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1. FC Köln: Alle Aufstiege und Abstiege im Überblick

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Von: Robin Josten

Marco Höger verpasst Andre Pawlak eine Bierdusche.
Marco Höger verpasst Andre Pawlak auf der Pressekonferenz nach dem Aufstieg 2019 eine Bierdusche. (Foto: 12.05.2019) © HORSTMUELLER GmbH via www.imago-images.de

Der 1. FC Köln musste in seiner Vereinshistorie schon einige Abstiege betrauern, fand aber immer wieder den Weg zurück in die 1. Bundesliga.

Köln – Von der ersten Bundesligasaison 1963/64 bis zur Saison 1997/98 spielte der 1. FC Köln immer im deutschen Fußballoberhaus. In dieser Zeit feierten die Geißböcke drei deutsche Meisterschaften und gewannen vier Mal den DFB-Pokal. Der sportliche Abstieg des Effzeh begann in den 1990ern. Neben dem erste Abstieg im Jahr 1998 geriet der Verein in dieser Dekade auch finanziell in Schwierigkeiten.

1. FC Köln: Erster Abstieg 1997/98

FC-Fans halten ein Transparent mit der Aufschrift „Wir kommen wieder“.
Zuversichtliche FC-Fans nach dem ersten Abstieg 1998. © imago sportfotodienst

In der Bundesliga-Saison 1997/98 kämpfte der 1. FC Köln vom Start weg um den Klassenerhalt. Aus den ersten acht Spielen holte Peter Neururer mit dem FC nur sieben Punkte und fand sich schnell im Abstiegskampf wieder. Nach einer Niederlage in Berlin wurde Neururer entlassen und Lorenz-Günther Köstner übernahm sein Amt. Er führte die Kölner zunächst ins gesicherte Mittelfeld. Dennoch hatte die Mannschaft aus Köln vor dem 30. Spieltag nur fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Da die Kölner in den letzten Spielen gegen den Karlsruhe SC, den TSV 1860 München, Schalke 04 und Bielfeld verlor, war der Abstieg vor dem letzten Spieltag gegen Bayer 04 Leverkusen so gut wie besiegelt. Der 1. FC Köln hätte sich mit einem hohen Sieg noch retten können, doch man trennte sich mit 2:2 von der Werkself und stieg zum ersten Mal in der Vereinshistorie in die zweite Liga ab.

1. FC Köln: Großer Umbruch und Wiederaufstieg 1999/2000

Nach dem Abstieg gab es einen großen Umbruch beim 1. FC Köln. 16 Spieler verließen die Geißböcke, neun Spieler kamen neu hinzu. Mit Bernd Schuster kam zudem ein neuer Trainer in die Domstadt. Allerdings schaffte er den direkten Wiederaufstieg mit den Kölner nicht und wurde in der Folgesaison von Ewald Lienen beerbt. In der Saison 1999/2000 zeigte der FC ein komplett anderes Gesicht, dominierte die Liga und kehrte als Zweitliga-Meister souverän in die Bundesliga zurück.

Der 1. FC Köln wird zur Fahrstuhlmannschaft

Im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg präsentierte sich der 1. FC Köln gut und beendete die Saison 2000/01 im gesicherten Mittelfeld auf dem 10. Platz. In der darauffolgenden Saison verpflichteten die Kölner Marco Reich und Lilian Laslandes, die sich als Fehleinkäufe entpuppen sollten. Von Beginn an stand der FC im Tabellenkeller und auch die Trainerwechsel zu Christoph John und Friedhelm Funkel retteten den FC nicht. Der zweite Abstieg war besiegelt.

Friedhelm Funkel konnte den FC zwar nicht retten, führte die Kölner aber in der Folgesaison direkt wieder in die Bundesliga zurück. Die Zweitliga-Meisterschaft gab man jedoch am vorletzten Spieltag an den SC Freiburg ab. Zurück in der Bundesliga spielten die Geißböcke in der Saison 2003/2004 eine der schlechtesten Runden der Vereinshistorie. Mit nur 23 Punkten stieg der FC sang und klanglos als Tabellenletzter wieder ab.

Erneut schüttelten sich die Kölner und gingen mit einigen hoffnungsvollen Jungspielern wie Lukas Podolski und Lukas Sinkiewicz in die Zweitligasaison 2004/05. In dieser Saison (Januar 2004) zog der 1. FC Köln ins RheinEnergie-Stadion um und musste mit diesem Stadion fast zwangsweise zurück in die erste Bundesliga. Das gelang der Mannschaft um Top-Torjäger Lukas Podolski, der in dieser Saison 24 Tore erzielte, mit Bravour. Mit 67 Punkten stieg wurde der FC Zweitliga-Meister und stieg wieder in die Bundesliga auf. Die Euphorie in der Domstadt hielt allerdings nicht lange, denn die Kölner starteten erneut schwach in die Bundesliga-Saison 2005/06. In der kompletten Hinrunde holte man lediglich 12 Punkte. Im Winter wurde Trainer Uwe Rapolder entlassen und der sportliche Leiter Andreas Rettig trat zurück. Doch auch die neue Kombination aus Michael Meier und Hanspeter Latour konnte den Abstieg trotz solider Rückrunde nicht verhindern.

1. FC Köln: Harte Jahre in der 2. Bundesliga

Wieder gab es beim 1. FC Köln eine großen Umbruch. Lukas Podolski wechselte für zehn Millionen Euro zum FC Bayern München. Neben der FC-Ikone verließen weiterer 17 Spieler den Verein und 14 Neuverpflichtungen wurden getätigt. Einer dieser Transfers war Milivoje Novkovic, der in 176 Pflichtspielen 82 Treffer für die Geißböcke erzielen sollte.

Allerdings tat sich die neu formierte Mannschaft in der zweiten Liga schwer und schaffte den direkten Wiederaufstieg nicht. Man beendete die Saison 2006/07 auf dem neunten Platz. Nach diesem schwierigen Jahr in der 2. Bundesliga ging die Mannschaft mit Christoph Daum, der bereits die Hälfte der vorherigen Saison beim FC unter Vertrag stand, mit einigen Wunsch-Neuverpflichtungen Daums wie Kevin McKenna, Youssef Mohamad, Faryd Mondragon oder Ümit Özat wieder auf die Mission Aufstieg. Trotz einer sehr holprigen Saison gelang der Aufstieg am Ende mit 60 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz.

2008-2011: 1. FC Köln etabliert sich wieder in der 1. Liga – erneuter Abstieg 2012

Drei Jahre lang (2008-2011) spielte der 1. FC Köln in der ersten Liga und schaffte es sich aus Abstiegssorgen rauszuhalten. Erst in der Saison 2011/12 mussten die Domstädter erneut in die Zweitklassigkeit. Vor der Spielzeit ließ man namenhafte Profis wie Fabrice Ehret und Youssef Mohamad ziehen ohne für adäquaten Ersatz auf diesen Positionen zu sorgen. Auch Lukas Podolskis 18 Tore konnten den erneuten Gang in Liga Zwei nicht mehr verhindern. Die Südkurve wurde nach dem 34. Spieltag dieser Saison in schwarzen Bengalo-Rauch gehüllt – ein Anblick, an den sich viele FC-Fans auch heute noch mit Schmerzen erinnern.

Wie schon beim Abstieg 2006 schafften die Kölner den direkten Aufstieg 2012/13 nicht. Erst in der Saison 2013/14 konnte man mit 68 Punkten den Aufstieg und die Zweitliga-Meisterschaft feiern. Erneut etablierte sich der 1. FC Köln in Liga eins und konnte in der Saison 2016/17 nach 25 Jahren endlich wieder den Einzug in den Europapokal feiern.

1. FC Köln: Europapokalsaison 2017/2018 wird zur Abstiegssaison

Die Euphorie in der Domstadt zur Saison 2017/18 war riesig. Spiele gegen Arsenal, Belgrad und co ließen bei den FC-Fans die Emotionen alter erfolgreicher Tage wieder hochkommen, doch die Welle der Glückseligkeit sollte vergehen. Während man in der Europa-League gute Leistungen zeigte, konnte die Mannschaft von Peter Stöger in der Bundesliga fast keine Punkte holen. Am Ende einer desolaten Saison musste sich der FC mit 22 Punkten und der schlechten Bundesligasaison der FC-Geschichte bis dato zum letzten Mal in die zweite Liga verabschieden.

Saison 2018/19: Direkter Wiederaufstieg des 1. FC Köln als Zweitliga-Meister

Florian Kainz streckt die Zweitliga-Meisterschale in die Luft.
Florian Kainz streckt die Zweitliga-Meisterschale in die Luft. (Foto: 12.05.2019) © HORSTMUELLER GmbH / Imago

2018/19 ging der FC in die neunte und bis heute letzte Zweitligasaison. Wichtige Stammspieler wie Timo Horn und Jonas Hector blieben nach dem Abstieg trotz lukrativer Angebote anderer Vereine dem 1. FC Köln treu und waren wichtige Bausteine beim direkten Wiederaufstieg. Dazu kamen mit Louis Schaub, Rafael Czichos und Domick Drexler namenhafte Neueinkäufe. Zudem wurden im Laufe der Saison Anthony Modeste, Johannes Geis und Florian Kainz verpflichtet. Nach der Entlassung von Impfpass-Fälscher Markus Anfang kurz vor Saisonschluss stieg der FC als Zweitliga-Meister in die Fußball-Bundesliga auf, wo er bis heute spielt. (rj) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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