FC droht Horrorszenario

Wehrle und Heldt umworben: Verliert der 1. FC Köln im Abstiegsfall seine Führungsetage?

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Alex Wehrle (l.) ist seit 2013 als Geschäftsführer für den 1. FC Köln tätig, Horst Heldt seit November 2019.
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Seit Wochen kursieren Gerüchte über das Interesse anderer Vereine an den beiden Geschäftsführern des 1. FC Köln. Wie wahrscheinlich ist ein Abschied wirklich?

Köln – Der 1. FC Köln kommt einfach nicht zur Ruhe. Sportlich steckt der Domstadtklub trotz des Achtungserfolges gegen Borussia Dortmund weiter in der Krise, nur noch ein Punkt trennt die Geißböcke von einem direkten Abstiegsplatz. Hinzu kommen die seit Monaten anhaltenden Diskussionen um Trainer Markus Gisdol, der aller Kritik zum Trotz das Vertrauen des Vorstands und der Geschäftsführung genießt.

Eben jener Geschäftsführung, um die sich trotz langfristiger Verträge (beide bis 2023) seit Wochen Abgangsgerüchte ranken. Sportchef Horst Heldt wurde jüngst vom FC Schalke 04 umworben, Interesse an den Diensten von Alexander Wehrle besteht dem Vernehmen nach nicht nur beim VfB Stuttgart und der DFL, auch ein weiterer Bundesligaverein soll laut Insider Rainer Calmund ein Auge auf den FC-Finanzboss geworfen haben.

1. FC Köln: Rainer Calmund verrät, wie begehrt Alexander Wehrle in der Bundesliga ist

„Es gibt die Diskussion, ob Alex zur DFL (als Nachfolger des scheidenden Christian Seifert im Gespräch, Anm. d. R.) oder nach Stuttgart geht. Erwin Staudt beim VfB ist ein absoluter Fan von Wehrle. Auch Frankfurt will ihn“, heizte der ehemalige Strippenzieher von Bayer 04 Leverkusen im Köln-Talk „Loss mer schwade“ die Gerüchteküche an. Und stellte umgehend klar, dass der 1. FC Köln seiner Meinung nach alles tun müsse, um Wehrle zu halten.

Das gelte auch für seinen Geschäftsführer-Kollegen Horst Heldt, der allerdings in der jüngeren Vergangenheit die ein oder andere Fehleintscheidung traf. Nach einer gescheiterten Transferpolitik und dem umstrittenen Festhalten an seinem Freund und Nachbarn Gisdol ist der 51-Jährige keinesfalls über alle Zweifel erhaben.

Horst Heldt und Alexander Wehrle: Im Abstiegsfall droht dem 1. FC Köln ein Führungschaos

Sollte der Klassenerhalt in der laufenden Spielzeit nicht gelingen, droht dem 1. FC Köln ein personelles Desaster. Denn nicht nur Markus Gisdol müsste dann wohl endgültig seinen Hut nehmen, auch für Horst Heldt, der als Sportchef die größte Verantwortung für das Abschneiden des Teams trägt, dürfte es ungemütlich werden. Ob sich ein derart renommierter Finanzchef wie Alexander Wehrle angesichts reizvoller Offerten den Gang ins Bundesliga-Unterhaus antäte, darf zumindest bezweifelt werden.

Für den 1. FC Köln könnte der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte also nicht nur sportlich zum Supergau werden. Soweit allerdings ist es noch lange nicht. Acht Spieltage (plus eventuelle Relegationsspiele) bleiben Trainer und Mannschaft noch, um das Ruder herumzureißen und den Klassenerhalt zu schaffen. Nur dann würde im Umfeld des Effzeh wieder Ruhe einkehren – wohl mit den Geschäftsführern Horst Heldt und Alex Wehrle. (ps)

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