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1. FC Köln: Keine Spielzeit für den Top-Verdiener – Was wird aus Anthony Modeste?

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Von: Peter Stroß

Anthony Modeste wartet auf einen Einsatz
Derzeit das gewohnte Bild: Anthony Modeste darf nur zuschauen. © imago images / Herbert Bucco

Beim 1. FC Köln herrscht Aufbruchsstimmung, doch einer schiebt Frust: Anthony Modeste ist unzufrieden. Doch Änderung ist nicht in Sicht.

Köln – Gut gelaunt, immer einen Spruch auf den Lippen und natürlich Tore am Fließband – so wurde Anthony Modeste beim 1. FC Köln zum Publikumsliebling. Doch diese Zeiten sind lange vorbei, Torgefahr und gute Laune versprüht der Franzose schon lange nicht mehr.

In dieser Saison stand der 32-Jährige aufgrund von Verletzungen und Trainingsrückstand erst 21 Minuten in der Bundesliga auf dem Rasen, auf ein Tor wartet er seit Anfang Juni. Viel zu wenig für die eigenen Ansprüche – und die seines Arbeitgebers. Besonders enttäuschend: Gegen Borussia Dortmund und den VfL Wolfsburg blieb Modeste ohne Einsatz – obwohl kaum Konkurrenz im Sturm herrschte.

Der Erfolg gibt Markus Gisdol allerdings recht, seine Entscheidung für Jan Thielmann und Ondrej Duda in der Offensive ist absolut nachvollziehbar. Anthony Modeste sieht das anders, der bullige Mittelstürmer zeigte trotz des so wichtigen Mannschaftserfolges keinerlei Emotionen nach den Spielen.

1. FC Köln: Jugendtrend und mannschaftliche Geschlossenheit sprechen gegen Anthony Modeste

Ein Top-Verdiener als Bankwärmer – wie lange soll das noch gut gehen? Sowohl Spieler als auch Verantwortliche dürften mit dieser Situation alles andere als zufrieden sein. Doch für Modeste, der seit seiner Rückkehr aus China den Nachweis seiner alten Leistungsfähigkeit schuldig blieb, stehen harte Zeiten an.

Die aktuelle Entwicklung spricht nicht dafür, dass Modeste bald ins Rampenlicht zurückkehrt. Sowohl die Entscheidung Gisdols auf junge Akteure zu setzen, als auch die mehrfache Hervorhebung der mannschaftlichen Geschlossenheit, die der Franzose mit seiner negativen Körpersprache zuletzt nicht wirklich vorlebte, lassen darauf schließen, dass Anthony Modeste weiter außen vor bleiben könnte.

Anthony Modeste: Abschied nur eine Frage der Zeit?

Neben Thielmann und Duda steht Modeste in der Gisdol-Hierarchie aktuell auch noch hinter Sebastian Andersson. Eine Zukunft als Ersatzspieler schmeckt dem ehemaligen U21-Nationalspieler Frankreichs offenbar gar nicht, ein Wechsel scheint angesichts des üppigen Gehalts von über drei Millionen Euro im Jahr und seines langfristigen Vertrages bis 2023 jedoch schwierig zu realisieren zu sein.

Sollte der 1. FC Köln einen Abnehmer finden, dürften sich wohl beide Seiten mit einem Abschied auseinandersetzen. Fürs Erste muss der Torjäger sich aber weiter in Geduld üben. (ps)

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