Nach Siegtreffer im DFB-Pokal

Franzose im Aufwind: Anthony Modeste beim 1. FC Köln bald wieder Stürmer Nummer Eins?

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Anthony Modeste bejubelt den Siegtreffer im DFB-Pokal gegen den VfL Osnabrück.
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Kaum jemand in Köln dürfte sich nicht von Herzen für Anthony Modeste gefreut haben, als ihm gegen den VfL Osnabrück der Siegtreffer gelang – geht es für den Franzosen jetzt so richtig aufwärts?

  • Dank des Siegtores von Anthony Modeste steht der 1. FC Köln im Achtelfinale des DFB-Pokals
  • Der Franzose hat in Köln in den vergangenen Monaten eine schwere Zeit hinter sich gebracht
  • Jetzt scheint Modeste vollständig fit und könnte bald zum Stürmer Nummer Eins für den FC werden

Köln – auch wenn er es nicht mehr so regelmäßig tut, wie vor einigen Jahren: Wenn Anthony Modeste für den 1. FC Köln trifft, ist es immer noch irgendwie etwas Besonderes. Seit einem halben Jahr stand der Franzose, der in den vergangenen sechs Monaten immer wieder durch hartnäckige Verletzungen ausgebremst wurde, nicht mehr in einer Pflichtspiel-Startelf des FC – bis zur Partie gegen den VfL Osnabrück, in der er gleich das Siegtor erzielte.

Es freut mich speziell für ihn, dass er so einen Jahresabschluss hat

Markus Gisdol über Anthony Modeste

Lange Leidenszeit: Beim 1. FC Köln war es für Anthony Modeste zuletzt nicht immer einfach

Balsam auf die Seele des emotionalen Publikumslieblings – was auch seinen Trainer Markus Gisdol freut. „Ich habe Tony gesagt, er soll heftig arbeiten und sich nicht den Druck machen unbedingt ein Tor erzielen zu müssen“, so der Coach nach dem 1:0-Sieg. „Wenn wir ihn jetzt stabilisieren und fit bekommen, werden wir noch viel Spaß an ihm haben. Es freut mich besonders für ihn, dass er mit so einem Gefühl in die Weihnachtspause gehen kann.“

Auch, weil hinter dem 32-Jährigen in den vergangenen Monaten und Jahren eine schwierige Zeit liegt. Vor drei Jahren erzielte er noch 25 Saisontore, schoss er den FC in die Europa League. Es folgte der komplizierte Wechsel nach China, bei der Rückkehr 2018 konnte er, leicht außer Form, nicht an die Erwartungen anknüpfen. Deshalb hatte Markus Gisdol auch ein Sonderlob für seinen Stürmer übrig. „Es freut mich für ihn speziell, dass er so einen Jahresabschluss hat.“

In der vergangenen Spielzeit hatte Modeste in 27 Spielen vier Tore erzielt und eines vorbereitet – und besonders Mitte der Rückrunde so richtig in Form gekommen. Der letzte Treffer gelang im Juni beim 1:1 in Augsburg. Wo das Tor steht, weiß der Franzose jedoch noch immer, wie er im DFB-Pokal eindrucksvoll demonstrierte. Eigentlich völlig ohne Bindung zum Spiel, ließ Tony Osnabrück-Schlussmann Philip Kühn nach einem klasse Steilpass von Ondrej Duda keine Abwehrchance. So, wie man es aus vergangenen Zeiten von ihm gewohnt ist.

Anthony Modeste beim 1. FC Köln wieder im Aufwind – und bald Stürmer Nummer Eins?

„Ich wollte eine immer besetzte Zentrale vorne haben und nicht mit einer flexiblen Spitze spielen, die sich auch mal auf die Zehn fallen lässt. Ich hätte mir aber noch mehr Bälle in die Spitze auf Tony gewünscht. Er hat sich das Tor erarbeitet und sich belohnt“, erklärte Gisdol. So scheint Modeste beim 1. FC Köln aktuell gegenüber Neuzugang Sebastian Andersson die Nase vorn zu haben, vor allem, sollte ihm sein Körper endlich mal keinen Strich mehr durch die Rechnung machen. Und so ist es gut möglich, dass sich der Franzose vorerst wieder als erste Alternative im Sturm etabliert.

Und gibt dem Trainer, der in den vergangenen Wochen auf Ondrej Duda im Sturmzentrum setzte, eine weitere Alternative. Die sich gerade zum Start im neuen Jahr mit Partien gegen Augsburg, Freiburg, Hertha und Schalke gleich als wertvolle herausstellen könnte. Und dafür muss der Franzose gar nicht mehr so regelmäßig treffen wie noch vor einigen Jahren. (mo)

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