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Ziele zum Greifen nah: Das macht der 1. FC Köln besser als in der Vorsaison

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Von: Max Dworak

Steffen Baumgart jubelt mit ausgestreckten Armen, Markus Gisdol sitzt ratlos auf der Trainerbank.
Steffen Baumgart (links) hätte sich seine erste Saison beim 1. FC Köln wohl kaum besser vorstellen können. Unter Markus Gisdol (rechts) drohte letztes Jahr noch der Abstieg. © osnapix/ActionPictures/Imago

Der 1. FC Köln muss in der Bundesliga noch sechs Mal ran, ehe die Saison vorüber ist. Im Vorjahresvergleich wird deutlich, wie gut es unter Baumgart läuft.

Köln – „Wenn man sieht, wie die vergangene Saison gelaufen ist, läuft es aktuell top“, sagte Torhüter Marvin Schwäbe im Hinblick auf den bisherigen Saisonverlauf. Der 1. FC Köln spielt die sowohl fußballerisch als auch zahlentechnisch beste Saison seit der Europa-Saison 2016/17 und verzaubert das RheinEnergie-Stadion mit einer lange nicht da gewesenen Arbeitsmoral auf dem Platz. Auch die Zahlen – besonders im Vergleich zur letzten Saison – untermauern diese Annahme.

1. FC Köln: Steffen Baumgart droht kein Rausschmiss

Die Vorsaison war eine Liga-Periode zum Vergessen: Nahezu über die gesamte Dauer kämpften die Domstädter unter Ex-Trainer Markus Gisdol um den Abstieg, ehe zum Saisonfinale Friedhelm Funkel als Retter auserkoren wurde. An dieser Stelle sei der voreilige Schluss erlaubt, dass Steffen Baumgart den Verein garantiert auch in der nächsten Spielzeit 2022/23 trainieren wird. Zuletzt schenkte man Peter Stöger im Jahr 2016/17 das Vertrauen, die Mannschaft über 34 Spieltage zu betreuen. Von 2017/18 bis einschließlich 2020/21 hatten die Geißböcke in jeder Liga-Periode einen Trainerwechsel.

1. FC Köln: Einstelliger Tabellenplatz und Klassenerhalt (fast) fix

Im letzten Jahr befand sich der FC nach 34 Spielen auf dem Relegationsplatz und hatte nur 33 Punkte auf dem Konto. Unter Steffen Baumgart sind es bereits sechs Spiele vor Ende 40 Zähler. Zudem ist der Klassenerhalt im Grunde beschlossene Sache: Hertha BSC Berlin (17. Platz) und Arminia Bielefeld (16. Platz) haben momentan 26 Zähler, der VfB Stuttgart (15. Platz) hat 27 Punkte. In den verbliebenen sechs Spieltagen könnten alle Teams maximal 18 Punkte hinzugewinnen und somit rein rechnerisch noch auf 44, respektive 45 Punkte kommen.

In der Theorie würden die Keller-Teams den FC damit überholen, sollten die Kölner parallel einen katastrophalen Endspurt hinlegen: Ein utopisches Szenario, das wohl einzig auf dem Papier denkbar ist.

Derweil verweilen die Rheinländer auf dem achten Tabellenplatz und kämpfen somit darum, erstmals seit 2016/17 wieder einstellig abzuschließen. Zum Vergleich: Von 2017/18 bis einschließlich 2020/21 war das beste Saisonergebnis in der 1. Bundesliga der 14. Rang im Jahr 2019/20.

1. FC Köln: Zweistelliger Torschütze im Kader und besseres Torverhältnis

Anthony Modeste ist wohl neben Salih Özcan einer der Erfolgsgaranten unter Steffen Baumgart. Der Franzose hat bereits 15 Tore geschossen und übertrifft mit diesem individuellen Wert bereits jetzt den treffsichersten Vorjahres-Schützen Ondrej Duda (sieben Tore nach 34 Spielen) um ganze acht Treffer. Modeste jagt überdies eine ganz besondere Liga-Bestmarke: Sollte Kölns Lebensversicherung noch drei Mal per Kopf einnetzen, wäre er alleiniger Rekordhalter in der Kategorie „meiste Kopfballtore in einer Bundesliga-Spielzeit“.

Zudem lassen die Rheinländer es auch insgesamt häufiger als noch im letzten Jahr krachen: Nach 34 Spieltagen hatten die glücklosen Kölner ein Torverhältnis von 34:60 (zweitschlechtester Liga-Wert), aktuell beziffert es sich auf 38:41. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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