Wo die Punkte herkommen sollen...

1. FC Köln: Harter Spielplan – diese Kracher warten auf den Effzeh bis Weihnachten. Ein Fakt lässt hoffen

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Markus Gisdol will nach dem Erfolg in Dortmund eine Serie starten.
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Ein Mal Abstiegskampf pur und drei Champions-League-Aspiranten – das Dezember-Programm des 1. FC Köln hat es in sich. Bisherige Saisonresultate machen Hoffnung.

  • Den 1. FC Köln erwartet im Dezember ein hartes Restprogramm vor der Winterpause
  • Gegen den VfL Wolfsburg soll der erste Bundesliga-Heimsieg seit über neun Monaten her
  • Bisherige Bilanz gegen Top-Teams macht Mut

Köln – Der 1. FC Köln kann in der Bundesliga doch noch Spiele gewinnen. Diese Erkenntnis sorgte nach dem ersten Saisonsieg am Wochenende gegen Borussia Dortmund bei Trainer Markus Gisdol und seiner Mannschaft für große Erleichterung.

„Es ist oft schwierig, wenn du keinen Sieg einfährst. Trotzdem waren wir ein verschworener Haufen, das sind wir im Team, im Trainerstab und mit unseren treuen Fans“, äußerte sich der Coach nach dem 2:1-Sieg gegen den BVB erleichtert.

1. FC Köln: Gegen Wolfsburg, Mainz und Co. müssen weitere Erfolgserlebnisse her

Nach Monaten der Erfolglosigkeit scheint der 1. FC Köln wieder in der Spur. Doch auch wenn es sich für Fans und Verantwortliche nach mehr anfühlt, gibt es für den Auswärts-Coup gegen den Meisterschaftsaspiranten „nur“ drei Punkte.

Wollen die Geißböcke Weihnachten nicht in der Abstiegszone verbringen, müssen also dringend weitere Erfolgserlebnisse folgen. Bedeutet: Das Momentum nutzen und Punkte sammeln. Der Bundesliga-Spielplan meint es allerdings im Dezember nicht gerade gut mit dem Effzeh.

VfL Wolfsburg, Mainz 05, Bayer 04 Leverkusen, RB Leipzig – so heißen die Gegner, bevor es coronabedingt diese Saison nur zu einer sehr kurzen Winterpause kommt.

Auf den 1. FC Köln warten schwere Aufgaben – doch gerade das macht Hoffnung

Drei der vier Gegner stehen aktuell unter den ersten fünf der Tabelle und visieren einen Champions-League-Platz an. Gegen die Wölfe (5.12.) soll der erste Heimsieg in der Bundesliga 2020/21 her, bevor die Gisdol-Elf zum Abstiegsduell nach Mainz reist (12.12.) und dort die englische Woche einläutet.

Unter der Woche wartet dann im RheinEnergie-Stadion das Rhein-Derby gegen Leverkusen (16.12.), am 14. Spieltag geht es nach Leipzig (19.12.). Gemessen an der Qualität der Gegner sind das nicht unbedingt rosige Aussichten für Markus Gisdol und sein Team.

Ein Blick auf die bisherigen Saisonresultate allerdings stimmt positiv: Gegen Teams, die zum Zeitpunkt des Aufeinandertreffens unter den Top-5 der Tabelle standen, holte der 1. FC Köln fünf seiner sechs Saisonpunkte. Nur Rekordmeister Bayern München (damals 2.) und Union Berlin (damals 5.) musste sich die Gisdol-Elf am 6. bzw. 8. Spieltag jeweils knapp mit 1:2 geschlagen geben.

Markus Gisdol und der 1. FC Köln wollen den Heimfluch gegen den VfL Wolfsburg beenden

Soll der Sieg gegen Dortmund nicht als Strohfeuer in die Bundesligageschichte eingehen, muss gegen die diese Saison noch ungeschlagenen Wolfsburger (drei Siege in Folge) zählbares her. Dortmund-Matchwinner Ellyes Skhiri und Co. wollen unbedingt den Heimfluch besiegen. Der letzte Bundesligaerfolg im eigenen Wohnzimmer stammt aus dem Februar diesen Jahres.

Spannend wird vor allem, wie Markus Gisdol die verbleibenden Partien bis Weihnachten sowohl taktisch als auch personell angehen wird. Die Umstellung des Trainers auf drei Innenverteidiger zahlte sich gegen den BVB aus, möglich ist aber auch eine Rückkehr zur gewohnten Viererkette. Neue taktische Möglichkeiten ergeben sich zudem durch die Rückkehr von Anthony Modeste sowie die absehbare Genesung von Sebastian Andersson und Jonas Hector.

Am Geißbockheim darf man sich also berechtigte Hoffnungen machen, dass im Dezember reichlich Bundesligapunkte auf das Konto der Kölner wandern und der 1. FC Köln Weihnachten nicht gemeinsam mit dem Abstiegsgespenst verbringen muss. (ps)

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