Lehren aus Bundesliga-Spiel

1. FC Köln: Niederlage bei Eintracht Frankfurt ist ein Rückschlag ohne Folgen

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Eintracht Frankfurt war dem 1. FC Köln spielerisch einfach überlegen.
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Der 1. FC Köln verliert gegen Eintracht Frankfurt nicht so sehr durch eigenes Versagen, sondern viel mehr aufgrund der Stärke des Gegners. Lehren aus der 0:2-Pleite.

  • Gegen Eintracht Frankfurt muss der 1. FC Köln eine 0:2-Niederlage hinnehmen
  • Die Kölner zeigten sich über weite Strecken offensiv zu harmlos und leisteten sich zwei Aussetzer zu viel
  • Dennoch ist die Lage beim FC nach der Pleite weniger problematisch

Köln – Beim 1. FC Köln geht es weiter Auf und Ab. Nach dem Tief durch das DFB-Pokal-Aus gegen Regensburg und dem Hoch durch den Derby-Sieg in Gladbach folgt wieder ein Rückschlag. Wenn auch ein kleiner. Der FC verlor mit 0:2 gegen Eintracht Frankfurt, dem zurzeit formstärksten Bundesliga-Team. Eine verdiente, aber nicht überraschende Niederlage, die letztlich ohne große Konsequenzen im Abstiegskampf blieb.

1. FC Köln: Defensive bleibt (anfangs) stabil – Offensive verbesserungswürdig

Klar, der 1. FC Köln erwischte gegen Frankfurt nicht gerade einen Sahne-Tag. An solch einen hätte man– wie vergangene Woche unter Beweis gestellt – sicherlich einen oder sogar drei Punkte aus dem Deutsche Bank Park entführen können. Jedoch zeigten sich gerade zu Beginn der Partie doch erneut die Stärken der Kölner. So hielten sie der SGE-Offensive zunächst recht gut stand, leisteten sich dann nur mindestens zwei Aussetzer zu viel. FC-Verteidiger Jannes Horn brachte es nach dem Spiel gut auf den Punkt „Das 0:1 war schwer zu verteidigen. Das 0:2 ist einfach scheiße gelaufen“. Davon abgesehen war die Defensivleistung aber durchaus in Ordnung. Herausheben muss man jedoch sicherlich den überragenden Timo Horn, der einige Chancen der Frankfurter in seinem 300. Spiel für den FC gut entschärfte.

Das aber letztlich größere Problem für den 1. FC Köln war die fehlende Durchschlagskraft im Angriffsspiel. Über weiter Strecken blieb der FC einfach zu harmlos und konnte der Eintracht kaum gefährlich werden. Im zweiten Durchgang besserte sich diese zwar zunehmend, doch es kamen in der Summe zu wenig gute Aktionen nach vorne zu Stande.

Am prägnantesten waren noch die beiden Chancen von Emmanuel Dennis. Doch von diesen abgesehen, fühlte sich der Leih-Stürmer überwiegend wie ein Fremdkörper im Angriffsspiel des FC an. Die Bindung zum restlichen Team war oft nicht vorhanden. Immerhin bleibt die Erkenntnis, dass sobald er doch mal involviert war, es schnell gefährlich wurde. Wenn die Zusammenarbeit in den kommenden Wochen noch verbessert werden kann, dürfte Dennis dem FC auch wirklich weiterhelfen.

1. FC Köln: Kleiner Dämpfer im Abstiegskampf, doch Konkurrenz schwächelt ebenfalls

FC-Trainer Markus Gisdol zog nach der Partie ein passendes Fazit: „Wir haben nächste Woche etwas aufzuarbeiten. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir unser Saisonziel erreichen werden“. Denn auch wenn sich gegen Eintracht Frankfurt erneut einige Baustellen für den FC offenbarte, war das Spiel noch lange keine Katastrophe. Die Entwicklung der letzten Wochen war auch gegen den neuen Tabellendritten oftmals zu erkennen und der Klassenerhalt ist durch die Niederlage auch nicht wirklich mehr gefährdet als zuvor.

Gerade letzteres liegt aber natürlich auch an den – aus FC Sicht – ansonsten günstigen Bundesliga-Ergebnissen. So konnte kein direkter Konkurrent drei Punkte einfahren, weshalb sich an der Konstellation im Tabellenkeller auch nichts geändert hat. Somit ist es letztlich einfach ein Spieltag zum Abhaken, der zumindest sportlich ohne weitere Folgen bleibt. (os)

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