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1. FC Köln: Die wichtigsten Erkenntnisse nach dem 1:1 gegen Borussia Dortmund

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Von: Max Dworak

Die Spieler des 1. FC Köln umarmen sich nach einem Tor.
Sebastian Andersson (Zweiter v. links) glich für den 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund aus. © Moritz Müller/Imago

Der 1. FC Köln erkämpfte sich ein verdientes 1:1 gegen Borussia Dortmund. Stürmer Sebastian Andersson konnte dabei seine monatelange Torflaute beenden.

Köln – Im ausverkauften RheinEnergie-Stadion absolvierte der 1. FC Köln trotz erheblicher Personalprobleme eine Partie auf Augenhöhe gegen Borussia Dortmund. Über 90 Minuten boten die Jungs von Steffen Baumgart dem Tabellenzweiten die Stirn und zeigten erneut eine mehr als lobenswerte Arbeitsmoral. Besonders für Sebastian Andersson könnte die Begegnung ein Weckruf gewesen sein.

1. FC Köln: Die 40-Punkte-Marke ist erreicht #1

Obwohl schon längst kein Thema mehr, steht die von Steffen Baumgart angestrebte 40-Punkte-Marke nun auch offiziell auf Papier. Mit nur vier Punkten Rückstand auf die internationalen Plätze und noch sieben Spieltagen auf dem Restplan dieser Saison ist in Sachen Europa noch längst nichts entschieden. Mit dem Unentschieden gegen den BVB könnte der FC parallel außerdem das Meisterschaftsrennen entschieden haben: Borussia Dortmund und Spitzenreiter Bayern München trennen aktuell sechs Zähler.

1. FC Köln: Jannes Horn mit bärenstarker Partie #2

Dass FC-Kapitän Jonas Hector das Spiel wegen Corona verpassen würde, war zweifelsohne eine bittere Nachricht für die Kölner. Noch vor wenigen Wochen bezeichnete Baumgart seinen Linksverteidiger als „wichtigsten Spieler“ des Vereins. Konkurrent Jannes Horn – der stattdessen die Position bekleidete – machte seine Aufgabe in Abwesenheit von Hector allerdings mehr als zufriedenstellend. Immer wieder probierte der 25-Jährige – dessen Vertrag im Sommer ausläuft – über seine Seite vorzupreschen, um in den Strafraum gefährliche Flanken zu schlagen. In der 36. Minute landete seine punktgenaue Hereingabe auf dem Kopf von Anthony Modeste, der wiederum auf Sebastian Andersson verlängerte. Als Belohnung durfte Horn sogar seine erste Partie über 90 Minuten in dieser Saison spielen.

1. FC Köln: Sebastian Andersson trifft wieder #3

Was musste er sich in letzter Zeit nicht alles anhören. Oft hat man das Gefühl, dass Sebastian Andersson beim 1. FC Köln auch nach etwa anderthalb Jahren nicht so richtig in die Gänge zu kommen scheint. Viele Fans monieren daher nicht selten seine ausbaufähige Chancenauswertung – das Vertrauen seines Trainers hat der Schwede dennoch seit Saisonbeginn. Nach elf Pflichtspielen ohne Bundesliga-Tor brach die Negativserie des Sorgenkindes ausgerechnet gegen Dortmund. Von Baumgart gab es für den Ehrgeiz entsprechendes Lob: „Seb Andersson hat eine gute Entwicklung gemacht. Er hat sich in Zusammenarbeit mit Tony heute belohnt.“ Mit drei Toren zählt Andersson nun mit Skhiri, Uth und Kainz zu den vier zweitbesten Knipsern der Mannschaft. Klar ist jedoch, dass beim Ex-Unioner nun weitere Treffer folgen müssen – ein Angreifer seiner Qualität hätte jedenfalls das Potenzial dazu.

1. FC Köln: Anthony Modeste glänzt als Vorlagengeber #4

Bei Anthony Modeste hakt es seit einigen Spieltagen vor dem gegnerischen Kasten. Auch gegen Dortmund wollte das 16. Saisontor nicht folgen, der Franzose traf zuletzt am 23. Spieltag im Duell mit Eintracht Frankfurt (1:0). Doch wenn er nicht selbst trifft, dann nutzt „Tony“ seine Lufthoheit eben in mannschaftsdienlicher Art und Weise. Das geniale Zuspiel von Modeste – der vor dem Ausgleich das entscheidende Kopfballduell mit Emre Can für sich entscheiden konnte – fand bekanntlich den Fuß seines Sturmpartners Andersson. Den letzten Assist lieferte der treffsicherste Kölner Stürmer übrigens am ersten Spieltag gegen Hertha BSC Berlin.

1. FC Köln: Salih Özcan gibt den Takt vor – auch ohne Ellyes Skhiri

Salih Özcan spielt aktuell die beste Saison seiner Profi-Karriere. Am Sechser – der vor Beginn der Spielzeit noch mit einem Wechsel liebäugelte – führt kein Weg mehr vorbei. Zeitweise hat man sogar das Gefühl, als hätte Özcan seinem Mittelfeld-Partner Ellyes Skhiri mittlerweile den Rang abgelaufen. So kam der deutsche Ex-U21-Nationalspieler gegen Dortmund zu seinem 21. Startelf-Einsatz in der laufenden Spielzeit. Abermals spielte der 24-Jährige eine überragende Partie, in welcher er aufgrund des Ausfalls von Skhiri als einziger Kölner das defensive Mittelfeld beackerte.

Baumgart sprach nach Abpfiff zum wiederholten Mal in höchsten Tönen von seinem Schützling: „Salih Özcan zeigt seit Wochen gute Leistungen. Bei ihm steht die Entscheidung ja noch aus, ob er für Deutschland oder die Türkei spielen will. Die Zeit sollten wir ihm geben. So wie er spielt, werden beide Nationen großes Interesse haben.“ (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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