26. Spieltag

1. FC Köln gegen Borussia Dortmund: Hoffnung auf erneuten Coup – doch was spricht dafür?

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Das Hinspiel gewannen Ondrej Duda (r.) und der 1. FC Köln in Dortmund überraschend mit 2:1.
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Gegen Borussia Dortmund ist der 1. FC Köln klarer Außenseiter. Dass das allein nichts heißen muss, haben die Geißböcke im Hinspiel bewiesen.

Köln – An den neunten Spieltag der laufenden Saison erinnert sich wohl jeder FC-Fan bestens. Mit nur drei Punkten auf dem Konto reisten die Geißböcke am 28. November nach Dortmund, ohne einen einzigen Saisonsieg im Gepäck und eigentlich auch ohne echte Chancen im Signal Iduna Park zählbares mitzunehmen.

Alle rechneten mit einer deutlichen Niederlage gegen den zu diesem Zeitpunkt ärgsten Bayern-Verfolger, der in der Woche zuvor Hertha BSC im Olympiastadion gleich fünf Tore eingeschenkt hatte. Die Tage von Markus Gisdol schienen bereits gezählt und eine weitere Niederlage hätte ihn womöglich das Amt gekostet. Hätte... denn es kam bekanntlich anders.

1. FC Köln gegen Borussia Dortmund: Ein Duell mit Vorgeschichte

Mit Leidenschaft, einer Portion Glück und allen voran zwei perfekt inszenierten Ecken schockte die Elf vom Rhein den Favoriten und gewann sensationell mit 2:1. Gisdols Job war gerettet, Lucien Favre hingegen musste knapp drei Wochen später seinen Hut nehmen.

Warum diese Vorgeschichte für das Rückrunden-Duell so wichtig ist? Weil die Vorzeichen rund vier Monate später fast identisch sind. Der 1. FC Köln und Markus Gisdol stehen nach einem Punkt aus den letzten fünf Bundesligapartien mit dem Rücken zur Wand, während der BVB in der Bundesliga sowie in der Champions League zuletzt erfolgreich waren. Zeichnet sich also für das Heimspiel im RheinEnergie-Stadion (20.03., 15:30 Uhr) eine Wiederholung der Ereignisse ab?

1. FC Köln klarer Underdog gegen Borussia Dortmund

Abgesehen von der Vorgeschichte deutet nichts darauf hin. Zu schwach präsentierten sich die Geißböcke in den vergangenen Wochen auf der einen Seite, zu viel Qualität besitzt die Dortmunder Borussia auf der anderen. Auf dem Papier sind die Domstädter klarer Außenseiter. Um dennoch zu überraschen, muss sich Markus Gisdol etwas einfallen lassen. So wie im Hinspiel, als er erstmals in dieser Saison Ondej Duda als Spitze nominierte. Die Vorzeichen würden nicht dafür sprechen, dass der 1. FC Köln den BVB erneut schlägt*, berichtet Ruhr24*.

Mittlerweile aber kann der Kölner Cheftrainer damit in der Bundesliga niemanden mehr vor unlösbare Probleme stellen. Da offensiv ohnehin wenig geht, wird sich der FC wohl aufs Verteidigen konzentrieren. Zuletzt setzte der 51-Jährige auf eine Viererabwehrkette, gegen den BVB könnte er wie beim Hinspielerfolg wieder auf Dreierkette umstellen.

Bis auf Sebastiaan Bornauw stehen alle Spieler, die beim 2:1-Coup in der Startelf standen, zur Verfügung. Die Taktik wird beim Verteidigen des eigenen Tores wohl entscheidend sein, in der Offensive aber blieben die Kölner zuletzt trotz System- und Personalumstellungen harmlos.

1. FC Köln: Horst Heldt fordert „Idee, wie wir gegen Dortmund punkten können“

Dies wird sich aller Voraussicht nach auch gegen den Tabellenfünften nicht ändern. Und so braucht es vermutlich wieder Zufallsprodukte (wie gegen Bremen) oder Standardsituationen (wie gegen Union Berlin oder im Hinspiel gegen Dortmund) um das zu schaffen, was spielerisch nicht gelingen will: Tore schießen.

„Wir müssen diese Woche so trainieren, dass wir eine Idee haben, wie wir gegen Dortmund punkten können“, sagt Horst Heldt und adressiert damit wohl in erster Linie seinen Trainer. Dessen Job ist es, Heldts Worten konkrete Inhalte zu verleihen. Zu beneiden ist er wahrlich nicht.

Der 1. FC Köln kann gegen Borussia Dortmund gewinnen. Das hat er in der Hinrunde bewiesen. Die Zweifel, dass das ein zweites Mal gelingt, sind groß, waren beim ersten Mal aber sicher nicht geringer. (ps) *Ruhr24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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