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Zwei Teenie-Mädchen (14, 15) haben eine Leidenschaft – den 1. FC Köln

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Von: Simon Ommer

Fans des 1. FC Köln aus dem Kölner Umland: Finnja Bauermann (l.) und Johanna Lücke schnüren für die SpVg Balkhausen-Brüggen-Türnich selbst die Fußballschuhe.
Finnja Bauermann (l.) und Johanna Lücke spielen in der B-Jugend der SpVg Balkhausen-Brüggen-Türnich in Kerpen und sind leidenschaftliche Fans des 1. FC Köln. © Simon Ommer

Finnja Bauermann und Johanna Lücke – zwei Mädels aus dem Kölner Umland, die fußballbegeistert sind und den 1. FC Köln im Herzen tragen. 24RHEIN hat mit ihnen über ihre Leidenschaft gesprochen.

Köln / Rhein-Erft-Kreis – Finnja Bauermann (14) und Johanna Lücke (15) spielen beide leidenschaftlich Fußball. Bei den B-Juniorinnen der SpVg Balkhausen-Brüggen-Türnich (SpVg BBT), einem Verein aus Kerpen, schnüren die Mädels dreimal pro Woche ihre Fußballschuhe. Bereits seit einigen Jahren spielen sie gemeinsam in einer Mannschaft und bringen den einen oder anderen Gegenspieler zur Verzweiflung.

Darüber hinaus teilen beide eine weitere Leidenschaft: den 1. FC Köln. Sie verfolgen nicht nur die Profis des Klubs, sondern mitunter auch die Damenmannschaft. Mit 24RHEIN sprechen die jungen Kerpenerinnen über ihren Lieblingsverein, Vorbilder und wie sie selbst zum Fußball gekommen sind.

In der Region um Kerpen gibt es ein paar Mädchenmannschaften, überwiegend jedoch natürlich Teams für Jungs. Ihr spielt dennoch in einer reinen Mädchenmannschaft. Wie seid ihr zum Fußball gekommen?

Johanna: Genau, wir spielen nun schon seit einigen Jahren, ich glaube seit 2014, bei der Spvg BBT in einer Mädchenmannschaft. Zu Beginn gehörten wir zu den jüngsten Mädels, mittlerweile sogar schon zu den älteren. Fußball macht einfach Spaß, deshalb haben wir damit angefangen. Wir hoffen jetzt sogar, dass unser Verein bald eine Damenmannschaft gründet, damit wir nach der Jugend weiterhin hier spielen können.

Finnja: Wir waren 2014 zwar noch sehr jung, aber den WM-Titel der Nationalmannschaft in Brasilien haben wir natürlich dennoch mitbekommen. Daraufhin wurde so ein bisschen das Feuer für diese Sportart entfacht. Auch wenn ich vorher schon mit meinem Vater oder Freunden bei mir im Garten gespielt habe.

Ihr seid beide Fan des 1. FC Köln. Wie kam es dazu?

Finnja: Ich bin schon immer FC-Fan. Das liegt bei mir in der Familie, mir wurde schon als kleines Kind das Trikot mit dem Geißbock übergestreift. Da hatte ich gar keine andere Wahl – aber ich bin auch froh darüber, weil der Verein mittlerweile eine große Bedeutung für mich hat.

Johanna: Bei mir war das etwas anders: Mein Vater ist HSV-Fan und wollte mich natürlich auch in diese Richtung bewegen, aber das hat er zum Glück nicht geschafft. Ich habe dann irgendwann einfach selbst beschlossen, dass der FC mir wichtiger ist.

Auch an den Wochenende verbringt ihr viel Zeit mit Fußball. Wenn ihr nicht gerade selbst spielt, stehen die Partien des 1. FC Köln auf dem Programm. Wie verfolgt ihr die Spiele?

Johanna: Die Spiele verfolgen wir meistens vor dem Fernseher. Häufig schaue ich mit Finnja gemeinsam in einer größeren Runde mit unseren Eltern und auch Freunden. Manchmal, wenn es nicht anders geht, weil ich unterwegs bin, schaue ich mir dann die Ergebnisse über mein Handy an. Das ist dann natürlich nicht so emotional, aber kann trotzdem spannend sein. Ich hoffe natürlich auch, dass ich bald noch einmal ins Stadion gehen kann, was ja aufgrund der Corona-Pandemie lange nicht möglich war.

Finnja: Das ist gar nicht so leicht. Erst einmal bin ich sehr froh, dass sich der 1. FC Köln in diesem Jahr durch die Relegation in der Bundesliga halten konnte. Das sah ja ganz lange nicht danach aus, ist aber dann letztlich gut gegangen. Es wäre wichtig, dass sich der Verein in der ersten Liga etabliert. Momentan sieht es nach dem guten Saisonstart zumindest für diese Saison gut aus, aber da bin ich immer noch ein wenig skeptisch. Die Saison ist noch lang. Aber unter Steffen Baumgart als Trainer macht es wieder viel mehr Spaß, die Spiele zu schauen.

Wie beurteilt ihr denn aus eurer Sicht die Entwicklung des Vereins in den vergangenen Jahren?

Finnja: Das ist gar nicht so leicht. Erst einmal bin ich sehr froh, dass sich der FC in diesem Jahr durch die Relegation in der Bundesliga retten konnte. Das sah ja ganz lange nicht danach aus, ist aber dann letztlich gut gegangen. Es wäre wichtig, dass sich der Verein in der ersten Liga etabliert. Momentan sieht es nach dem guten Saisonstart zumindest für diese Saison gut aus, aber da bin ich immer noch ein wenig skeptisch. Die Saison ist noch lang. Aber unter Steffen Baumgart als Trainer macht es wieder viel mehr Spaß, die Spiele zu schauen.

Jonas Hector (1. FC Köln) im Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin am 7.11.2021 im RheinEnergie-Stadion.
Der Kapitän des 1. FC Köln, Jonas Hector, ist das große Vorbild der beiden Kerpener B-Juniorinnen. © Joerg Niebergall / Eibner-Pressefo / IMAGO

Gibt es einen Spieler im Kader des 1. FC Köln, an dem ihr euch orientiert oder an dem ihr euch etwas abschaut? Wer ist euer FC-Idol?

Finnja: Aus der aktuellen Mannschaft ist das sicherlich Jonas Hector. Er war lange Zeit Nationalspieler und geht auch beim FC als Kapitän voran. Ich finde, dass er in wichtigen Momenten immer gute Leistung bringt. Das ist sehr wichtig. Ansonsten auf jeden Fall Lukas Podolski. Ich habe von ihm als Spieler beim FC zwar nicht all zu viel mitbekommen, aber wie er sich mit dem Klub identifiziert, ist einzigartig. Natürlich habe ich auch ein Trikot von ihm.

Johanna: Ich selbst spiele ja meistens in der Innenverteidigung. Deshalb habe ich natürlich auch versucht, mir einen Innenverteidiger als Vorbild zu nehmen. Das hat allerdings nicht so gut geklappt, da der FC oftmals viele Tore kassiert – im Gegensatz zu uns. Das passiert bei uns viel seltener. Ich würde auch Hector als meinen Lieblingsspieler bezeichnen. Ich mag es, dass er dem Verein schon seit vielen Jahren treu ist.

Die FC-Frauen spielen seit dieser Saison wieder in der Bundesliga. Verfolgt ihr auch die Spiele der Mannschaft?

Johanna: Ja, zumindest ein bisschen. Ich weiß, dass die Mannschaft wieder in die Bundesliga aufgestiegen ist und dort möglichst den Klassenerhalt schaffen möchte. Vor der Corona-Pandemie hat uns sogar einmal eine FC-Spielerin beim Training besucht und mit uns trainiert. Das war eine tolle Erfahrung für uns. Wir waren mit der Mannschaft auch schon ein paar Mal zusammen im Stadion bei einem Spiel – auch beim DFB-Pokalfinale in Köln. Auch wenn da nicht der FC gespielt hat, war das ein schönes Erlebnis. Man hat gesehen, dass auch die Frauen gut Fußball spielen.

Finnja: Stimmt. Meiner Meinung nach ist es schade, dass der Frauenfußball oftmals kritisiert wird. Ich würde mir auch wünschen, dass man mehr Spiele live im Fernsehen verfolgen kann. Dann würde der Sport eine größere Aufmerksamkeit bekommen. Man kann das natürlich nicht mit den Profis der Männer und Frauen vergleichen – aber zu unseren Spielen kommen auch so viele Zuschauer wie bei den Jungenmannschaften.

Interview: Simon Ommer

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