Geschäftsführer leidet mit

„Den müssen wir doch machen“: Besondere Einblicke – so erlebt FC-Boss Alexander Wehrle ein FC-Spiel auf der Tribüne

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Kritischer Blick: Alexander Wehrle fiebert bei allen FC-Spielen auf der Tribüne mit
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Mitleiden auf höchster Ebene: Die Saison-Doku „24/7“ des 1. FC Köln gibt exklusive Einblicke – und hat den Geschäftsführer gegen Leipzig beim Mitfiebern begleitet.

  • Die Saison-Doku „24/7 FC“ gibt Einblicke in den Vereinsalltag beim 1. FC Köln
  • Zur Bundesliga-Partie gegen RB Leipzig wurde Geschäftsführer Alexander Wehrle verkabelt
  • Auf der Tribüne leidet der Finanzchef genauso mit wie die Fans des 1. FC Köln

Köln – Als Fan des 1. FC Köln hat man in der aktuellen Spielzeit nicht besonders viel zu lachen. Hilflos müssen Anhänger aktuell mit ansehen, wie die Mannschaft im Abstiegskampf steckt – ohne sie von den Rängen des Rhein-Energie-Stadions lautkräftig unterstützen zu können. Einer der wenigen FC-„Fans“ aus Köln, die in diesen Tagen ins Stadion dürfen, heißt Alexander Wehrle. Der Geschäftsführer Finanzen fiebert regelmäßig in der Arena mit, hat laut Eigenaussage in acht Jahren erst zwei Auswärtsspiele verpasst. „Einmal war ich in China, einmal krank“, erzählt Wehrle in der Saison-Doku „24/7 FC“.

Alexander Wehrle vom 1. FC Köln ärgert sich über vergebene Großchancen

„Ich könnte mir nie vorstellen, das Spiel zu Hause am Fernseher zu verfolgen, wie das einige Kollegen ja tun“, erklärt Wehrle vor dem Auswärtsspiel am 19. Dezember in Leipzig. Zur Partie gegen die Roten Bullen ist der Finanzchef vom Geißbockheim verkabelt worden – und beweist den Fans, dass er auf unglückliche Auftritte der Mannschaft nicht viel anders reagiert als sie selbst. So treiben auch ihn Ballverluste in der eigenen Hälfte zur Weißglut. Nach einer vergebenen FC-Chance mahnt er in Richtung Kamera: „Den müssen wir doch reinmachen! So häufig werden wir in diesem Spiel nicht mehr vors gegnerische Tor kommen“, sagt er.

Womit er Recht behalten sollte. Einzig als Jan Thielmann in den Schlusssekunden noch einmal vor Leipzig-Torwart Gulacsi auftaucht, schnuppert der FC noch an einem Treffer – in der übrigen Zeit ist vor allem Verteidigungsarbeit angesagt. Wehrle feuert die Profis auf dem Platz von der Tribüne aus an, beklatscht jeden gewonnenen Zweikampf wie die Fans auf der Südtribüne. Als der so wichtige Punkt beim Champions-League-Teilnehmer dann mit Abpfiff gesichert ist, ballt der Geschäftsführer die Faust und jubelt, als hätte man gerade den Klassenerhalt geschafft.

Auch gegen Schalke 04 wird Alexander Wehrle den 1. FC Köln wieder von der Tribüne aus unterstützen

„Nach dem Leverkusen-Spiel (kurz zuvor 0:4 verloren, d. Red) war es auch für die Moral ganz wichtig, dass die Mannschaft fightet und die Situation annimmt. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt für uns“, resümiert Wehrle, der am Geißbockheim eigentlich eher für die Finanzen statt den sportlichen Bereich tätig ist, anschließend souverän. Auch gegen den FC Schalke 04 wird wieder auf der Tribüne sitzen. Dann dürfen es jedoch mit Sicherheit auch aus seiner Perspektive ein paar mehr Torchancen sein. (mo)

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