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1. FC Köln: Ellyes Skhiri unter Steffen Baumgart nicht mehr erste Wahl?

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Von: Max Dworak

Ellyes Skhiri schaut einem Ball hinterher.
Ellyes Skhiri kehrt heute wieder ans Geißbockheim zurück. © Herbert Bucco/Imago

Der 1. FC Köln hat auf der Position des defensiven Mittelfeldspielers insgesamt drei verlässliche Akteure. Daher ist Ellyes Skhiri auch nicht mehr unantastbar.

Köln – Das Viertelfinal-Aus im Afrika-Cup war sportlich ein großer Dämpfer für Ellyes Skhiri. Trainer Steffen Baumgart gab der Presse daher auch zu verstehen, dass er seinem Schützling einige Tage Erholung gönne: „[...] ich denke, dass die Enttäuschung nach dem Ausscheiden im Viertelfinale des Afrika-Cups schon groß sein wird. Alles andere mache ich, wenn er da ist und ich reinfühlen kann, wie es ihm geht.“ Schnell wurde jedoch klar, dass der Tunesier keineswegs lange auf seine Rückkehr in Köln warten möchte – vielleicht auch, weil die direkte Konkurrenz in seiner Abwesenheit nicht geschlafen hat.

1. FC Köln: Salih Özcan und Dejan Ljubicic mit überzeugenden Auftritten

Mit dem österreichischen Nationalspieler Dejan Ljubicic und Deutschlands U21-Europameister Salih Özcan hat Steffen Baumgart zwei weitere Profis in seinem Kader, die die Position des defensiven Mittelfeldspielers im Rautensystem ausfüllen können. Besonders das Kölner Eigengewächs Özcan spielt seit Monaten stark auf.

Der 23-Jährige bestritt seit dem 8. Spieltag der laufenden Saison jede Bundesliga-Partie – mit Ausnahme des Auswärtssieges gegen den VfL Wolfsburg am 14. Dezember 2021 – über die volle Distanz. Zudem sammelte der Sechser in dieser Zeit drei Scorerpunkte, gegen den FSV Mainz 05 (12. Spieltag) und Aufsteiger Arminia Bielefeld (14. Spieltag) sicherte er dem 1. FC Köln mit seinen Toren jeweils einen Punkt.

Auch Dejan Ljubicic, dessen Stärken Kölns Übungsleiter besonders im Anlaufen sieht, macht eine sehr stabile Figur seit seinem Wechsel in die Domstadt im vergangenen Sommer. In 17 von möglichen 20 Pflichtspielen stand der 24-Jährige den Domstädtern in der Bundesliga bisweilen zur Verfügung, davon stellte ihn sein Coach 14-mal in der Startelf auf. Ein großer Vorteil an den Qualitäten des Österreichers: Steffen Baumgart kann ihn sowohl defensiv als auch offensiv in seiner Taktik einsetzen.

Zuletzt sorgte der Mittelfeldspieler der Kölner für leichte Sorgenfalten, da er beim Remis gegen den VfL Bochum mit einer Kopfverletzung ausgewechselt werden musste. Wenige Tage später gab es dann aber von Seiten des Vereins Entwarnung. Mittlerweile trainiert Dejan Ljubicic wieder normal mit der Mannschaft.

Steffen Baumgart: „Wir sind nicht bei Wünsch-dir-was“

Zurück zu Ellyes Skhiri: Der Tunesier wird am Mittwoch wieder am Trainingsgelände der Kölner in der Franz-Kremer-Allee erwartet. Steffen Baumgart, der sich aktuell aufgrund eines positiven Corona-Schnelltests auf unbestimmte Zeit in Quarantäne befindet, lobte die Einstellung des 26-Jährigen: „Er ist ehrgeizig ohne Ende und scharrt wahrscheinlich schon mit den Hufen. Er wäre wohl sehr enttäuscht, wenn er gegen Freiburg nicht dabei wäre“, sagte der 50-Jährige gegenüber dem Geissblog. Dennoch gab der Fußballlehrer umgehend zu verstehen, dass sein Star-Spieler aufgrund der konstant guten Auftritte von Salih Özcan und Dejan Ljubicic keine Stammplatz-Garantie hat: „Wir sind nicht bei Wünsch-dir-was.“

Dass Ellyes Skhiri gegen den SC Freiburg am 21. Spieltag der Bundesliga (5.2., Anstoß 15:30 Uhr im RheinEnergie-Stadion) im Kader des 1. FC Köln steht, ist dennoch wahrscheinlich: „Es wäre für Ellyes eine große Enttäuschung, wenn er gegen Freiburg nicht dabei wäre“, gab Steffen Baumgart zum Abschluss des Themas zu verstehen.

Nach zuletzt sechs verpassten Pflichtspielen in der Liga muss sich der tunesische Nationalspieler wohl vorerst wieder in den Fokus seines Trainers spielen. Die Fähigkeiten dazu hat er zweifelsohne – seine Mitstreiter Salih Özcan und Dejan Ljubcic aber eben auch. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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