Hohe Belastung zum Jahresstart

21 Spiele in viereinhalb Monate: So will der 1. FC Köln den engen Spielplan bis zum Ende der Saison meistern

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Markus Gisdol (l.) und Horst Heldt wollen mit dem 1. FC Köln die Klasse halten.
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Viele Spiele, keine Pausen: Der pralle Spielplan zum Jahresstart verändert für die Bundesligisten alles. Der 1. FC Köln scheint jedoch gerüstet.

  • Bis zum 22. Mai stehen für den 1. FC Köln mindestens 22 Pflichtspiele auf dem Programm
  • Aufgrund des engen Spielplans wird Rotation eine größere Rolle spielen als in den Vorjahren
  • Der Januar wird für den FC richtungsweisend im Kampf um den Klassenerhalt

Köln – Die Winterpause wird besonders von abstiegsbedrohten Klubs gerne dazu genutzt, den Kader durch gezielte Transfers zu verstärken, die Köpfe der Spieler durch Teambuilding-Maßnahmen frei zu bekommen und im Trainingslager spielerische Mängel der Hinrunde aufzuarbeiten. In dieser Bundesliga-Saison bleibt dazu keine Zeit. Lediglich vier Tage hatten die Profis des 1. FC Köln über Weihnachten frei, bevor sie gestern am Geißbockheim zum Corona-Test erschienen.

Bereits am 2. Januar steht die nächste Partie in der Bundesliga gegen den FC Augsburg an, bis zum 22. Mai folgen anschließend weitere 20 Ligaspiele, hinzu kommt für die Geißböcke mindestens ein Auftritt im DFB-Pokal. Ein straffes Programm, das besondere Anforderungen an Profis und Vereine stellt. Rotation, die schnelle Integration von Neuzugängen und Beständigkeit heißen die Gebote der Stunde.

Hohe Belastung: 1. FC Köln kommt Kadergröße zugute

Man muss kein Sportwissenschaftler sein, um zu prognostizieren, dass die Belastung für die Profis in den kommenden Monaten außergewöhnlich hoch sein wird. Hinzu kommt, dass die Bundesligaspieler in der sehr kurzen Winterpause kaum Zeit zum Regenerieren hatten. Rotation wird im Frühjahr 2021 so wichtig wie nie zuvor. Wohl dem, der einen breiten Kader zur Verfügung hat.

Markus Gisdol kann sich in dieser Hinsicht nicht beschweren. Dem Übungsleiter, der prinzipiell nicht unbedingt als großer Fan der Rotation gilt, stehen über 30 Spieler stehen zur Verfügung. Mit Eigengewächs Marvin Obuz beförderten er und Horst Heldt jüngst einen weiteren Jugendspieler in die Lizenzmannschaft. Die Kaderbreite könnte im Laufe der Rückrunde zum Faustpfand des Effzeh werden.

1. FC Köln kann im Januar den Grundstein für den Klassenerhalt legen

Ob der 1. FC Köln noch externe Neuzugänge verpflichtet, ist derzeit offen. Akuter Bedarf herrscht aufgrund des langfristigen Ausfalls von Sebastian Andersson eigentlich nur im Sturmzentrum. Sportchef Horst Heldt ist abgesehen von klammen Kassen wohl auch angesichts des Spielplans froh darüber, nicht viele Wintertransfers tätigen zu müssen. Anders als in den vergangenen Jahren müssen Neuzugänge diese Saison ohne Vorbereitung zwangsläufig im laufenden Ligabetrieb integriert werden.

Für den 1. FC Köln wird der Start ins neue Jahr 2021 wichtiger denn je sein. Denn das viel zitierte „Momentum“ in den letzten Spielen der Hin- sowie in der Rückserie auf seiner Seite zu haben, wird angesichts des engen Spielplans ohne nennenswerte Pausen wichtiger denn je. Mit Spielen gegen Augsburg, Freiburg, Berlin, Schalke, Hoffenheim und Bielefeld wartet ein machbares Auftaktprogramm, in dem der Grundstein für den Klassenerhalt gelegt werden sollte. (ps)

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