Mitglieder-Stammtisch

FC-Bosse stehen weiter hinter Gisdol und machen Hoffnung auf Podolski-Rückkehr

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Horst Heldt (hinten) gibt Markus Gisdol (vorne) erneut Rückendeckung.
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Auf einem virtuellen Stammtisch haben sich die FC-Bosse den Fragen der Mitglieder gestellt. Neben der Zukunft von Markus Gisdol, kam auch das Thema Lukas Podolski auf.

Köln – Vor dem wichtigen Bundesliga-Spiel gegen Mainz 05 wollte sich der 1. FC Köln eigentlich medial möglichst abschotten, doch einen Termin mussten die Verantwortlichen dann doch wahrnehmen. Am Mittwochabend fand ein lang geplanter virtueller Mitglieder-Stammtisch statt, bei dem sich die FC-Bosse den Fragen der Fans stellten.

Dabei gaben Geschäftsführung (Horst Heldt und Alexander Wehrle) sowie Vorstand (Werner Wolf, Carsten Wettich und Eckhard Sauren) Auskunft zu allen derzeit relevanten Themen wie zum Beispiel die sportliche Lage, den geplanten Ausbau des Geißbockheims oder auch der Fan-Rückkehr ins Stadion. Aber auch über Vereinslegende Lukas Podolski wurde mal wieder gesprochen.

FC-Bosse weiterhin von Markus Gisdol überzeugt – Geißbockheim-Ausbau „bedeutendste Zukunftsthema“

Mit nur zwei Punkten aus den letzten sieben Bundesliga-Spielen steckt der FC in einer tiefen sportlichen Krise. Als aktueller Tabellensechszehnter müssen die Geißböcke mal wieder um den Klassenerhalt kämpfen. Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass die Gerüchte über mögliche Nachfolger von Markus Gisdol nicht abreißen. Nichtsdestotrotz sind die FC-Bosse weiter fest vom FC-Trainer überzeugt: „Wir sind bis zum heutigen Tag überzeugt, dass Markus der Richtige ist, auch für die Zukunft“, sagte Horst Heldt im YouTube-Stream und stärkte damit Gisdol den Rücken.

Anschließend ergänzte der Sportchef: „Sollten wir das nicht mehr sein, werden wir konsequent handeln“. Dabei stellte Heldt aber klar, dass man keine Menschen opfern würde „nur weil es gefordert wird“. Der 51-Jährige sieht da Problem im Grunde auch nicht pauschal im Trainer, sondern viel mehr in der mangelnden Konstanz der Geißböcke. Von der ausreichenden Qualität der FC-Profis ist Heldt derweil aber überzeugt: „Wir haben eine Mannschaft, die in der Lage ist, die Klasse noch zu halten. Klar ist, dass wir starke Nerven brauchen und dass es sehr eng wird.“

Mit Blick auf die Zukunft betonten die FC-Führung derweil die große Relevanz des geplanten, aber zurzeit gestoppten, Ausbau des Geißbockheims. „Das ist eines der bedeutendsten Zukunftsthemen. Wir sind in einem konstruktiven Dialog mit der Politik“, erklärte Vize-Präsident Eckhard Sauren und ergänzt: „Es bringt nichts, auf den Tisch zu hauen, wir sind nicht auf dem Driver Seat, sondern nur Passagier. Es bedarf weiterer Überzeugungsarbeit“. Genau diese scheint auch langsam Wirkung zu zeigen, denn eine kürzliche Besichtigung des Geißbockheims habe laut Sauren „einigen Politikern die Augen geöffnet“. Offenbar erkennen immer mehr wie notwendig eine Erweiterung für den FC ist.

1. FC Köln gut vorbereitet auf mögliche Fan-Rückkehr – Lukas Podolski steht beim FC „die Tür offen“

Gerade angesichts die großen finanziellen Probleme des 1. FC Köln bereitet sich der Verein darauf vor jederzeit wieder Zuschauer ins RheinEnergie-Stadion zu lassen. „Wir sind vorbereitet auf Tag X, haben ein sehr gutes Hygienekonzept mit dem Gesundheitsamt verabschiedet und uns Gedanken gemacht, wie man ein Schnelltest-System integrieren kann“, erklärte Finanzchef Alexander Wehrle den hoffenden FC-Mitgliedern. Ob die Fan-Rückkehr tatsächlich noch in dieser Saison stattfinden kann, scheint aber auch Wehrle eher nicht mehr zu glauben. Dabei versuchte er aber positiv zu bleiben und gab den Anwesenden zumindest etwas Hoffnung auf ein absehbares Ende der leeren Stadien: „Ich bin optimistisch, dass wir spätestens in der neuen Saison Zuschauer erleben können.“

Neben den vorab selektierten Fragen und dazugehörigen Themen hatten die FC-Mitglieder auch noch die Möglichkeit während des Streams weitere zu stellen. Wenig überraschend kam dabei auch dieses Mal die Causa Lukas Podolski zur Sprache. So wollte ein Fan erneut wissen, wie es zurzeit um eine Rückkehr der FC-Legende bestellt ist – egal ob während oder nach seiner Profi-Karriere. „Wir sind mit Lukas im Dialog. Er ist in einer Phase angekommen, wo er sich überlegt, wie er seine Karriere beenden will. Er weiß, dass bei uns die Tür offen steht. Wenn er sich für sich selbst entschieden hat, finden wir Lösungen“, machte FC-Präsident Werner Wolf den Fans Hoffnung.

Auch wenn es diesmal offen gelassen wurde, ist eine Rückkehr als Spieler aber kein Thema mehr. Sowohl die Verantwortlichen, als auch Podolski selbst hatten das zuletzt mehrmals ausgeschlossen. Doch was der ehemalige Nationalspieler ab Sommer genau machen wird, ist derzeit noch unklar. Zuletzt hatte sich Podolski recht offen über seine Zukunft geäußert und klar gemacht, dass er sich Vieles vorstellen könne. Womöglich ja auch die etwas andere Rückkehr zu seinem Herzensverein. (os)

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