Ehemaliger FC-Sportdirektor

Volker Finke kritisiert Bundesliga-Spiele während Corona-Pandemie: „Nicht systemrelevant“

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Volker Finke findet das aktuelle Vorgehen der Bundesliga äußerst fragwürdig.
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Der ehemalige Bundesligatrainer Volker Finke hat das aktuelle Vorgehen der Bundesliga kritisiert. Der 72-Jährige hat zu Pandemie-Zeiten kein Verständnis für das Weiterlaufen des Ligabetriebs.

  • Volker Finke äußert sich äußerst kritisch zu den aktuellen Bundesliga-Spielen
  • Der 72-Jährige ist Rekordtrainer in der höchsten deutschen Fußball-Liga
  • Von 2011 bis 2012 war Finke darüber hinaus Sportdirektor beim 1. FC Köln

Köln/Freiburg – Ganze 16 Jahre lang war Volker Finke Trainer des SC Freiburg, womit er bis heute den Rekord für die längste Amtszeit eines Bundesliga-Trainers überhaupt hält. Später kam er dann als Sportdirektor zum 1. FC Köln, blieb aber nur für ein Jahr. Nun äußerte sich der 72-Jährige im Interview mit dem „Kölner Stadtanzeiger“ unter anderem zu seiner Zeit in Köln und dem aktuellen Vorgehen der Bundesliga.

Volker Finke kein Fan vom Weiterlaufen der Bundesliga – „ist nicht systemrelevant“

Der 72-Jährige zeigte sich alles anderen begeistert von der Tatsache, dass aktuell Bundesliga-Partien stattfinden: „Sie können ruhig schreiben, dass ich kein Anhänger davon bin, dass die Bundesliga aktuell weiterspielt. Wir alle sind derzeit zu Verzicht aufgerufen und müssen mit gravierenden Einschränkungen leben. Und dann sehen da Kinder in der Bundesliga ihre Vorbilder, die sich ohne irgendwelchen Abstand umarmen“, kritisiert Finke und sagt feststellend: „Zudem ist die Bundesliga für mich derzeit nicht systemrelevant – das gilt ebenso für andere Profisportarten.“

Zurzeit gäbe es viel wichtigere Dinge: „Es dreht sich nicht immer alles um den Fußball. Es geht jetzt darum, dass wir alle mithelfen und es schaffen, diese Pandemie unter Kontrolle zu bringen. Jetzt ist nicht die Zeit für Sorglosigkeit“, mahnt der Rekordtrainer.

Volker Finke zieht positives Fazit zur FC-Zeit – Verein schöpfe jedoch seine Möglichkeiten nicht aus

Darüber hinaus äußerte sich Volker Finke auch zu seiner doch eher kurzen Amtszeit in Köln und das durchaus positiv: „Insgesamt gesehen hat mir die Zeit beim FC Spaß gemacht. Der FC ist ein interessanter, bunter Traditionsverein in einer Stadt, die den Fußball lebt und liebt.“ Jedoch sieht der Fußball-Trainer viel ungenutztes Potenzial beim Verein aus der Domstadt: „Ich empfinde es immer nur als schade, dass der FC seine großen Möglichkeiten durch bestimmte Dinge nicht ausschöpft.“

Den Bundesliga-Verbleib sieht Finke derweil nicht gefährdet: „Ich bin mir sicher, dass die Kölner den Klassenerhalt schaffen.“ Die Mannschaft habe genug Potenzial um die Klasse zu halten. Wobei er konkret die FC-Spieler Sebastiaan Bornauw, Ellyes Skhiri und Ondrej Duda hervorhebt. Einen ersten Schritt dahingehend könnte der 1. FC Köln am Wochenende gegen Volker Finkes alte Liebe Freiburg machen.

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