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FC-Niederlage in München: Erwartbar, dennoch enttäuschend – was nun getan werden kann

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Von: Oliver Schmitz

Beim FC Bayern München kassiert der 1. FC Köln die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge. Trotz des deutlichen Ergebnisses, gab es Chancen. Das sind die Lehren aus der Pleite.

Köln/München – Trotz vieler Hoffnungen vorab, war es am Ende dann doch deutlich. Der 1. FC Köln verlor mit 1:5 gegen den FC Bayern München, womit sich der Negativtrend in der Bundesliga somit weiter fortsetzt. Auch wenn die Niederlage grundsätzlich zu erwarten war, fiel aufgrund des Spielverlaufs vor allem das Ergebnis dann doch etwas enttäuschend aus. Immerhin kann die Mannschaft von Markus Gisdol daraus nun auch einige, womöglich hilfreiche, Erkenntnisse mitnehmen.

1. FC Köln war Bayerns Qualität nicht gewachsen – Probleme beim FC bleiben gleich

Gleich vorweg muss man natürlich festhalten, dass der Sieg der Bayern letztlich natürlich verdient war. Der amtierende Champions League-Sieger präsentierte sich in den entscheidenden Situationen hellwach und verfügt über eine unglaubliche Qualität und Effizienz. Jedoch leistete sich der Tabellenerste auch eine Schwächephase, welche der 1. FC Köln zu wenig ausnutzen konnte.

Nach der mittellosen ersten Hälfte bot sich für die Geißböcke mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 nochmal eine Chance auf mehr. Nur fielen gerade dann die Probleme doch schmerzlich auf. Nicht nur war wieder mal die Passgenauigkeit oft ungenügend, sondern auch die Ballverwertung in der Spitze gelang mehr schlecht als recht. Wenn dann auch noch solche Chancen, wie die von Dominick Drexler nicht genutzt werden, dann kann ein Team wie Bayern nicht in Verlegenheit gebracht werden.

1. FC Köln: Zweite Hälfte in München zeigt, wie es gehen kann

Auch wenn die Niederlage in München verdient war, stellten Markus Gisdol und manche FC-Profis zurecht fest, dass die doch deutlich zu hoch ausfiel. „Wir haben einen verdienten Sieg von Bayern München gesehen. Er ist aber zu hoch ausgefallen. Wir sind heute unter Wert geschlagen worden“, erklärte der FC-Trainer nach der Partie.

So kommt es auch, dass beim 1. FC Köln auch einiges Positives zu beobachten war – so kurios es auch klingt. Die Geißböcke können gerade aus der zweiten Hälfte in München einiges für die kommenden Spiele mitnehmen. Allen voran Mut und Zielstrebigkeit, welche in Spielen wie gegen Hertha, Hoffenheim oder auch Stuttgart häufig fehlte. Dort wurde größtenteils zu sehr verwaltetet und man war darauf bedacht möglichst nichts zuzulassen. An sich zwar nicht falsch, doch gegen Teams die nicht gerade FC Bayern München oder RB Leipzig heißen, ist das allein zu wenig und vor allem zu ängstlich für einen Bundesligist.

1. FC Köln sollte personelle Veränderung vornehmen

Jetzt in München oder auch zuvor auch gegen Borussia Mönchengladbach hat der FC also gezeigt, wie es gehen kann. Daran gilt es jetzt weiter zu arbeiten. Dabei helfen könnte auch nochmal ein Personalwechsel. Denn gegen Bayern fiel wieder mal die Wirkungslosigkeit von Mittelstürmer Emmanuel Dennis deutlich auf. Nicht nur hat er als alleinige Spitze kaum Bindung zur Mannschaft (was ein generelles Problem des Spielsystems ist), sondern er spielt auch individuell einfach nicht gut. Deshalb gab es zum zweiten Mal in Folge auch öffentliche Kritik von Trainer Markus Gisdol.

Ganz im Gegenteil dazu stand erneut der Einsatz von Max Meyer, der dem FC direkt mehr Offensivpower verlieh und nun auch mal von Beginn an spielen sollte. Gerade im aktuellen System helfen könnte auch Jan Thielmann wieder helfen. Der Youngster kann die Lücke zwischen Mittelfeld und Spitze viel besser schließen als Dennis. Gründe dafür sind höhere Passgenauigkeit, Pressing und Laufbereitschaft. Beide zusammen könnte wohl die Schnittstelle zwischen Defensive und Offensive deutlich stärken und somit ein großes Problem im besten Fall beseitigen. Wenn der FC auch gegen „kleinere“ Teams punkten will, wäre eine besseres Offensivspiel unglaublich wichtig. Denn wie sagt man so schön: Angriff ist die beste Verteidigung. (os)

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