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1. FC Köln: Baumgart hofft weiter auf Fans im RheinEnergie-Stadion – trotz Corona

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Von: Max Dworak

Die Spieler des 1. FC Köln stehen vor der Südkurve im RheinEnergie-Stadion.
Steffen Baumgart wünscht sich trotz der zugespitzten Corona-Lage ein ausverkauftes RheinEnergie-Stadion. © Picture Point LE/Imago

Am Wochenende können die Fans ihren 1. FC Köln beim Heimspiel gegen Mönchengladbach anfeuern. Baumgart hofft, dass sich dieser Zustand nicht wieder verändert.

Köln – Es ist das mittlerweile siebte Bundesliga-Match in dieser Spielzeit, das der 1. FC Köln vor heimischer Kulisse bestreiten wird. Gegen den ewigen Rivalen von Borussia Mönchengladbach erwartet der Verein wieder unzählige Supporter in der Arena. Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen im gesamten Bundesgebiet stellt sich jedoch die Frage, ob dieser Zauber nicht bald schon wieder verflogen ist. FC-Trainer Steffen Baumgart sieht die Sache optimistisch.

1. FC Köln: Seit Beginn klare Linie bei Zutrittsregeln

Als der 1. FC Köln im Vorfeld des zweiten Bundesliga-Spieltages seine Voraussetzungen für den Besuch des RheinEnergie-Stadions verschärfte, war der Schrei bei vielen Fans groß. Die meisten anderen Liga-Konkurrenten setzten zu dieser Zeit noch auf das 3G-Modell und boten so auch Menschen mit negativem Schnelltest die Möglichkeit, Fußballspiele vor Ort zu schauen. Knapp fünf Monate nach dieser Maßnahme können die Domstädter rückblickend wohl von einer vorbildlichen Entscheidung sprechen.

Das ist das Corona-Konzept bei Heimspielen des 1. FC Köln

Der 1. FC Köln lässt bei seinen Heimspielen grundsätzlich nur noch Genesene und Geimpfte (2G-Formel) ins RheinEnergie-Stadion. Eine Ausnahme gibt es lediglich für Kinder und Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen dürfen – allerdings ist diese Personengruppe nur zu einem sehr geringen Anteil im Stadion erlaubt.

Seit einigen Wochen steigt jedoch – auch witterungsbedingt – das Infektions-Risiko im ganzen Land wieder an. In Sachsen, der Heimat von RB Leipzig, liegt die Inzidenz laut verschiedener Quellen bei über 1.000. Das Landeskabinett des Freistaates griff anschließend hart durch. Die nächsten drei Pflichtspiele müssen die Roten Bullen daher in jedem Fall wieder vor leeren Rängen austragen. Helge Leonhardt, der Präsident des Zweitligisten FC Erzgebirge Aue, fordert unterdessen eine komplette Unterbrechung des Spielbetriebs: „Wir brauchen bis Ende Dezember einen Fußball-Lockdown.“

1. FC Köln: Steffen Baumgart möchte Geisterspiele verhindern

Der 49-jährige Übungsleiter der Geißböcke positionierte sich schon in der Vergangenheit klar zum Thema Corona: „Ich persönlich empfehle jedem, sich impfen zu lassen“, sagte Steffen Baumgart bereits am Anfang seiner Amtszeit in Köln. Jedoch sollte die Entscheidung von anderen Menschen ebenso respektiert werden. Dies gelte auch für Personen, die sich nicht impfen lassen möchten, so der Trainer weiter. In seinem 30-Mann-Kader sind Berichten zufolge 29 Spieler geimpft, eine vorbildliche Quote. Steffen Baumgart selbst hat – laut eigener Aussage – sogar schon die Booster-Impfung erhalten.

So ist die Zuschauer-Situation vor dem Gladbach-Derby

Seit dem 24. November gilt in Nordrhein-Westfalen eine angepasste Corona-Schutzverordnung, die auch Großveranstaltungen unter freiem Himmel betrifft. Speziell für den 1. FC Köln bedeutet das: Es dürfen nach den angepassten Vorgaben eigentlich nur noch 50 Prozent der über der Zahl von 5.000 liegenden Stehplatzkarten verkauft werden. Da das RheinEnergie-Stadion über 8.000 Stehplätze hat, wären dies im schlimmsten Falle etwa 1.500 Zuschauer weniger gegen Borussia Mönchengladbach.

Auf Nachfrage von 24RHEIN geht der Verein aktuell von einem ausverkauften Spiel mit 50.000 Zuschauern aus (Stand: 25.11.2021, 13 Uhr).

Deutschlandweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 419,7 (Quelle: RKI; Stand: 25.11.2021). Im Interview mit dem Express sprach der Kölner Coach über die derzeitigen Entwicklungen. Angesprochen auf ein mögliches Zuschauer-Verbot in der Bundesliga meinte er: „Das reden wir auf keinen Fall herbei. Da Statistiken zeigen, dass die Ansteckungsgefahr im Stadion gering ist. Wir haben in Köln konsequent auf 2G gesetzt und ich hoffe, dass wir auch weiterhin mit Fans spielen.“

1. FC Köln: Zuschauer gegen Mönchengladbach weiter erlaubt

Aufatmen für alle Fußball-Fans: Gegen Borussia Mönchengladbach darf der 1. FC Köln in jedem Fall vor belebten Rängen spielen. Die einzige Frage, die es momentan noch zu klären gibt, ist die finale Besucher-Zahl. Der Verein und das Kölner Gesundheitsamt stehen diesbezüglich im intensiven Austausch. FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle konkretisierte die Thematik bereits im Express: „Wir werden am Mittwoch mit dem Gesundheitsamt klären, ob 50.000 oder aber nur 48.132 Fans im Stadion zugelassen werden können.“ (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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