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„Geisterspiele wären mir lieber“: Was FC-Fans zur neuen Zuschauer-Regelung sagen

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Von: Max Dworak

Fan stehen in der Südkurve des RheinEnergie-Stadions.
So voll wie hier gegen Borussia Mönchengladbach wird es bei den nächsten beiden Heimspielen des 1. FC Köln nicht werden. © Norbert Schmidt/Imago

Der 1. FC Köln wird die nächsten zwei Heimspiele vor deutlich weniger Fans bestreiten müssen als geplant. Das ärgert viele Fans des Bundesligsten.

Köln – Im RheinEnergie-Stadion wird es bei den nächsten zwei Liga-Begegnungen – Corona sei Dank – wohl etwas leiser zugehen als gedacht. Nachdem sich die verantwortlichen Ministerpräsidenten des Bundes am Donnerstag zusammengesetzt hatten, war wenig später die Begrenzung der Zuschauerzahl auf 15.000 bei Großveranstaltungen im Freien beschlossene Sache. Auf Twitter postete der 1. FC Köln ein entsprechendes Statement, das einige Kommentare anhäufte.

1. FC Köln: Anhänger mit unterschiedlichen Ansichten zur Zuschauerbegrenzung

„Schade dass dieser Beschluss keine sachliche Betrachtung der Fakten zugrunde gelegt bekommen hat“, schreibt ein enttäuschter User unter den Beitrag des Vereins. Daran anknüpfend twittert ein weiterer Fan: „Fußballspiele mit 50.000 Zuschauern wären mir lieber.“ Doch nicht alle Menschen scheinen der Entscheidung der Politik ablehnend gegenüber zu stehen: „Ich würde sagen erst wieder mit Zuschauern, wenn alle den Booster haben, denn dann sind wir alle für ein paar Monate sicher.“ Eine Userin schließt sich dieser Meinung an: „Geisterspiele wären mir lieber.“

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle hatte vor einigen Tagen gehofft, dass der 1. FC Köln weiterhin vor vollem Haus kicken darf. Dass der Klub dabei jedoch nicht über Leichen geht und sich entsprechend verantwortungsvoll verhalten werde, stellte er diesbezüglich umgehend klar: „Die Stabilität unseres Gesundheitssystems steht natürlich über allem. [...] Die vierte Welle ist da – deshalb werden wir auch in der jetzigen Situation wieder unserer Verantwortung gerecht, und werden alles Nötige dafür tun, um mit Impfen und Boostern endgültig in eine Normalität mit Corona zurückzukehren.“

1. FC Köln: Beschränkte Zuschauerzahlen gefährden die Liquidität des Vereins

Da zum aktuellen Zeitpunkt niemand vorhersehen kann, ob diese Zuschauer-Regelung lediglich für die nächsten zwei Begegnungen, oder doch darüberhinaus Gültigkeit besitzen wird, sind auch die finanziellen Einbußen noch nicht absehbar. Laut Alexander Wehrle bedeutet ein gänzlich leeres RheinEnergie-Stadion in etwa einen Verlust von 1,8 Millionen Euro. Bei einem Spiel mit 15.000 statt 50.000 Zuschauern wären dies – hätte jede Eintrittskarte den gleichen Preis – 1,26 Millionen Euro weniger Einnahmen.

Es war abzusehen, dass die meisten Supporter des 1. FC Köln nicht begeistert sein würden, wenn vielen von ihnen – zumindest vorerst – keinen Zugang mehr zum Stadion haben. Dass an dieser Stelle die Sicherheit und Gesundheit der Menschen priorisiert wird, um möglicherweise schlimmeres zu verhindern, sollte dennoch akzeptiert werden. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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