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1. FC Köln: Ellyes Skhiri – schwierige Wochen für den Star-Spieler

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Von: Max Dworak

Ellyes Skhiri passt einen Ball im Training.
Ellyes Skhiri fehlt dem 1. FC Köln weiter krankheitsbedingt und wird auch gegen den VfB Stuttgart nicht mit dabei sein. © Herbert Bucco/Imago

Der 1. FC Köln wird wohl auch gegen den VfB Stuttgart auf Mittelfeldmotor Ellyes Skhiri verzichten müssen. Bald steht zudem der Afrika-Cup bevor.

Köln – Schon gegen den FC Augsburg am 15. Spieltag fehlte Trainer Steffen Baumgart einer seiner wichtigsten Männer auf dem Feld, Ellyes Skhiri, nach überstandener Knie-Verletzung erneut. Der Tunesier hatte sich krankheitsbedingt abgemeldet, verpasste ebenfalls das Bundesliga-Spiel in Wolfsburg. Auch gegen den VfB Stuttgart, dem letzten Heimspiel der Hinrunde, wird er nicht im Kader des 1. FC Köln sein.

1. FC Köln: Ellyes Skhiri mit schwieriger Phase

Die Saison hätte für den 26-jährigen Skhiri kaum besser anfangen können: Bis zum achten Spieltag war der FC-Profi das Bindeglied zwischen Abwehr und Sturm, machte extrem viele Kilometer und lieferte beeindruckende Pass-Quoten (durchschnittlich 91,8 Prozent). Darüber hinaus entdeckte der tunesische Nationalspieler das Toreschießen für sich und konnte bis zu seinem Ausfall drei Bundesliga-Tore erzielen: Nach Anthony Modeste – der zu diesem Zeitpunkt bei vier Treffern stand – war er nach sieben Liga-Spielen der zweitbeste Kölner Knipser.

Mittlerweile sind seit Skhiris Verletzung, die er sich in der Länderspielpause am 10. Oktober mit Tunesien gegen Mauretanien zuzog, über zwei Monate vergangen. Bereits am 21. November feierte der wertvollste Kölner Spieler – Skhiri hat einen Marktwert von 13 Millionen Euro – sein Comeback gegen den FSV Mainz 05, als er in der 67. Minute für Mark Uth ins Spiel kam. Während seiner Abwesenheit konnte sich jedoch ein ganz anderer Spieler in den Fokus spielen: Salih Özcan.

1. FC Köln: Skhiri-Backup Salih Özcan macht auf sich aufmerksam

Im ersten Spiel fungierte der U21-Europameister noch als eine Art Backup für Ellyes Skhiri. Dies änderte sich allerdings an den Spieltagen 9 bis 16 schlagartig. Salih Özcan steigerte sich von Einsatz zu Einsatz, absolvierte seit der Hoffenheim-Klatsche 765 von 810 möglichen Minuten. Zudem hagelte es Lob von allen Seiten. Steffen Baumgart hob seinen Schützling besonders nach dem Derby-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach hervor: „Ich stelle ungern einen Spieler heraus, heute muss ich es tun. Salih Özcan hat eine überragende Leistung gezeigt. Als Kölner Junge so ein Derby zu bestreiten, ist bemerkenswert.“

Obwohl Ellyes Skhiri und sein Teamkollege in den Spielen gegen Bielefeld und Mönchengladbach gemeinsam in der Startelf standen, so waren die jüngsten Auftritte von Özcan doch so etwas wie eine Kampfansage: „Ihm fehlt aktuell die Ruhe am Ball, die Klarheit, das sichere Pass-Spiel, die Führung, die er gerne übernehmen möchte. Das ist sein Anspruch – dann musst du das auch tun, unabhängig davon, wie die Spiele laufen. Das muss er sich jetzt wieder erarbeiten, das ist ein ganz normaler Prozess“, sagte Steffen Baumgart in Bezug auf den Auftritt von Ellyes Shiri nach dem Remis in Bielefeld gegenüber Bild.

1. FC Köln: Ellyes Skhiri fährt zum Afrika-Cup

Ab dem 9. Januar 2022 ist Ellyes Skhiri sowieso erstmal außen vor. Da wird der Tunesier nämlich – sollte alles seine gewohnten Wege gehen – mit seinem Land am Afrika-Cup in Kamerun teilnehmen. Das Turnier endet am 6. Februar mit dem Endspiel in Jaunde, der Hauptstadt des Landes. Steffen Baumgart stellte bereits klar, dass sein Defensiv-Ass für dieses Ereignis freigestellt wird: „Flaco [Spitzname des Spielers; Anm. d. Red.] wird fahren, das können und werden wir ihm auch nicht verbieten. Wir gönnen ihm das, der Afrika-Cup ist ein großes Turnier für ihn.“ Bedeutet gleichzeitig: Im Falle eines Final-Einzuges muss der 1. FC Köln vier Bundesliga-Duelle, sowie das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV, ohne die Rückennummer 28 bestreiten.

Steffen Baumgart wird selbstverständlich wenig Einwände haben, sollte sein Spieler den Weg nach Deutschland früher als gedacht antreten. Dennoch muss Ellyes Skhiri schnellstmöglich versuchen, die persönliche, kleine Form-Krise zu überwinden. Sein Coach zeigte sich in diesem Zusammenhang durchaus verständnisvoll: „Es ist normal, dass er wieder in den Rhythmus kommen muss. Flaco war richtig gut drauf, hat Tore gemacht und hat sich dann verletzt. Da musst du dich wieder ran arbeiten. Du kriegst nichts geschenkt, schon gar nicht in der Bundesliga.“ (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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