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1. FC Köln: Alexander Wehrle verlässt Verein am 12. März

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Von: Max Dworak

Alexander Wehrle winkt mit der rechten Hand.
„Mach et jot!“ Nach neun Jahren verlässt Alexander Wehrle den 1. FC Köln Richtung VfB Stuttgart. © Poolfoto/Imago

Der Abschied von FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle rückt immer näher. In knapp zwei Wochen wird der Schwabe endgültig durch Philipp Türoff ersetzt.

Köln – Bis zum 16. Januar 2013 arbeitete Alexander Wehrle als Assistenz der Geschäftsführung beim VfB Stuttgart. Einen Tag später kam er zum 1. FC Köln, um die Position des scheidenden Geschäftsführers Claus Horstmann auszufüllen. Seither sind neun Jahre vergangen, in denen der heute 47-Jährige die Interessen des Vereins vertrat und den Bundesligisten mit seinen Ideen vorantrieb. Am 12. März ist es an der Zeit, Abschied zu nehmen, um den Nachfolger Philipp Türoff aktiv werden zu lassen.

1. FC Köln: Verein vermeldet fixes Datum von Wehrle-Abtritt

In der offiziellen Pressemitteilung heißt es, der Fahrplan von Alexander Wehrle stehe fest. So läuft der Vertrag des Managers beim FC zwar noch bis zum 20. März, sein letzter Arbeitstag ist dennoch acht Tage zuvor. Die beiden finalen Amtshandlungen des Noch-Geschäftsführers sind, so der Klub weiter, die Teilnahme an der digitalen Vollversammlung der DFL am 8. März 2022, sowie eine Stimmvergabe am 11. März 2022 beim DFB-Bundestag.

Bereits Ende des vergangenen Jahres waren Stimmen laut geworden, Alexander Wehrle wolle sein Koffer packen und Köln Richtung Stuttgart verlassen. Im Dezember bestätigten die Verantwortlichen schließlich diese Meldung: „Alexander Wehrle hat uns frühzeitig darüber informiert und in seine Gedanken mit einbezogen, dass es den Ruf aus seiner Heimat gibt und dass er diesem trotz der engen Verbundenheit zum FC folgen möchte, weil ihn die Aufgabe als Vorstandsvorsitzender sehr reizt“, sagte FC-Präsident Werner Wolf damals zu den Plänen seines Kollegen. Auch Trainer Steffen Baumgart hoffte bis zuletzt, dass die Gerüchte sich nicht bewahrheiten würden: „Ich werde alles dransetzen, dass er bleibt.“ Letztlich sollte es bei einem Versuch bleiben.

Besonders viel Zuspruch innerhalb des Vereins erhielt Alexander Wehrle in den letzten zwei Jahren aufgrund seiner geradlinigen Vorgehensweise in Bezug auf Stadionbesuche. Der Funktionär hatte sich wiederholt dafür eingesetzt, dass zehntausende Zuschauer trotz der Corona-Pandemie (unter Einhaltung der 2G-Regeln) ins RheinEnergie-Stadion kommen durften.

Die Stelle des Vorstandsvorsitzenden beim VfB Stuttgart, die nun der scheidende FC-Finanzboss übernehmen wird, bekleidete kürzlich noch der ehemalige Fußballprofi Thomas Hitzlsperger.

Alexander Wehrle: „Es war mir eine Ehre, für den 1. FC Köln zu arbeiten“

In seinem Statement hatte der gebürtige Bietigheim-Bissinger ausschließlich Worte der Dankbarkeit für seinen baldigen Ex-Klub übrig: „Ich kann mit gutem Gewissen und dem Gefühl gehen, dass ich einen FC hinterlasse, der wirtschaftlich, strukturell und sportlich stabil aufgestellt ist. Es war mir eine Ehre, für den 1. FC Köln zu arbeiten und ich wünsche Mannschaft, Trainerteam, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Gremien sowie allen FC-Fans nur das Beste.“ Mit einem Augenzwinkern fügte er an: „[...] außer natürlich weitere Punkte gegen den VfB Stuttgart.“

Philipp Türoff wird ab dem 12. März 2022 zunächst die alleinige Verantwortung in der Geschäftsführung übernehmen. Anfang April wird die Geschäftsführung durch Christian Keller erweitert, der sich um den sportlichen Bereich kümmern wird. Mittelfristig soll zudem ein dritter Geschäftsführer die Führungsebene am Geißbockheim komplettieren, wie der 1. FC Köln schreibt. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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