Reaktion auf Medienbericht

1. FC Köln: Interesse an staatlicher Millionenhilfe? Verein dementiert Gerüchte vehement

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Der 1. FC Köln um Finanzchef Alex Wehrle dementiert Aussagen im Handelsblatt über ein Interesse an Staatshilfen.
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Laut „Handelsblatt“ soll der 1. FC Köln in der Coronakrise als erster Bundesligaklub Interesse an Staatshilfen vom Bund signalisiert haben. Der Verein widerspricht.

  • Das Handelsblatt berichtet, dass der 1. FC Köln Staatshilfen in Erwägung gezogen habe
  • Der Verein dementiert das ausdrücklich
  • Bislang haben mit Schalke 04 und Werder Bremen zwei Bundesligisten Landesbürgschaften erhalten

Köln – Ob Horst Heldt und Alexander Wehrle wohl noch die Tageszeitungen aufschlagen? Die beiden Geschäftsführer des 1. FC Köln mussten in den vergangenen Tagen und Wochen viele Schlagzeilen über ihren Arbeitgeber lesen – und dürften sich angesichts der negativen Berichterstattung reichlich geärgert haben.

Neben der sportlichen Krise beim 1.FC Köln sorgt nun eine weitere Schlagzeile über angeblich erbetene Staatshilfen für Störgeräusche. Wollte der 1. FC Köln in seiner coronabedingt schwierigen Finanzlage den Staat anpumpen? Spekulationen um diese Frage stieß das Handelsblatt mit einem Artikel am 25. Januar an. Der 1. FC Köln widersprach derartigen Aussagen umgehend.

1. FC Köln dementiert, einen Antrag auf Staatshilfen in der Corona-Krise gestellt zu haben

Laut Handelsblatt soll der Verein beim Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) angefragt haben, welche Staatshilfen für ihn infrage kämen. Unter anderem soll es nach Informationen der Wirtschafts- und Finanzzeitung auch um eine Bürgschaft in Höhe von rund zehn Millionen Euro gegangen sein.

Der Bundesligist dementiert das ausdrücklich: „Weder der 1. FC Köln noch eine von ihm bevollmächtigte Person hat mit der Bundesregierung oder einem Vertreter des Wirtschaftsstabilisierungsfonds über eine eventuelle Staatshilfe gesprochen.“ Zwar habe sich der Verein generell mal mit dem WSF beschäftigt, aber nie einen Antrag gestellt.

1. FC Köln: Finanzchef Alexander Wehrle beziffert Verluste in der Coronakrise auf 40 Millionen Euro

Dass der 1. FC Köln sich – wie andere Bundesligisten auch – als großes Wirtschaftsunternehmen aufgrund eines geschätzten Umsatzverlustes von mindestens 40 Millionen Euro (für den Zeitraum der letzten und der laufenden Saison) mit Wirtschaftshilfen auseinandersetzt, verwundert derweil wenig.

Der FC Schalke 04 sowie der SV Werder Bremen sind bis dato die einzigen Bundesligisten, bei denen bislang Finanzhilfen aufgrund der Corona-Verluste bekannt wurden. Werder bekommt durch eine Landesbürgschaft einen Kredit in Höhe von 20 Millionen Euro. Die Knappen erhielten 2020 vom Finanzministerium des Landes NRW die Zusage für eine Landesbürgschaft, deren Volumen sogar noch größer ist.

1. FC Köln: Bundesligist benötigt keine staatlichen Finanzhilfen

Das Dementi des abstiegsbedrohten Effzeh, Staatshilfen in Erwägung zu ziehen oder gezogen zu haben, deutet daraufhin, dass der Verein trotz der immensen Verluste auf ebensolche nicht angewiesen ist. Dass hängt sicher auch damit zusammen, dass die Geißböcke derzeit einen Sparkurs fahren.

Im Wintertransferfenster gelang es Horst Heldt, mit Frederik Sörensen und Christian Clemens Spieler von der Gehaltsliste zu streichen. Mit der Leihe von Emmanuel Dennis steht dem, trotz der sportlich schwierigen Lage, nur ein Neuzugang entgegen. Der neue Stürmer soll dazu beitragen, dass die Schlagzeilen rund um den 1. FC Köln in naher Zukunft wieder positiv ausfallen – und die beiden Geschäftsführer Horst Heldt und Alexander Wehrle bald wieder mit Freude die Tageszeitungen aufschlagen können. (ps)

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