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1. FC Köln: Anthony Modeste spricht über FC-Zukunft – „Wir werden sehen“

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Von: Oliver Schmitz

Anthony Modeste im Zweikampf mit einem Gegenspieler vom FC Metz
FC-Leihspieler Anthony Modeste kam beim AS Saint-Étienne bereits zu seinem ersten Startelf-Einsatz. © IMAGO/PanoramiC

Nach seinen ersten Einsätzen in Frankreich äußert sich FC-Leihspieler Anthony Modeste erstmals zu seinem Wechsel, der aktuellen Situation und was im Sommer passieren könnte.

Köln/Saint-Étienne – Bereits über eine Woche ist es her, dass der 1. FC Köln den überraschenden Abgang von Mittelstürmer Anthony Modeste bekannt gab. Der 32-Jährige wurde in letzter Minute bis zum Saisonende an den französischen Erstligisten AS Saint-Étienne ausgeliehen.

Seit dem ist sowohl beim FC als auch bei Modeste bereits einiges passiert. Während die Kölner mit dem DFB-Pokal-Aus in Regensburg und dem Derby-Sieg in Mönchengladbach sportlich eine turbulente Woche erlebten, kam der Franzose bei seinem neuen Arbeitsgeber bereits in zwei Partien zum Einsatz.

1. FC Köln: Anthony Modeste spricht über seine Zukunft: „Ich weiß nichts“

Nun meldete sich Anthony Modeste seit seinem Wechsel erstmals selbst zu Wort. In einem Interview mit dem französischen Fanportal But! Sainté zeigte sich der Franzose sehr glücklich über den Schritt. „Ich war begeistert“, entgegnete Modeste auf die Frage wie er auf die Anfrage von AS Saint-Étienne reagiert habe. „Hier zu spielen erfüllt mich mit Stolz, denn wie jeder weiß, ist es der ehemalige Verein meines Vaters“, sagte er ergänzend.

Dementsprechend positiv fällt auch das erste Fazit von Modeste aus: „Alles ist gut. Es gab schnell ein Spiel, mit dem ich mich integrieren konnte. Ich fühle mich willkommen. Ehrlich gesagt bin ich beeindruckt, weil ich denke, dass das eine wirklich tolle Mannschaft ist.“

Alles andere als klar ist derweil die Zukunft des 32-Jährigen. Der Franzose äußerte sich selbst äußerst ungewiss über das, was im Sommer passieren könnte: „Wir werden sehen. Ich weiß nichts über meine Zukunft. Es gibt keine Kaufoption, ich weiß nicht, warum“. Doch der Fokus des Mittelstürmers liegt jetzt erstmal auf die Restsaison in Frankreich: „Ich weiß nur, dass ich sicherstellen werde, dass ich so viel wie möglich auf dem Platz stehe und Spaß mit meinen Teamkollegen habe.“

1. FC Köln: Modeste spricht über schwierige Situation in Köln – Saint-Étienne-Trainer lobt Neuzugang

Zu seiner bisherigen Saison beim 1. FC Köln äußerte sich Anthony Modeste derweil nur äußerst kurz: „In Köln war ich oft auf der Bank. Das ist nicht mein Ding“. Viel mehr wolle er sich nun auf das Positive konzentrieren. „Ich möchte wieder Freude finden“, sagte der Franzose abschließend. Vergangene Woche hatte bereits Markus Gisdol über die zuvor schwierige Situation des Franzosen in der Domstadt gesprochen.

Trotz der bisher kurzen Zeit im Team von AS Saint-Étienne zeigte sich auch Trainer Claude Puel von insgesamt zufrieden mit Modeste und lobte seine Qualitäten: „Anthony fehlt noch immer der Rhythmus, das ist aber normal. Aber auch, wenn er noch nicht in vollem Besitz seiner Kräfte ist, haben wir gesehen, was er uns mit dem Rücken zum Tor zum Aufbau unserer Offensive und auch vor dem Tor bringen kann.“

Anthony Modeste: FC-Abgang für alle Seiten positiv – Guter Start bei AS Saint-Étienne

Der Leih-Transfer von Anthony Modeste ist bisher tatsächlich eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Spätestens seit der Verpflichtung von Emmanuel Dennis gab es keinen Platz mehr beim 1. FC Köln. Somit sparen die Geißböcke durch eine Ablöse und Teilübernahme der Gehaltskosten wohl rund eine Millionen Euro für den Franzosen.

Für AS Saint-Étienne und Modeste selbst zeigte sich bereits, dass dem Mittelstürmer der Tapetenwechsel durchaus gut tat. So kam der Franzose in zwei Spielen schon 122 Minuten zum Einsatz und bot eine verhältnismäßig gute Leistung. Mit etwas mehr Glück hätte er auch bereits seinen ersten Treffer verzeichnen könne. Auf jeden Fall sammelte der Abstiegskandidaten in den beiden Partien vier wichtige Punkte in der französischen Ligue 1.

Es bleibt also spannend, wie das es im Sommer mit der Personalie Modeste weitergehen wird. Auch wenn es keine Kaufoption gibt, scheint ein FC-Verbleib aktuell keinen großen Sinn zu machen. Andererseits ist der Franzose noch bis 2023 mit einem gut bezahlten Vertrag an die Kölner gebunden, weshalb es sicher nicht leicht wird einen zahlungsfähigen Abnehmer zu finden. So oder so hängt die finale Entscheidung in erster Linie von den kommenden Leistungen des Mittelstürmers ab. (os)

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