1. 24RHEIN
  2. 1. FC Köln

Nach Kainz-Elfer gegen Hamburg: Schiedsrichter erklärt Entscheidung

Erstellt:

Von: Max Dworak

Florian Kainz bückt sich zum Ball herunter.
Florian Kainz legt sich den Ball auf dem Elfmeterpunkt zurecht. Wenige Augenblicke später scheidet der 1. FC Köln aus dem DFB-Pokal aus. © Chai v.d. Laage/Imago

Der irreguläre Elfmeter von Florian Kainz sorgte nach Abpfiff umgehend für Schlagzeilen. Auf Social Media teilten die Fans des 1. FC Köln ihre Gedanken.

Köln – Florian Kainz hat wohl jetzt schon eine Sequenz in den kuriosesten Saison-Highlights sicher – ob er will oder nicht. Der Österreicher des 1. FC Köln, dessen Schuss im Elfmeterschießen des DFB-Pokalspiels gegen den Hamburger SV als irregulär gewertet wurde, wirkte kurz nach der Niederlage noch etwas verwirrt: „Ich hatte schon ein ungutes Gefühl direkt nach dem Schuss. Ich habe gemerkt, dass ich ausgerutscht bin mit dem Standfuß. Es hat komisch ausgeschaut, wie der Ball ins Tor geflogen ist“, gestand der Flügelflitzer.

Aufgrund des doppelten Ballkontaktes in Form des Schuss- und Standbeines konnte sein Versuch – der sogar den Weg ins Tor fand – von Schiedsrichter Daniel Schlager nicht anerkannt werden. Die Kölner Fans waren nach dem Pokal-Aus bedient und verbreiteten ihre Meinungen in den sozialen Netzwerken.

1. FC Köln gegen Hamburger SV: Fans nach Pannen-Elfer geteilter Meinung

„Der, der die Regel erfunden hat den [Elfmeter; Anm. d. Red.] abzuerkennen, anstatt einfach wiederholen zu lassen, soll mir das mal bitte erklären“, schreibt User „schatto15“ auf Instagram unter den Ergebnis-Beitrag des 1. FC Köln. Ein weiterer Fan namens „simon_cossmann“ pflichtet ihm bei: „Wieso werden dann die Elfmeter wiederholt, wo der Torhüter zu früh von der Linie weg ist?“, möchte er wissen. Supporter „fabi_cgn“ sieht die ganze Sache etwas pragmatischer: „Auch wenn das Ende sehr komisch war....kein unverdienter Sieg des HSV!“

Schiedsrichter Daniel Schlager, der die Partie im RheinEnergie-Stadion leitete, sagte zu seiner Entscheidung im Interview nach Abpfiff folgendes: „Es war meine Beurteilung auf dem Feld. Meine Aufgabe ist es, den Schützen zu kontrollieren. Mir ist sofort aufgefallen, dass er weggerutscht ist und dass er sich selbst anschießt. Das ist dann eine Doppelberührung. Im Spiel hätte es indirekten Freistoß gegeben, im Elfmeterschießen ist der Elfmeter eben verwirkt. Ich war mir zu hundert Prozent sicher.“ Der 32-jährige Bankkaufmann hielt überdies Rücksprache mit den Video-Assistenten, die seine Entscheidung umgehend stärkten: „Es wird aber automatisch vom Video-Assistenten gecheckt und der hat es mir auch relativ schnell bestätigt“, so der erste Offizielle weiter.

1. FC Köln: Benno Schmitz will Florian Kainz „keinen Vorwurf machen“

Rechtsverteidiger Benno Schmitz fand nach dem Pokal-Aus versöhnliche Worte für seinen Mannschaftskollegen: „Ich dachte, dass der Ball nach zwei Kontakten wiederholt wird. Leider ist es nicht so. So eine Situation kommt sehr selten vor. Kainz kann man überhaupt keinen Vorwurf machen. Für uns ist es extrem bitter.“ Auch Trainer Steffen Baumgart offenbarte seine Gefühlslage in der anschließenden Fragerunde gegenüber der Presse: „Dass man dann ausscheidet, weil man den Ball zweimal berührt, habe ich auch noch nicht erlebt.“

Der 1. FC Köln muss sich am Ende eingestehen, dass der Hamburger SV insgesamt verdient weitergekommen ist. Jetzt gilt es, die Begegnung schnell abzuhaken und sich auf das Bundesliga-Spiel in Bochum vorzubereiten. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

Auch interessant