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1. FC Köln: Ist das Steffen Baumgarts erste Elf? Duell um zwei Positionen

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Von: Max Dworak

Steffen Baumgart tüftelt weiter an der besten Elf beim 1. FC Köln.
Steffen Baumgart tüftelt weiter an der besten Elf beim 1. FC Köln. © Picture Point LE/Imago

Der 1. FC Köln bastelt weiter an der idealen Besetzung für die Startelf. Nach fünf Spieltagen lassen sich erste Schlüsse ziehen, zu wessen Gunsten das Pendel ausschlägt.

Köln – Nach dem 2:1-Sieg gegen den VfL Bochum am dritten Spieltag der Bundesliga-Saison 2021/22 sagte ein zufriedener Steffen Baumgart nachdrücklich: „Es gibt nicht nur die erste Elf. Es gibt alle Spieler.“ – So weit, so gut. Dennoch stellt sich vielen Fans des 1. FC Köln die Frage, wer denn auf lange Sicht zur ersten Garde zählt. Während der Großteil der Stammplätze vergeben ist, hat sich der Coach auf einigen Positionen noch nicht festgelegt.

1. FC Köln: Diese Spieler sind aus der Start-Formation nicht wegzudenken

Ein Grundgerüst hat der neue Übungsleiter bereits für sein bevorzugtes 4-4-2-Rautensystem – das ist unverkennbar. Torwart Timo Horn, der in seine zehnte Saison als Nummer eins geht, ist unter Baumgart gesetzt. Jonas Hector, Ex-Nationalspieler und seit nunmehr drei Jahren Kapitän der Geißböcke, ist in der Abwehrreihe hinten links ebenfalls unverzichtbar. Auch an Innenverteidiger Rafael Czichos und Flanken-Spezialist Benno Schmitz – der Kingsley Ehizibue auf der rechten Abwehrseite den Rang abgelaufen hat – führt aktuell kein Weg dran vorbei.

Im linken Mittelfeld wird Florian Kainz, der gegen Leipzig gesperrt fehlte, seinen Startelf-Platz sicher haben, auf der Sechser-Position ist der europaweit gefragte Ellyes Skhiri unumstritten. Auf der rechten Seite muss sich Dejan Ljubicic – besser bekannt als der „Anläufer vor dem Herrn“ – keine Sorgen um Einsatzzeit machen. Sehr zum Leidwesen von Jan Thielmann. Der 19-Jährige durfte in der aktuellen Spielzeit bereits drei Mal von Beginn an ran. Auch wieder gegen Leipzig am vergangenen Wochenende, allerdings nur als Ersatz für den gelb-rot gesperrten Florian Kainz.

Im Angriff läuft derweil vieles auf den Doppelsturm aus Mark Uth und dem französischen Top-Knipser Anthony Modeste hinaus: Bereits in drei Liga-Spielen dieser Saison ließ Baumgart die beiden gemeinsam in vorderster Front auflaufen. Aus gutem Grund, wenn man bedenkt, dass die Domstädter in dieser Konstellation fünf Treffer – ein Tor von Uth, vier von Modeste – erzielen konnten.

1. FC Köln: Drei Bewerber für den offenen Platz in der Innenverteidigung

Klammert man nun die genannten neun Spieler aus, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Einsatz in der ersten Elf sichern haben, sind noch zwei Positionen in Baumgarts Dream-Team offen: Neben Rafael Czichos bewerben sich mit Jorge Meré, Luca Kilian und Timo Hübers gleich drei Kicker um den Platz neben Kölns Nummer 5 in der Innenverteidigung. Wer dort aktuell die besten Karten hat, ist schwer vorherzusagen.

Zu Beginn der Saison standen die Sterne für den Ex-Hannoveraner Hübers am besten, da dieser aber die vergangenen vier Liga-Spiele aufgrund von Verletzungen verpasste, rückte der Spanier Meré nach. Luca Kilian, Neuzugang aus Mainz, durfte gegen RB Leipzig das erste Mal von Anfang an ran und machte seine Sache – mit Ausnahme des Stellungsfehlers vor dem Gegentreffer durch Amadou Haidara – ziemlich gut.

Mehrere Möglichkeiten in der Schaltzentrale des FC

Offen ist ebenfalls noch die Frage, wer sich letztlich auf der Position des Spielmachers durchsetzen wird. Mit Ondrej Duda hat man einen Techniker erster Güte in den Reihen, der sich nach seinem letzten Auftritt gegen RB Leipzig auf dem aufsteigenden Ast befindet. Hier wird der Trainer abwarten müssen, ob die Leistungskurve des Slowaken konstant bleibt. Mit dem offensiven Mittelfeldspieler Louis Schaub lauert ein ernst zu nehmender Konkurrent, der – im Gegensatz zu Duda – bereits einen Saison-Treffer vorweisen kann.

1. FC Köln: Salih Özcan nicht gesetzt, aber immer im Blickfeld

Etwas hinten dran ist derweil U21-Europameister Salih Özcan, der im zentralen Mittelfeld zuhause ist. Erst im Sommer hatte Steffen Baumgart Özcan davon überzeugt, seinen Vertrag beim 1. FC Köln bis 2023 zu verlängern. Dennoch kam er zuletzt nicht wie erhofft zum Zuge. In fünf Bundesliga-Partien stand das Eigengewächs nur einmal in der Startelf und wurde dreimal eingewechselt. Insgesamt 93 Bundesliga-Minuten stehen zu Buche. Ein Stammplatz ist in weite Ferne gerückt. Dennoch ist Özcan bei Steffen Baumgart immer im Blickfeld: „Ich wollte ihn ja nicht umsonst hierbehalten“, sagte der Trainer. „Salih kennt den Club, ist Kölner durch und durch und ist damit ein Spieler, der natürlich auch spielen soll – ohne dass er deshalb gleich gesetzt ist.“

FC-Youngster wie Ostrák und Lemperle müssen kämpfen

Schaut man sich die Namen der gesetzten FC-Profis an, wird schnell deutlich, dass sich Youngster wie Tomáš Ostrák und Tim Lemperle bis auf weiteres hinten anstellen müssen. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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