1. 24RHEIN
  2. 1. FC Köln

1. FC Köln bestätigt Dortmund-Leistung – Die Pfeiler für den Punktgewinn gegen Wolfsburg

Erstellt:

Von: Oliver Schmitz

Fußballspieler Jan Thielmann vom 1. FC Köln trifft gegen den VfL Wolfsburg zum 1:0.
Jan Thielmann kann sich gegen den VfL Wolfsburg über sein erstes Profi-Tor freuen. © Herbert Bucco/imago images

Nach dem ersten Saisonsieg kann der 1. FC Köln mit dem Unentschieden gegen Wolfsburg den nächsten sportlichen Erfolg feiern. Die Gründe für das unerwartete Remis.

Köln – Der 1. FC Köln ist wieder in der Erfolgsspur. Nach dem ersten Bundesliga-Sieg in Dortmund folgte am Wochenende mit einem 2:2-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg der nächste Punktgewinn. Denn trotz der guten Ausgangslage, war der Effzeh erneut als Underdog in die Partie gegen die Wölfe gegangen. Diese waren zuvor nicht nur ungeschlagen, sondern bewiesen zuletzt mit dem 5:3 gegen Werder Bremen auch ihre Offensivstärke.

1. FC Köln: Immer jünger und jünger – Effzeh setzt weiterhin erfolgreich auf die Jugend

Bereits gegen Borussia Dortmund stellte Markus Gisdol mit durchschnittlich 23,9 Jahren die bis dato jüngste Bundesliga-Startelf der Saison auf und schaffte damit schließlich einen Sensationssieg. Scheinbar so überzeugt von der Leistung der jungen Spieler, stellte der 1. FC Köln nun diesen Rekord bereits eine Woche später wieder selbst ein. So war die erste Elf gegen den VfL Wolfsburg im Schnitt sogar nur 23,26 Jahre jung und somit die jüngste Effzeh-Startformation seit fast 54 (!) Jahren.

Natürlich sind diese Umstände unter anderem auch den Personalsorgen des FC zuzuschreiben, doch der Zusammenhang aus Erfolg und Jugend kommt trotzdem nicht von ungefähr. So war der 18-jährige Jan Thielmann nicht nur der Torschütze zum 1:0, sondern auch der jüngste Spieler auf dem Platz. Auch Vorbereiter Salih Özcan, der bis zu seiner Auswechslung beste Spieler des 1. FC Köln, ist lediglich 22 Jahre alt. Abgesehen vom reinen Alter, waren ganze fünf Spieler der Startelf sogar Eigengewächse und spielten somit bereits vor ihrer Profi-Karriere beim FC. Demnach setzt Markus Gisdol also vor allem zunehmend auf die eigene Jugendarbeit und das mit nachhaltigem Erfolg.

Defensivbollwerk 1. FC Köln: Abwehr auch gegen Wolfsburg wichtigster Faktor für Erfolg

Dass die Verteidigung aktuell wohl die größte Stärke des 1. FC Köln ist, ist natürlich keine Neuheit. Es ist aber einfach beeindruckend wie der Effzeh trotz wöchentlich wechselnder Defensiv-Konstellationen – Verletzungen sei Dank – jedes mal hinten durchaus stabil steht. So war mit Sebastiaan Bornauw nur ein nomineller Stammspieler gegen den VfL Wolfsburg auf dem Rasen und dennoch hielt man gerade in der zweiten Hälfte den Offensivbemühungen der Wölfe äußerst gut stand. Man stelle sich nur vor, wie groß das Abwehr-Potential des FC wäre, wenn mal wieder alle Verteidiger zur Verfügung ständen.

1. FC Köln: Neues System hat sich bewährt – gegen Mainz könnte der nächste Sieg folgen

Vor dem 10. Bundesliga-Spieltag rätselten noch alle, ob Markus Gisdol nach der erfolgreichen Systemumstellung gegen Dortmund bei der flexiblen Dreier- bzw. Fünferkette bleiben würde. Spätestens seit Samstag weiß man, dass er auch gegen Wolfsburg auf seine neue Taktik vertraute und dafür erneut belohnt wurde. Das variable Spielsystem scheint dem aktuellen Kölner Kader einfach sehr zugute zu kommen, da es von der anhaltend großen Laufleistung des jungen Teams profitieren kann. Wenn es der Gegner zulässt, gibt es für FC-Trainer Gisdol also erstmal keinen Grund umzustellen.

Nach zwei Spitzenteams wartet kommendes Wochenende mit Mainz 05 ein direkter Konkurrent auf den 1. FC Köln. Angesichts der jüngsten Resultate beides Teams geht der Effzeh erstmals seit langem wieder als Favorit in eine Bundesliga-Partie. Natürlich wird es spannend zu sehen, wie die Mannschaft mit dieser Situation nun umgehen kann. So oder so dürfte der FC mit breiter Brust nach Mainz fahren und durchaus realistisch auf den zweiten Saisonsieg hoffen. (os)

Auch interessant