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Zehn Fakten zum Duell 1. FC Köln – Bayer Leverkusen

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Von: Andreas Ohlberger

Kopfballduell zwischen Patrik Schick (Leverkusen, l.) und Jonas Hector (1. FC Köln) am 29. Spieltag der Bundesliga-Saison 2020/21 in der Bayarena.
In den Duellen zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen geht es intensiv zur Sache. So wie hier im Kopfballduell zwischen Patrik Schick (Leverkusen, l.) und Jonas Hector (1. FC Köln). © Herbert Bucco/Imago

Am 24. Oktober treffen der 1. FC Köln und Bayer Leverkusen zum 67. Mal in der Bundesliga aufeinander. Schauplatz des Nachbarschaftsduells ist das RheinEnergie-Stadion.

Köln - Am 9. Spieltag der Fußball Bundesliga trifft der 1. FC Köln am Sonntag, den 24. Oktober auf Bayer Leverkusen. Im Vorfeld der Partie gegen den ungeliebten Rivalen von der anderen Rheinseite, sind die Rollen klar verteilt. Jedoch haben Anhänger der Werkself – trotz der positiven Bilanz – schlechte Erinnerungen an das RheinEnergie-Stadion.

#1: 1. FC Köln – Bayer Leverkusen: Bilanz nach Zahlen

Die nackten Zahlen lassen für das Aufeinandertreffen der rheinischen Rivalen nichts Gutes erwarten. Von bislang 66 Bundesligaspielen gegen Bayer Leverkusen konnte der 1. FC Köln nur 16 gewinnen. 24 Mal trennte man sich unentschieden, in 26 Begegnungen behielt die Werkself die Oberhand.

#2: Erstes Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel endete torlos

Das erste Pflichtspiel-Duell beider Mannschaften fand, in grauer Bundesliga-Vorzeit, am 14. Oktober 1962 statt. Damals trennten sich der 1. FC Köln und Bayer Leverkusen am 9. Spieltag der Oberliga West unentschieden 0:0.

#3: zweimal 4:0 – die höchsten FC-Siege gegen Bayer Leverkusen

Die höchsten Erfolge des 1. FC Köln gegen die Werkself datieren aus den Jahren 1980 und 1997. Beide Male gewannen die Geißböcke mit 4:0. 1980 hießen die Torschützen Gerd Strack, Herbert Neumann, Dieter Müller und Holger Willmer. 1997 erzielte Toni Polster einen Dreierpack, das vierte Tor steuerte Janusz Dziwior bei. Gutes Omen für Sonntag: Beide Spiele fanden im Müngersdorfer Stadion statt.

Mehr als vier Tore erzielte der FC gegen die Werkself nur einmal, beim 5:2-Erfolg 1982. Torschützen für den FC damals: Tony Woodcock (3), Rainer Bonhof und Gerd Strack. Arne Ökland und Jürgen Gelsdorf erzielten die Leverkusener Ehrentreffer.

#4: FC-Niederlagen mit vier Toren Unterschied

Ein 4:0 bzw. 0:4 war – ebenfalls bereits zweimal – die höchste Niederlage des FC gegen Bayer 04. Die Niederlagen datieren aus den Jahren 1997 und 2020. Zum Karnevalsauftakt am „Elften im Elften“ 1997 in Leverkusen und am 16. Dezember 2020 im RheinEnergie-Stadion hieß es beide Male 0:4 aus Sicht des 1. FC Köln. Ebenfalls mit vier Toren Unterschied verloren die Domstädter das Auswärtsspiel in Leverkusen am 29. November 2014. Damals hieß es am Ende 1:5 aus Sicht des FC.

#5: das torreichste Duell der beiden Rivalen kannte keinen Sieger

Am 32. Spieltag der Saison 1984/85 trennten sich die rheinischen Rivalen in Leverkusen 4:4. Acht Tore, vier auf beiden Seiten – torreicher endete das kleine Derby in der Bundesliga bisher noch nie. Für den 1. FC Köln trafen Pierre Littbarski (2), Manfred Lefkes und der heutige Leverkusener Teammanager Hans-Peter Lehnhoff. Die Leverkusener Torschützen waren Christian Schreier, Dirk Schlegl und Herbert Waas (2).

#6: die Top-Torjäger und -Scorer im kleinen Derby

Bester Torschütze des 1. FC Köln im kleinen Derby gegen Leverkusen ist Klaus Allofs. Insgesamt 6 Treffer erzielte Allofs gegen die Werkself. Mit sechs Punkten führt Allofs auch die Scorer-Wertung an. Punktgleich mit Milivoje Novakovic, der drei Tore und drei Vorlagen gegen die Elf vom Bayer-Kreuz vorweisen kann. Bester Bayer-Torschütze gegen den 1. FC Köln ist Ulf Kirsten. Der ehemalige Nationalstürmer traf insgesamt zwölf Mal in der Bundesliga für Bayer 04 gegen den FC.

Klaus Allofs (1. FC Köln, li.) gegen Jürgen Röber (M.) und Torwart Uwe Greiner (beide Bayer 04 Leverkusen)
Kein Spieler des 1. FC Köln traf öfter gegen Bayer 04 Leverkusen als Klaus Allofs (2. v. l.). © IMAGO / Pfeil

#7: 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen im Marktwert-Vergleich

Das Statistik-Portal transfermarkt.de beziffert den Kader des 1. FC Köln mit einem Gesamtmarktwert von 81,46 Mio. Euro. Wertvollster Spieler im FC-Kader ist der Tunesier Ellyes Skhiri, dessen Marktwert mit 13 Millionen Euro angegeben wird. Den Wert des Kaders von Bayer Leverkusen taxiert transfermarkt.de indes mit 386,75 Millionen Euro. Wertvollster Spieler ist aktuell der beim FC ausgebildete deutsche Nationalspieler Florian Wirtz. Dem 18-Jährigen hängte transfermarkt.de ein Preisschild mit dem Marktwert von 65,00 Millionen Euro um.

#8: Diese Spieler standen im Derby für FC und Bayer 04 auf dem Platz

Spielmacher Bernd Schuster führt den Ball, links 1980 im Trikot des 1. FC Köln und am Ende seiner Karriere 1994 im Dress von Bayer 04 Leverkusen.
Wanderer zwischen den Fußball-Welten: Bernd Schuster im Trikot des 1. FC Köln im Juli 1980 und im Dress der Werkself 1994. © IMAGO / Sven Simon / Kosecki
Spielerfür den 1. FC Kölnfür Bayer 04 Leverkusen
Hanno Balitsch2001/022003/04
Falko Götzzuletzt 1991/92zuletzt 1987/88
Patrick Helmes2005/06zuletzt 2010/2011
Stefan Kohn1993/941986/87
Hans-Peter Lehnhoffzuletzt 1986/87zuletzt 1997/98
Dirk Lottnerzuletzt 2001/02zuletzt 1997/98
Markus Münch1997/98zuletzt 1995/96
Bernd Schusterzuletzt 1980/81zuletzt 1995/96
Lukas Sinkiewiczzuletzt 2005/062008/09
Andriy Voronin2003/042005/06
Tomasz Zdebel1996/972008/09
Boris Zivkovic2005/06zuletzt 2001/02

Patrick Helmes und Dirk Lottner erzielten sowohl für den 1. FC Köln, als auch für Bayer Leverkusen ein Tor im direkten Duell der beiden Mannschaften.

#9: Die bittersten Derby-Pillen für Bayer 04

Die beiden Derbysiege des 1. FC Köln 1997 und 2011 liegen Fans von Bayer 04 Leverkusen bis heute schwer im Magen. Denn beide Male beendete der FC damit die Leverkusener Meisterschaftsträume.

Bevor der FC 1997 am 33. Spieltag mit 4:0 gewinnt, liegt Leverkusen nur einen Punkt hinter dem FC Bayern München in der Bundesliga-Tabelle. Nach dem Spiel senden die Bayern, die gerade den VfB Stuttgart 4:2 besiegt hatten, als frischgebackener Meister Dankesbotschaften nach Köln. Kuriosum am Rande: Bei der Meisterfeier auf dem Münchner Rathausbalkon enthüllte Mario Basler als Dankeschön ein großes Toni-Polster-Poster. Der Österreicher in Diensten des FC hatte gegen Leverkusen drei Tore erzielt und die Münchner somit vorzeitig zur Meisterschaft geschossen.

Auch 2011 war Leverkusen noch in Schlagdistanz zu Tabellenführer Borussia Dortmund, als man am 32. Spieltag im RheinEnergie-Stadion antrat. Wieder ist es ein Kölner Stürmer, der an diesem Tag zum Matchwinner wird. Am Ende gewinnt der 1. FC Köln durch zwei Tore von Milivoje Novakovic mit 2:0 und macht damit Borussia Dortmund vorzeitig zum Deutschen Meister.

#10 Kuriose Derby-Geschichte: Toni Polster und die Bläck Fööss

Im Sommer 1993 hatte der 1. FC Köln gerade den österreichischen Torjäger Toni Polster verpflichtet. Als es am 6. Spieltag der Bundesliga-Saison nach Leverkusen ging, hatte dieser am Spieltag zuvor gegen den SC Freiburg gerade seinen ersten von insgesamt 16 Doppelpacks für den FC geschnürt. In Leverkusen verliert der 1. FC Köln mit 2:1. Obendrein fliegt Toni Polster nach einem Foul an Leverkusen-Star Paulo Sergio in der 83. Minute mit Rot vom Platz und wird für neun Wochen gesperrt.

Der 1. FC Köln legt gegen das Urteil Berufung ein. FC-Geschäftsführer Wolfgang Schänzler reist zur Berufungsverhandlung nach Frankfurt. Im Gepäck: ein Videomitschnitt der Partie von Sat.1 „ran“. Glaubt er jedenfalls. Stattdessen erscheinen auf dem Fernsehschirm im Gerichtssaal Videos von Auftritten der Bläck Fööss und King Size Dick. Die Spielsperre für Polster wird trotzdem von acht auf fünf Wochen reduziert. (ao) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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