Situation vor Saisonendspurt

1. FC Köln: Trainer-Legende Daum betrachtet Partie gegen Mainz als „richtungsweisend“

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Christoph Daum war zwei Mal für mehrere Jahre Trainer des 1. FC Köln.
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Angesichts des Saisonendspurts in der Bundesliga hat sich Christoph Daum zur Lage beim 1. FC Köln geäußert. Für den Ex-FC-Trainer wird es nun auf Kleinigkeiten ankommen.

Köln – Nach dem Unentschieden gegen Borussia Dortmund ist etwas Ruhe am Geißbockheim eingekehrt. Zwar ist beispielsweise die Trainer-Diskussion um Markus Gisdol nicht komplett verschwunden, doch aufgrund der Länderspielpause konnten alle Beteiligten mal etwas durchatmen. Mehr noch, war und ist auch Zeit, sich gründlich auf die letzten acht Bundesliga-Spiele vorzubereiten. Diese Pause hat auch Christoph Daum genutzt, um gegenüber der Bild seine Gedanken zur Ausgangslage und Trainersituation des FC zu äußern. Dabei wagt er sogar eine Prognose über das Abschneiden der Kölner am Saisonende abzugeben.

1. FC Köln: Daum sieht Unentschieden gegen BVB positiv – Partie gegen Mainz „richtungsweisend“

Für den ehemaligen FC-Trainer könnte der Punkterfolg gegen Dortmund den Geißböcken in den kommenden Wochen womöglich Rückenwind geben: „Auch wenn der FC auf Platz 16 abgerutscht ist, kann das 2:2 gegen den BVB im positiven Sinne ein Wendepunkt gewesen sein, weil die Mannschaft wiederholt gezeigt hat, dass sie auch gegen Top-Teams mithalten kann“, sagte Daum. Jedoch bemängelte er anschließend auch die Tatsache, dass der FC solche Leistungen viel zu selten gezeigt habe: „Es fehlt die Konstanz – vor allem im Herausspielen von Chancen“. Deshalb würde es laut der Trainer-Legende nun im Abstiegskampf „auf Kleinigkeiten“ ankommen.

Daum ordnet auch die Situation der direkten Konkurrenz etwas genauer ein. So geht er davon aus, dass Hertha BSC sicher die Klasse halten wird. Demnach seien viel mehr Arminia Bielefeld und Mainz 05 die entscheidenden Gegner des FC. Aufgrund des unerwarteten Sieges der Bielefelder gegen Leverkusen, sei die Situation aktuell „brandgefährlich“. Vor allem auch da für ihn die Mainzer „sehr stabil“ wirken. In der Folge betont er die Wichtigkeit der Partie gegen die 05er: „Das FC-Spiel gegen Mainz wird zwar noch kein Finale, aber von richtungsweisender Bedeutung sein.“

1. FC Köln: Daum unterstützt Festhalten an Markus Gisdol – Vorbereitung auf die Relegation sollte laufen

In der Debatte um Cheftrainer Markus Gisdol positioniert sich Daum derweil hinter die Entscheidung des 1. FC Köln: „Ich finde es aus Trainersicht grundsätzlich gut, dass ein Verein so lange wie möglich an seinem Coach, in dem Fall Markus Gisdol, festhält“. So betont der 67-Jährige, dass man als Verein eben nur das bewerten darf, wofür ein Trainer auch verantwortlich sei. „Markus muss mit einem Kader arbeiten, der sicherlich auch unter starken wirtschaftlichen Zwängen zusammengestellt worden ist“, sagte Daum und ergänzte konkrete Kritik an der Transfer-Politik: „Sportlich kann ich die Abgänge von Terodde und Cordoba bis heute nicht nachvollziehen. Und bei Andersson war es ja schon aus seiner Zeit bei Union Berlin bekannt, dass er öfter mit Verletzungen zu kämpfen hatte“. Damit schließt sich Daum auch den Aussagen von Pierre Littbarski an, der vor kurzem die Qualität des Kölner Kaders bemängelt hatte.

Abschließend wagt Daum auch noch eine Prognose: „Vor der Rückrunde hatte ich den FC auf Platz 15 getippt. Das ist natürlich weiter mein großer Wunsch. Alle drei Szenarien sind realistisch. Ich hoffe, dass ein direkter Abstieg vermieden werden kann, ich schließe es aber nicht aus“, sagte die Trainer-Legende besorgt und rät dem FC abschließend: „Ich würde mich bereits jetzt intensiv mit den möglichen Relegations-Gegnern aus der 2. Liga beschäftigen“. (os)

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