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1. FC Köln: Video zeigt, wie Baumgart vor TV ausrastet - „musste irgendjemand anbrüllen“

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Von: Robin Josten

Steffen Baumgart steht vor seinem Fernseher und guckt das Spiel seines 1. FC Köln gegen Freiburg.
Baumgart brüllt seine Jungs vor dem Fernseher an. © emiliamillie / TikTok

Steffen Baumgart konnte wegen Corona das Spiel gegen Freiburg nicht an der Seitenlinie coachen. Seine Emotionen ließ er vor dem eigenen Fernseher raus, wie ein Video zeigt

Köln – Was ein geniales Video! Die Tochter von Steffen Baumgart veröffentlichte nach dem Sieg des 1. FC Köln gegen den SC Freiburg ein Video, indem der FC-Cheftrainer während des Spiels durchs Wohnzimmer tigert und den Fernseher anbrüllt. „Ich muss irgendjemanden anbrüllen“, schrie Baumgart über das Handy einem Assistenten im Stadion zu. „Die sollen nach vorne spielen, auch wenn sie drei Stück bekommen“, fügte er hinzu. Außerdem rief er durch den Fernseher einem Freiburger zu, endlich aufzustehen: „Komm hoch mit deinem Arsch. Jedes Mal heulst du rum.“

Gut für Baumgart: Im Gegensatz zum RheinEnergie-Stadion hatte der 50-Jährige im eigenen Heim keine Coachingzone und konnte sich so im kompletten Wohnzimmer austoben. Außerdem musste er nicht bis zum bitteren Ende zittern, da die Sky-Übertragung rund eine Minute verzögert war. „Er hatte eine Zeitverzögerung von etwa 50 Sekunden. Deshalb stand er in der letzten Minute in Funkkontakt zu unseren Leuten. Als die Nachricht vom Abpfiff kam, konnte er wenigstens die letzten 50 Sekunden entspannt gucken. Das haben wir ihm alle gegönnt“, verriet Sportchef Jörg jakobs.

1. FC Köln: Emotionale Ausbrüche für Baumgart „nichts Besonderes“

„Ich war genauso laut wie immer. Ich hoffe, die Nachbarn beschweren sich nicht“, so Baumgart gegenüber der Bild. Er vermute aber, dass die meisten seiner Nachbarn ohnehin FC-Fans sind. Er sei halt „nicht der Typ, der still auf dem Sofa sitzt, wenn es um die Jungs geht.“ Andre Pawlak, der den coronaerkrankten Baumgart auf der Trainerposition vertrat, versuchte in Phasen des Spiels so emotional wie Baumgart die Spieler anzupeitschen. Man merkte aber relativ schnell, dass der eigentliche Co-Trainer nicht der Typ für lautstarke Ansagen ist. „Meine Stimme ist schon ein bisschen weg“, so Pawlak auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Auch für die Spieler war es mit Pawlak an der Seitenlinie anders. Ein Problem sei das Fehlen von Baumgart aber nicht gewesen. „Es war ein bisschen besonders. Aber am Ende wissen wir, was wir machen müssen“, sagte Torjäger Anthony Modeste. Jan Thielmann, der den Treffer des Abends sehenswert vorbereitete, fügte hinzu: „Er gibt noch mal das eine oder andere Motivationsquäntchen. Aber das haben wir heute gar nicht gebraucht.“ (rj) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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