1. 24RHEIN
  2. 1. FC Köln

1. FC Köln in angespannter Finanzlage – DFL veröffentlicht Kennzahlen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Robin Josten

Christian Keller und Steffen Baumgart schauen gemeinsam das Training am Geißbockheim.
Christian Keller und Steffen Baumgart beim Training am Geißbockheim. (Foto: 22.04.22) © IMAGO/Herbert Bucco

Die DFL Deutsche Fußball Liga hat die Finanzkennzahlen der vergangenen Saison veröffentlicht. Der 1. FC Köln schneidet im Ranking schlecht ab.

Köln – Am vergangenen Freitag (27. Mai) hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) Finanzkennzahlen zur Bundesliga-Saison 2021/22 veröffentlich. Der 1. FC Köln verbucht in diesem Ranking eine der höchsten Verluste. Hinter Borussia Dortmund, Hertha BSC Berlin und Aufsteiger FC Schalke 04 finden sich die Geißböcke auf dem viertschlechtesten Platz wieder. Insgesamt verzeichnen die Kölner einen Verlust von 18,6 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr wurde diese Summe aber bereits um circa 25 Prozent reduziert. In der Saison 2020/21 verbuchte der FC einen Verlust von 24,6 Millionen Euro.

1. FC Köln: Personaletat liegt im Bundesliga-Mittelfeld

Verlust in Millionen (2021/22)18,6 (Platz 15 in der Bundesliga)
Mannschaftsetat in Millionen76,3
Ausgaben für Spielerberater in Millionen5,8

Mit 76,3 Millionen Euro hat der von Steffen Baumgart trainierte 1. FC Köln einen sehr hohen Etat. Die direkten Europa-Konkurrenten hatten in der abgelaufenen Spielzeit einen wesentlich geringeren Etat – Union Berlin kam 2021/22 gerade einmal auf 40 Millionen Euro. Der neue Finanzchef Christian Keller sagte bei seinem Amtsantritt im April: „Es wird laut Planung der kleinste Etat für Lizenzspieler sein in den vergangenen Jahren, noch mal 20 Prozent reduziert. Wir brauchen kreative Lösungen. Man kann fertige und junge Spieler holen. Da habe ich eine ganz klare Idee, aber die will ich erst mal intern besprechen.“

1. FC Köln: Keller beschreibt FC als „Sanierungsfall“ – Geißbockheim in „beschämendem Zustand“

Nun hat der 43-Jährige die Finanzprobleme auch offen angesprochen. Die Zu- und Missstände am Geißbockheim benannte Keller als „Sanierungsfall“. Die Heimat von Anthony Modeste und Co. befinde sich in einem „beschämenden Zustand“. Aber anstatt über die Situation zu klagen, kündigte er Konsequenzen an. Gehälter für die Transferplanung der Profis, die Infrastruktur am Geißbockheim und die Geschäftsstelle werden in der Sommerpause in Angriff genommen. Demnach liegt beim FC wohl einiges im Argen, Keller machte aber auch klar, dass in der Umstrukturierung viel „Potential“ liege. (rj) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant