Gemischte Gefühle vor Jahresabschluss

1. FC Köln im DFB-Pokal: Wie Markus Gisdol sein Osnabrück-Trauma überwinden will

  • schließen

Den 1. FC Köln muss im DFB-Pokal gegen Zweitligist VfL Osnabrück antreten. Ein Sieg ist Pflicht, aber längst nicht selbstverständlich.

  • Der 1. FC Köln trifft am Dienstagabend in der 2. Runde des DFB-Pokals auf den VfL Osnabrück
  • Markus Gisdol blamierte sich 2017 mit dem HSV gegen Osnabrück und hat noch eine Rechnung offen
  • Stürmer Sebastian Andersson wird dem Effzeh fehlen, dafür kehren zwei Stammspieler in den Kader zurück

Köln – Der Bundesligaabschluss war für den 1. FC Köln mit einem Punktgewinn bei RB Leipzig versöhnlich. Ob sich die Geißböcke allerdings tatsächlich mit einem positiven Gefühl in die Winterpause verabschieden, hängt vor allem vom Ausgang der heutigen Partie im DFB-Pokal ab.

Im letzten Spiel des Kalenderjahres 2020 treffen die FC-Profis im heimischen RheinEnergie-Stadion auf den VfL Osnabrück. Der Einzug ins Achtelfinale des laufenden Pokalwettbewerbs wird erwartet, doch Trainer Markus Gisdol weiß selbst am besten, dass der Gegner trotz Klassenunterschied durchaus Qualität mitbringt.

„Sie agieren mutig und versuchen, Dinge über Kombinationsfußball zu lösen. Es ist beachtlich, wie sie Fußball spielen. Wir müssen uns gut darauf einstellen. Es ist eine andere Herangehensweise, als wenn man gegen Leipzig antritt“, analysiert der 51-jährige Übungsleiter den Tabellenneunten der 2. Bundesliga.

DFB-Pokal 1. FC Köln - VfL Osnabrück: Markus Gisdol hat schlechte Erinnerungen

Markus Gisdol will den Gegner auf keinen Fall unterschätzen – und hat dafür gute Gründe. Vor drei Jahren entpuppten sich die Niedersachsen schon einmal als Pokalschreck für Gisdol. Damals coachte er den Hamburger SV und blamierte sich am 13. August 2017 beim 1:3 in der ersten Runde bis auf die Knochen.

Dazu soll es diesmal nicht kommen. „Wir möchten so weit wie möglich kommen. Es wird natürlich auch von finanziellen Anreizen begleitet, die gerade in Corona-Zeiten jedem Verein helfen würden – auch uns“, sagt Geschäftsführer Horst Heldt. Für das Erreichen des Achtelfinales zahlt der Verband stolze 702.000 Euro aus.

Personalsituation beim 1. FC Köln vor Pokal-Spiel: Sebastian Andersson fehlt

Verzichten muss Markus Gisdol am Dienstagabend (18:30 Uhr, RheinEnergie-Stadion) bei der Mission „Achtelfinale“ auf Sturmtank Sebastian Andersson. Der Schwede sei nach seiner Knie-OP einfach noch nicht fit genug. Zur Verfügung stehen dafür allerdings wieder Ismael Jakobs sowie Sava-Arangel Sestic, die in der Bundesliga gegen Leipzig zuletzt geschont worden waren.

Für Horst Heldt soll die Partie gegen Osnabrück nur eine Zwischenstation im Pokalwettbewerb sein. „Jeder, der im DFB-Pokal antritt, möchte eine von zwei Mannschaften sein, die am Ende in Berlin spielt“, so der 51-Jährige. Angesichts der Tatsache, dass der 1. FC Köln es seit der Saison 2017/18 nie ins Achtelfinale schaffte, wäre ein Sieg gegen Osnabrück für viele Anhänger bereits ein sehnsüchtig erwarteter Erfolg. (ps)

Rubriklistenbild: © Imago Images / Poolfoto (Benjamin Soelzer)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion