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1. FC Köln: Christian Keller über die wichtigsten Projekte der Zukunft

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Von: Max Dworak

Christian Keller sitzt am Tisch und antwortet auf Fragen.
Christian Keller stellte sich am Montagmittag den Fragen der Journalistinnen und Journalisten am Geißbockheim. © Herbert Bucco/Imago

Transfers, Modeste und Finanzen: Christian Keller, der neue Sportchef des 1. FC Köln, stellt die wichtigsten Projekte vor.

Köln – Nun bekommt der „Kölner Keller“ eine ganz neue Bedeutung. Am 4. April stellte der 1. FC Köln seinen neuen Geschäftsführer für den Bereich Sport vor. Christian Keller, der ehemalige Boss des Zweitligisten Jahn Regensburg, ist nun auch ganz offiziell der Nachfolger von Interims-Sportchef Jörg Jakobs. Mit einer Pressekonferenz läuteten die Rheinländer die Amtszeit des 43-Jährigen ein. Im Laufe der Fragerunde zeichnete sich schnell ab, was sich Keller alles vorgenommen hat.

1. FC Köln: Christian Keller lobt die sportliche Leistung

Trotz eines Mini-Budgets im vergangenen Sommer – der FC gab in dieser Saison lediglich 550.000 Euro für neue Spieler aus – stellte Steffen Baumgart eine Bundesliga-Mannschaft auf die Beine, die sich sehen lassen kann. Das honorierte auch Christian Keller während seines Einstands-Talks: „Der FC kann mit der aktuellen Saison sehr zufrieden sein. […] Es macht einfach Freude, sich den FC anzuschauen. Das habe ich auch dem Trainerteam am Freitag gesagt. Mutiger, offensiver Fußball, der viel Herzblut mitbringt, wo das Arbeiten an erster Stelle steht. Viele Spieler haben sich dadurch sehr gut entwickelt.“

Auch wenn sein erster Stadionbesuch als Mitglied der FC-Familie am vergangenen Spieltag nicht erfolgreich verlief, freut sich Keller auf das nächste Spiel gegen den FSV Mainz 05 im RheinEnergie-Stadion. Dennoch stellte er klar, dass er nicht Teil des Trainerteams ist, weshalb er seinen Platz nicht an der Seitenlinie sieht: „Ab dem nächsten Spiel gegen Mainz werde ich alle Abläufe mitnehmen. Aber eines werde ich nicht tun: auf der Bank sitzen.“

1. FC Köln: Christian Keller plant bereits für die neue Saison

Wer gehofft hatte, dass der 1. FC Köln in der kommenden Spielzeit mehr Geld für Transfers zur Verfügung haben wird, der wurde wohl bitter enttäuscht: „Es wird laut Planung der kleinste Etat für Lizenzspieler der vergangenen Jahren sein, noch mal um 20 Prozent im Planungsstand reduziert“, sagte Keller in Bezug auf die personellen Möglichkeiten bei den Geißböcken. Somit ist klar, dass auch in diesem Sommer keine Millionentransfers getätigt werden können. Keller wird demnach vieles daran setzen, die Verträge von Leistungsträgern wie Anthony Modeste oder Salih Özcan zu verlängern. Beide Spieler haben bis dato noch kein neues Arbeitspapier unterschrieben, die entsprechenden Verträge drohen 2023 auszulaufen.

Anschließend formulierte der neue Sportchef seinen Schlachtplan wie folgt: „Man kann fertige Spieler holen, man kann junge Spieler holen, man kann etwas dazwischen holen. Das ist die Frage, wie wir uns da positionieren wollen.“

1. FC Köln: Baustelle Sturm – „wesentliche Aufgabe der Kaderplanung“

Selbstverständlich braucht der FC auch zum Start in die Saison 2022/23 torhungrige Stürmer. Sollte Fanliebling Modeste tatsächlich seine Koffer packen, müssen schnelle und günstige Lösungen her. Aus diesem Grund ist der Angriff auch für Keller eine „wesentliche Aufgabe der Kaderplanung“, wie er den Anwesenden am Montag im Großen Saal des Kölner Clubhauses mitteilte.

Neben dem 33-jährigen Franzosen steht aktuell ebenso der Verbleib von Sebastian Andersson auf der Kippe. Würden beide Knipser den Verein verlassen, hätte der FC zunächst keinen echten Mittelstürmer mehr im Kader: Ein Szenario, das man wohl um jeden Preis verhindern möchte. Kaum verwunderlich also, dass Keller diesbezüglich umgehend Resultate erzielen möchte: „Die Kaderplanung gilt es, so schnell wie möglich anzugehen. Ich habe alle Aufgaben auf dem Schirm und werde mich ihnen widmen.“ Es bleibt also spannend, welche Profis in Zukunft für den aktuellen Tabellenachten auflaufen – die richtige Arbeitsmoral scheint der neue Funktionär jedenfalls mitzubringen. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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