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1. FC Köln: 25.000 Fans im Rheinenergie-Stadion? Politik macht Hoffnung

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Von: Mick Oberbusch

Fans im Rheinenergie-Stadion bei der Partie 1. FC Köln vs. Bayern München
Zumindest ein Teil der FC-Fans darf sich Mitte August wieder auf einen Stadionbesuch freuen. © Eduard Bopp/Imago

Zum ersten Heimspiel des 1. FC Köln in der Bundesliga-Saison 2021/22 gegen Hertha BSC könnten bereits wieder 25.000 Fans im Rheinenergie-Stadion Platz nehmen.

Köln – Wenn am 14. August der erste Samstag der neuen Bundesliga-Saison ansteht, können sich einige Anhänger des 1. FC Köln auf eine Rückkehr ins Rheinenergie-Stadion freuen. Die Senats- und Staatskanzleien der Länder haben sich auf ein neues Stadion-Konzept für Zuschauer geeinigt. Demnach wurde bereits ein Bundesliga-Fan-Plan erarbeitet, der eine Begrenzung der Zuschauerzahl je nach Infektionsgeschehen vor Ort festlegt.

1. FC Köln: Fans kehren gegen Hertha ins Stadion zurück

Das bedeutet: Liegt die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner am Austragungsort über 35, sind maximal 5.000 Zuschauer zugelassen. Liegt dieser Wert am Austragungsort unter 35, sind maximal 50 Prozent der möglichen Kapazität zugelassen. Das würde für Köln (ins Rheinenergie-Stadion passen bei ausverkauftem Haus 50.000 Zuschauer) eine Anhänger-Zahl von 25.000 bedeuten – der höchstmögliche Wert, mehr dürfen auch die Clubs aus Dortmund (Stadion für 80.000 Zuschauer) und Co. nicht hereinlassen. Am Mittwoch (7. Juli) liegt die Inzidenz für Köln bei 10,6.

Die beschlossenen Vorgaben orientieren sich „an der Laufzeit der Epidemischen Lage von nationaler Tragweite, die bis zum 11.09.2021 befristet ist“, heißt es in der Beschlussfassung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zu einem späteren Zeitpunkt seien „bei fortschreitenden Impfungen und allgemeiner Verbesserung der pandemischen Situation weitere Erleichterungen in Richtung Normalbetrieb“ möglich.

Fans im Stadion: Ausnahmen möglich

Eine Ausnahme gibt es dabei: Der FC Bayern München darf seine Heimspiele in der Allianz Arena vor höchstens 20.000 Zuschauern austragen, weil Bayern aufgrund der Delta-Variante, steigender Fallzahlen in anderen Ländern und der erwartbaren Reiserückkehrerproblematik zunächst einen vorsichtigen Kurs bei der Wiederzulassung von Zuschauern fahren will und nur eine Auslastung von höchstens 35 Prozent erlaubt. Auch der FC Augsburg und die anderen bayerischen Vereine in der 2. und 3. Liga sind davon betroffen.

Bereits vor einigen Tagen hatte sich FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle optimistisch gezeigt, am ersten Spieltag gegen Hertha bis zu 17.000 Zuschauer zulassen zu können – gegen Bochum (3. Spieltag) sollte es dann sogar wieder ein ausverkauftes Haus sein. Ob es dazu wirklich kommt, bleibt abzuwarten. Dennoch sollen schon zum Saisonstart wieder Stehplätze möglich, zudem Alkohol in „begrenztem Maß“ verfügbar sein. Etwas, für das sich Wehrle explizit einsetzen wollte, wie er schon auf der Mitgliederversammlung vor einigen Wochen betonte.

1. FC Köln: Stadionbetreiber soll auf Abstandsgebot achten, „Drei-G-Regel“ gilt

Für einen Stadionbesuch gilt natürlich die „Drei-G-Regel“, es haben also nur Geimpfte, Genesene und Getestete (Test nicht älter als 48 Stunden) Zutritt. Damit Infektionsketten gar nicht erst aufkommen, sollen die Tickets personalisiert werden. Zudem liege es in der Verantwortung der jeweiligen Stadionbetreiber, penibel auf das Abstandsgebot zu achten. Im Beschluss werden zudem exemplarisch eine „Besetzung im Schachbrettmuster, feste Plätze“ sowie „eine Entzerrung der Besuchendenströme durch eine Segmentierung bei Ein- und Auslass“ genannt. Das dürften die FC-Fans bei einer Rückkehr in den Müngersdorfer Fußballtempel allerdings gerne in Kauf nehmen. (mo mit dpa)

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