstreffer zurück. © Dennis Ewert/RHR-FOTO / Imago

Christian Streich brachte zur zweiten Hälfte Sallai für Schade und das zeigte auch direkt Wirkung. Nach einem kurz ausgeführten Freistoß brachte Günter den Ball von der linken Seite in den Strafraum, wo Sallai das Leder zum 1:1 einschweißte. Im Stadion hatten sich schon alle mit dem Ausgleich angefreundet als Schiedsrichter Brych den Treffer wegen einer Abseitsstellung zurücknahm. Auf den Rängen brach tosender Jubel aus. Nur wenige Augenblicke nach dem Abseits-Treffer setzte sich Uth auf der rechten Seite durch und zog aus der Distanz ab. Flekken im SC-Tor wehrte den Schuss zur Seite ab. Nach einer kurzen Druckphase der Freiburger zu Beginn des Spielabschnitts, übernahm nun der FC wieder das Heft des Handelns. In Minute 56 hatte Kainz das 2:0 auf dem Fuß, sein Schuss wurde im letzten Moment von Schlotterbeck auf der Linie geklärt.

Das Spiel wurde immer zerfahrener und es häuften sich Zweikämpfe im Mittelfeld. Ab Minute 70 übernahm Freiburg wieder die Spielkontrolle und kam durch Günter in der 72. Minute zu einer Megachance. Marvin Schwäbe tauchte ab und hielt den Schuss des SC-Kapitäns glänzend. Die Geißböcke nahmen den Kampf an und versuchten zu kontern. Lediglich ein Tempogegenstoß in Minute 75 wurde aber gefährlich. Kainz bediente Ljubičić im Strafraum, doch der Österreicher blieb an einem Freiburger Verteidiger hängen. Hinten hinaus warfen die Freiburger alles nach vorne, kamen aber in der fünfminütigen Nachspielzeit nicht mehr zwingend vor das Kölner Tor. Am Ende freuten sich die Geißböcke über einen hart erkämpften Dreier. (rj) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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