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1. FC Köln kann wieder Offensive: Das bedeuten die Big Points im Abstiegskampf

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Von: Oliver Schmitz

Marius Wolf jubelt nach seinem Tor zum 1:0.
Marius Wolf (links) glänzte beim Heimsieg des 1. FC Köln als doppelter Torschütze. © IMAGO/Uwe Kraft

Nach elf Monaten gewinnt der 1. FC Köln mal wieder ein Heimspiel und überzeugt gegen Arminia Bielefeld auch offensiv. Das bedeutet der 3:1-Sieg im Kellerduell.

Köln – Eine ereignisreiche Woche beim 1. FC Köln fand einen äußerst positiven Abschluss. Nach der deutlichen 0:3-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim wurde zuerst Sportchef Horst Heldt tätig und sorgte mit den Leihen von Emmanuel Dennis und Max Meyer für zwei verhältnismäßig spektakuläre Transfers. Nun folgte kurz danach ein unglaublich wichtiger Sieg im Abstiegskampf. Gegen Arminia Bielefeld gewinnt der FC mit 3:1 und entscheidet damit eine richtungsweisende Bundesliga-Partie für sich.

1. FC Köln bricht Heimfluch dank Doppelpacker Marius Wolf – Chancenverwertung deutlich gesteigert

Mit dem ersten Bundesliga-Heimsieg seit elf Monaten verabschiedet sich der 1. FC Köln vom Tabellenkeller und springt sogar direkt zwei Plätze nach vorne auf Position 14. Beim Spiel im heimischen RheinEnergie-Stadion machten die Geißböcke dabei im Prinzip genau das richtig, was eine Woche zuvor in Hoffenheim noch nicht gelingen wollte: Chancen in Tore zu verwandeln.

Wir haben uns heute Chancen erspielt und sie dieses Mal auch genutzt

Horst Heldt

Denn spielerisch machte man genau dort weiter, wo man gegen die TSG aufgehört hatte, nur war der FC damit diesmal auch erfolgreich. Allen voran Marius Wolf konnte mit seinen beiden Toren glänzen, aber auch Mittelfeldmotor Ellyes Skhiri überzeugte als doppelter Vorbereiter. Genauso wichtig war natürlich, dass diesmal auch defensiv wieder alles passte und keine großen Böcke unterliefen.

Und das alles auch ohne großes Zutun der beiden Neuzugänge Emmanuel Dennis und Max Meyer. Ersterer stand zwar gegen Bielefeld bereits in der Startelf, erlebte aber ein eher durchwachsenes Debüt. Immerhin fand sich Dennis in der zweiten Hälfte etwas besser ein und zeigte hin und wieder warum er dem 1. FC Köln in den kommenden Monaten sicherlich noch weiterhelfen wird. Meyer kam derweil erst in der Nachspielzeit auf ein paar erste Spielminuten im Dress der Geißböcke.

Nichtsdestotrotz war auch Horst Heldt im Anschluss der Meinung, dass vor allem die bessere Chancenverwertung gegen Bielefeld das Mittel zu Erfolg war: „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“, sagte Heldt gegenüber Pay-TV-Sender Sky und meint: „Wir haben uns heute Chancen erspielt und sie dieses Mal auch genutzt. Am Ende war es ein verdienter Sieg.“

1. FC Köln: Markus Gisdol rettet sich erneut in letzter Sekunde – Gute Ausgangslage für Restsaison

Mit dem bisher höchsten Saisonsieg rettet auch FC-Trainer Markus Gisdol wohl wieder für geraume Zeit seinen eigenen Job. Denn so langsam werden die Veränderungen und Trainingserfolge auch in den Pflichtspielen deutlich. Während die Geißböcke zuletzt entweder Punkte holten oder spielerisch überzeugten, gelang diesmal endlich beides. Macht man nun dort konsequent weiter und schafft es sogar die Neuzugänge gut zu integrieren, dann sind die Aussichten für die Restsaison nicht übel. Im Idealfall hätte der 1. FC Köln dann vielleicht auch nicht bis zum letzten Spieltag etwas mit dem Abstiegskampf zu tun.

Nun gilt es aber erst einmal den Blick auf einen vollgepackten Februar zu werfen. Nach dem vor allem finanziell wichtigen DFB-Pokal-Spiel gegen Jahn Regensburg folgen in der Bundesliga einige überaus fordernde Partien. Doch dank der nun guten Ausgangslage kann der Effzeh mit Mut und Selbstvertrauen gestärkt in die kommenden Begegnungen gehen und vielleicht ja den ein oder anderen Punkt gegen Top-Teams mitnehmen. (os)

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