1. 24RHEIN
  2. 1. FC Köln

Sturm-Flop Dennis beim FC vor dem Aus – klopft ein Champions-League-Verein an?

Erstellt:

Emmanuel Dennis im Spiel des 1.FC Köln gegen den VfB Stuttgart
Emmanuel Dennis kommt beim FC nicht in die Gänge. © Herbert Bucco/Imago

Emmanuel Dennis erlebt keine einfache Zeit beim 1. FC Köln. Die Erwartungen konnte der Leih-Stürmer bisher nicht erfüllen – seine Zukunft ist mehr als ungewiss.

Köln – Es rumort beim 1. FC Köln. Die Mannschaft steht auf Abstiegsplatz 17 und die Wut der FC-Fans auf Sportdirektor Horst Heldt wächst. Die schlechte Transferplanung der sportlichen Führung stößt Vielen sauer auf. Von den Neuzugängen konnte bislang nur Ondrej Duda (Fünf Tore, sechs Vorlagen in 29 Pflichtspielen) vollends überzeugen.

Vor allem bei den Neuzugängen im Sturm hakt es. Dimitrios Limnios (3,3 Mio. Euro Ablöse an PAOK Saloniki) und Tolu Arokodare (ausgeliehen von Valmiera) bekommen bisher kein Bein auf den Boden. Top-Transfer Sebastian Andersson (für 6,5 Mio. Euro von Union Berlin gekommen) war einen Großteil der Saison verletzt und tastet sich langsam wieder heran. Müsste man einem Spieler den Stempel „Flop“ verleihen, würde er aber an Leihgabe Emmanuel Dennis (1,2 Mio. Euro Gebühr) gehen.

In acht Spielen für den FC kommt der Stürmer auf eine einzige Vorlage, am 26. Spieltag blieb er im Duell gegen den BVB (2:2) ohne Einsatz. Vor dem Spiel des FC gegen Mainz 05 schmiss ihn Ex-Coach Markus Gisdol aus dem Kader. Auch (oder vor allem) charakterlich scheint der Stürmer nicht zur Mannschaft zu passen.

1. FC Köln: Emmanuel Dennis ist bei anderem Champions-League-Teilnehmer auf dem Zettel

Die Chancen, dass Dennis über die aktuelle Spielzeit hinaus in Köln bleibt, sind gleich null. Laut der belgischen Tageszeitung Het Laatste Nieuws will ihn aber auch der FC Brügge, bei dem der Angreifer unter Vertrag steht, nicht mehr haben. Deswegen würden seine Berater derzeit den Markt sondieren, berichtet das Blatt.

Einen möglichen Interessenten habe man demnach auch gefunden: So soll es seit der vergangenen Woche Gespräche mit Champions-League-Teilnehmer Atalanta Bergamo geben. Brügge hofft in der bevorstehenden Transferperiode auf einen Wechsel, weil der Vertrag 2022 ausläuft.

Markus Gisdol kritisierte FC-Flop Emmanuel Dennis mehrmals öffentlich

Dennis war im Winter auf Leihbasis vom FC Brügge gekommen, nachdem er dort in Ungnade gefallen war. Der Angreifer hatte vor dem Champions-League-Spiel gegen Borussia Dortmund den Mannschaftsbus verlassen, weil er nicht auf seinem Wunschplatz sitzen durfte und wurde daraufhin aus dem Kader geschmissen. Nicht wenige FC-Fans hatten daher mit Skepsis auf die Leihvereinbarung ihres Klubs geschaut. Bislang bewahrheiten sich die Befürchtungen.

Ungewöhnlich deutlich hatte Markus Gisdol während seiner Dienstzeit Kritik an FC-Flop Dennis geübt – und das gleich mehrmals. So hatte er die Körpersprache des Angreifers nach der 0:1-Niederlage gegen den VfB Stuttgart bemängelt. Auch für seine schwache Leistung bei der 1:5-Auswärtsklatsche in München hatte Dennis von Gisdol eine verbale Ohrfeige bekommen. Nach der Niederlage gegen Union Berlin (0:2) hatte Gisdol vielsagend bemängelt: „Vorne sind wir aufgrund der Personallage nicht mit Stürmern gesegnet, die extreme Torgefahr haben.“ Damit meinte er auch seinen Leih-Stürmer.

Probleme gab es zuletzt aber nicht nur auf dem Platz. Im März war Dennis wegen zu schnellen Fahrens der Führerschein abgenommen worden.

Den enttäuschenden Leistungen zum Trotz ist der Stürmer (elf Millionen Euro Marktwert) derzeit der zweitwertvollste Spieler im FC-Kader hinter Sebastiaan Bornauw (zwölf Millionen Euro). Eine entsprechende Ablösesumme wird der FC Brügge im kommenden Transferfenster aber kaum bekommen können. (mah)

Auch interessant